finanzen.net
13.06.2019 15:32
Bewerten
(0)

Institute sehen deutsche Wirtschaft im Abschwung

DRUCKEN

Berlin (Reuters) - Führende Institute und die Bundesregierung sagen der deutschen Konjunktur wegen des schwachen weltweiten Nachfrage schwierige Zeiten voraus.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abschwung", erklärte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner am Donnerstag veröffentlichten Studie. "In den vergangenen Monaten hat sich die konjunkturelle Dynamik weiter verlangsamt, und die Unternehmen blicken deutlich pessimistischer in die Zukunft." Dazu beigetragen haben dürfte die weltweit hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit, bedingt etwa durch Handelskonflikte und Brexit. Die Ökonomen rechnen nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 Prozent in diesem und von 1,6 Prozent im kommenden Jahr, nachdem sie im Frühjahr noch von 1,0 und 1,8 Prozent ausgegangen waren.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erwartet im laufenden Jahr nur ein Plus von 0,5 Prozent - das wäre das kleinste seit 2013. Für 2020 wurde die Prognose von 2,0 auf 1,8 Prozent gesenkt. "Von der Schwäche des Welthandels ist die international stark vernetzte deutsche Industrie besonders betroffen", sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller. Auch die Bundesregierung rechnet mit anhaltendem Gegenwind. "Die Binnenkonjunktur ist weiter intakt, aber die exportorientierte Industrie durchlebt eine Durststrecke", heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums.

Nach dem deutlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal von 0,4 Prozent blieben die Aussichten für das zweite Vierteljahr erst einmal gedämpft. "Der spürbare Rückgang der Auftragseingänge in der Industrie seit Jahresbeginn sowie das sich bis Mai weiter eintrübende Geschäftsklima signalisieren ein Andauern der industriellen Schwächephase", betonte das Ministerium. Beschäftigung und Einkommen dürften aber nach wie vor spürbar zulegen, ebenso die Bauinvestitionen.

Die schwächere Konjunktur dürfte am Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen. "Insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe planen mehr und mehr Unternehmen, die Zahl der Beschäftigten zu reduzieren", erwartet das IfW. "Hinzu kommt, dass offenbar immer noch viele Unternehmen, die weiterhin nach Fachpersonal suchen, Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen." Die Überschüsse der öffentlichen Haushalte dürften "merklich zurückgehen", da die geringere konjunkturelle Dynamik die Einnahmen belaste. In diesem Jahr werde der Überschuss wohl mit 47,5 Milliarden Euro um rund zehn Milliarden Euro niedriger ausfallen als 2018, 2020 sollen es 32,4 Milliarden Euro sein.

Technische Marktanalyse

Wie geht's an der Börse weiter? Setzt sich der Zick-Zack-Kurs fort oder geht es demnächst kräftig nach unten? Am Montag ab 18 Uhr analysiert Achim Matzke die Situation bei Dax, Dow und Co. Jetzt kostenlos anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Börsen in Fernost zurückhaltend -- Lufthansa mit Gewinnwarnung für 2019 -- Fusion von Sprint und T-Mobile dürfte wohl genehmigt werden -- BASF baut 2019 Stellen ab

BVB will offenbar Mats Hummels zurückholen. 420.000 VW-Kunden nehmen an Musterfeststellungsklage teil. Knorr-Bremse sucht neuen Chef extern. Boeing erhält Milliardenauftrag von US Air Force. Kurzfristiges Darlehen für TOM TAILOR. Bitcoin steigt wieder über 9.000 Dollar. Deutsche Bank plant angeblich milliardenschwere Bad Bank.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das verdienen Aufsichtsratschefs in DAX-Konzernen
Deutlich unter Vorstandsgehältern
Die Länder mit den größten Goldreserven 2019
Wer lagert das meiste Gold?
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie an einem Investment in die Cannabis-Branche interessiert?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
Scout24 AGA12DM8
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
Beyond MeatA2N7XQ
Allianz840400
BASFBASF11
Infineon AG623100
BMW AG519000
E.ON SEENAG99