Hugo Boss: Hoffen auf den Turnaround

05.05.26 15:10 Uhr

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Hugo Boss startet schwach ins Jahr: Umsatz und Gewinn brechen ein, eine schnelle Trendwende ist nicht in Sicht. Die Hoffnung ruht auf 2027 – doch bis dahin fehlen der Aktie die Impulse.

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Mit einem Kursaufschlag von über 4 Prozent zeigt sich die Börse im frühen Handel erfreut über die Zahlen von Hugo Boss zum ersten Quartal 2026. Nüchtern betrachtet gibt es allerdings nicht allzu viel, über das man sich freuen kann, außer vielleicht, dass es noch schlimmer hätte kommen können.

Derber Umsatzrückgang

Jedenfalls mussten der Modekonzern zum Jahresauftakt mit einem Umsatzminus von 6 Prozent auf 905 Mio. Euro einen deutlich stärkeren Rückgang hinnehmen als noch im Gesamtjahr 2025 (-0,9 Prozent). Einen kleinen Lichtblick gab es lediglich in Asien, wo mit einem Erlöswachstum von 1 Prozent die Rückkehr auf den Wachstumspfad gelang. Dagegen musste der Modekonzern in allen anderen Regionen teils deutliche Rückgänge hinnehmen - sogar im bislang starken Digitalgeschäft (-5 Prozent).

Ertragseinbruch

Zwar begründen die Metzinger die Rückgänge mit einer gezielten Optimierung des Produktsortiments und der Vertriebswege, das zeigt aber ertragsseitig bislang erst in Ansätzen Wirkung. Immerhin stieg die Rohertragsmarge leicht um 110 Basispunkte auf 62,5 Prozent und auch die Vertriebs- und Marketingkosten gingen um 7 Prozent zurück. Das EBIT brach aber dennoch um 42 Prozent auf 35 Mio. Euro ein, vor allem wegen des Umsatzrückgangs sowie anhaltend hoher Investitionen in den Digitalbereich.

Prinzip Hoffnung

Auch für das Gesamtjahr erwartet das Management noch nicht die Wende. Vielmehr soll die eingeleitete Restrukturierung mit einem Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowie einem deutlichen EBIT-Einbruch auf 300 bis 350 Mio. Euro (Vj.: 391 Mio.) einhergehen. Bleibt also vorerst nur das Prinzip Hoffnung, dass 2026 ein Übergangsjahr ist und dem deutschen Modeprimus im kommenden Jahr der nachhaltige Turnaround gelingt. Bis dahin bietet die Aktie trotz einer moderaten Bewertung mit einem KGV für 2026 von 13 aber nur wenig Kaufanreize, zumal auch von der makroökonomischen Seite vorerst kein Rückenwind in Sicht ist.

Deutlich erfreulicher ist der Newsflow der JDC Group, die nach dem guten Zahlen für 2025 auch im laufenden Jahr mit starkem Wachstum plant. Ob es dabei bleibt, sollten die Q1-Zahlen verraten, die am 11. Mai gemeldet werden. Zugleich könnten sie einen wichtigen charttechnsichen Impuls liefern: zum Artikel

Eine leichte Konsolidierung durchläuft aktuell die Aktie von Daldrup & Söhne, die zuvor hervorragend performt hat. Da die fundamentalen Treiber des Anstiegs intakt sind, dürfte es sich aber nur um eine Verschnaufpause der Aktie handeln: zum Artikel

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Erstellung am 05.05.26 um 10:26 Uhr.

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