Generali-Aktie mit Gewinnen: Versicherer wuppt höhere Katastrophenschäden

Der italienische Versicherer Generali hat im ersten Quartal deutlich höhere Schäden durch Naturkatastrophen tragen müssen.
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Wegen eines teuren Ereignisses in Portugal lag die Belastung mit 426 Millionen Euro zwar rund neunmal so hoch wie ein Jahr zuvor. Gestiegene Prämieneinnahmen, die Auflösung von Schadenrückstellungen und gute Geschäfte in der Lebensversicherung machten dies jedoch wett. Der operative Gewinn stieg deutlich.
Die Italiener hätten die Erwartungen auf breiter Basis übertroffen, schrieb Branchenexperte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies. Sein Kollege Andrew Baker von Goldman Sachs attestierte Generali eine durchweg starke Entwicklung im ersten Quartal. Die Italiener dürften mit ihrem Ergebnis am oberen Ende ihrer bis 2027 gesteckten Zielspanne landen.
Im ersten Quartal steigerte der Konzern seine Prämieneinnahmen im Jahresvergleich um fast sieben Prozent auf rund 28,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, wie Generali am Donnerstag in Triest mitteilte. Der Überschuss sank hingegen um zwei Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro.
In der Lebensversicherung legte der Wert des Neugeschäfts sogar um fast ein Fünftel zu. Der operative Gewinn des Bereichs wuchs um zehn Prozent, während die Schaden- und Unfallversicherung nur ein Prozent mehr abwarf.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich wegen der höheren Katastrophenschäden zwar von 89,7 auf 90,5 Prozent, blieb jedoch weit unter der kritischen Marke von 100 Prozent. Auch andere Versicherer wie die Allianz mussten im ersten Quartal hohe Belastungen in Portugal und Spanien schultern, wo Sturm "Kristin" teure Schäden hinterlassen hatte.
Generali-Aktie höher
Die Aktien von Generali haben am Donnerstag in Mailand zeitweise 1,68 Prozent auf 38,20 Euro zugelegt. In der Vorwoche hatten sie mit 39,51 Euro noch ein Rekordhoch erreicht nach 10 Prozent Jahresplus. Aktien des deutschen Konkurrenten Allianz zeigen sich auf XETRA daneben überschaubare 0,03 Prozent tiefer bei 385,66 Euro.
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