finanzen.net
23.08.2019 13:38
Bewerten
(0)

IfW: EU sollte sich beim Brexit nun bewegen

BERLIN (Dow Jones)--Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat ein Einlenken der Europäischen Union (EU) im Streit um den Brexit gefordert. Die EU solle nicht riskieren, dass der Streit über den sogenannten Backstop für die Grenzregelung in Irland einen No-Deal-Brexit verursacht, der für alle Seiten große Schäden brächte. "Deshalb sollte Brüssel jetzt einen Kompromiss vorschlagen, der den Briten ein Kündigungsrecht für den Backstop einräumt", argumentierten IfW-Präsident Gabriel Felbermayr und IfW-Ökonom Ulrich Stolzenburg.

Damit würde die Klippe eines chaotischen "No-Deal-Brexit" für lange Zeit und womöglich dauerhaft umschifft. Für eine Übergangsphase könnte die EU einen Zollverein mit den Briten vereinbaren. Die EU solle sich jetzt auf die Briten zubewegen, um einen No-Deal-Brexit zu verhindern. Würde die EU dem Vereinigten Königreich ein einseitiges Kündigungsrecht für den Backstop mit einer Kündigungsfrist von zwei Jahren einräumen, könnte sie der Regierungsmehrheit im britischen Parlament eine Zustimmung zum Austrittsabkommen deutlich erleichtern, erklärte Stolzenburg. Damit wäre eine unerwünschte Zollgrenze in Irland mindestens bis zum Jahr 2023 ausgeschlossen.

"Würde die EU dem austretenden Staat gegenüber statt einer harten Haltung ein einigermaßen kooperatives Verhalten zeigen, würde das Vereinigte Königreich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals einseitig den Backstop aufkündigen", meinte Felbermayr. Für die Übergangsphase könne die EU die Bildung eines Zollvereins vorschlagen, der den Briten Mitspracherechte in der Handelspolitik gäbe - oder eine Vereinbarung nach dem Modell derjenigen mit Kanada oder der Ukraine, die eine weniger enge Anbindung an die EU bedeuten würde, aber sicher besser als ein "No-Deal" wäre.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

August 23, 2019 07:39 ET (11:39 GMT)

Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kräftig im Plus -- Gewinne an der Wall Street -- Brexit-Lösung in Sicht -- Aphria schlägt Erwartungen -- GS und JPMorgan mit Zahlen -- Wirecard, KlöcknerCo, Nordex im Fokus

Neues 'Pixel'-Smartphone von Google vorgestellt. Wells Fargo verzeichnet Gewinneinbruch. GEA will sich von GEA Bock trennen. USA sollen wohl Zölle streichen, damit China mehr Agrarprodukte kauft. Citigroup übertrifft Erwartungen Quartal deutlich. Johnson & Johnson erhöht Prognose. UnitedHealth erhöht Gewinnausblick. ZEW-Index geht im Oktober leicht zurück.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Berufen bekommt man das höchste Gehalt
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2019
Wer verdiente am meisten?
Die Performance der Rohstoffe in in Q3 2019.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die Performance der TecDAX-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
Amazon906866
Apple Inc.865985
Microsoft Corp.870747
Aurora Cannabis IncA12GS7
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
BayerBAY001
Infineon AG623100
Deutsche Telekom AG555750
TUITUAG00