finanzen.net
16.04.2012 17:06

Deutscher Aktienmarkt tendiert freundlich – US-Konjunkturdaten und Euro-Peripherie im Blickfeld

Folgen
Ein schwacher Ausklang der vergangenen Handelswoche...
Werbung
... mit entsprechend negativen Vorgaben aus Asien und den USA lassen den deutschen Aktienmarkt in der Verlustzone starten. Dax (minus 2,4 Prozent), Dow (minus 1,1 Prozent) und Nikkei (minus 1,7 Prozent) verließen den Freitaghandel hinter tiefroten Vorzeichen. Verantwortlich waren trübe Konjunkturdaten aus Übersee und die sich wieder zuspitzende Schuldenkrise in Europa. So erholt sich der US Arbeitsmarkt nicht so schnell wie erhofft. Zudem fielen die Zahlen zum US-Konsumklima enttäuschend aus. China wiederum weist für das erste Quartal ein Wirtschaftswachstum von „nur noch“ 8,1 Prozent und damit den schwächsten Wert seit 3 Jahren aus.

Diesseits des Atlantiks steht vor allem die Peripherie der Euro-Zone und im besonderen Spanien im Fokus. Letzteres sieht sich mit steigenden Risikoaufschlägen seiner Geldmarkttitel konfrontiert. In diesem Kontext steigt auch die Unsicherheit unter Marktteilnehmern zuehends: Die fünfjährigen spanischen Kreditausfallversicherungen (CDS) erklimmen ein neues Rekordhoch von 520 Basispunkten. Die fünfjährigen italienischen CDS klettern ebenfalls um 10 Basispunkte auf 438 Zähler. Nach den fulminanten Rücksetzern in der ersten Aprilhälfte wird jedoch das weitere Abwärtspotential – zumindest auf kurze Sicht –wieder geringer. Die technische Unterstützungsregion im Bereich von 6.600 Zählern gilt es vor diesem Hintergrund, auf Schlusskursbasis, zu halten. Hoffnungsvolle Zahlen kommen heute aus den Vereinigten Staaten: Die US-Einzelhändler verabschieden den März mit breiter Brust. Nach Auskunft des Handelsministerium in Washington stiegen die Umsätze mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent unerwartet stark gegenüber Februar. Der zeitgleich veröffentlichte, aber mehr als enttäuschend ausgefallene, US Empire State Index (April) kann die am späten Vormittag eingeleitete Erholungsbewegung zunächst nicht weiter negativ beeinflussen. Der Konsens lag bei 18,0, tatsächlich brach der Manufacturing Index aber von 20,2 auf 6,6 ein. Sein Tageshoch markiert der Dax bei 6.675 Zählern. Am späten Nachmittag gerät der deutsche Leitindex wieder unter Druck und muss einen guten Teil seines Tagesgewinns abgeben.

Aktuell notiert der Dax bei 6.623 Punkten 0,6 Prozent fester. Der Euro Stoxx gewinnt 0,5 Prozent auf derzeit 2.303 Zähler. Die Europäische Gemeinschaftswährung notiert bei 1,3065 US-Dollar weitestgehend unverändert. Der US-Leitindex DowJones liegt bei aktuell 12.912 Punkten 0,5 Prozent vorne. Die Goldunze verbilligt sich um 0,5 Prozent auf 1.650 US-Dollar.

Autor: Gregor Kuhn, Analyst IG Markets

Als Senior Manager leitet Gregor Kuhn bei IG Markets die Ressorts „Public Relations & Education“. Der Diplombetriebswirt zeichnet sich durch sein umfangreiches Fachwissen im Bereich aktives Trading börsennotierter Produkte aus. Herr Kuhn ist seit Jahren auf dem Finanzsektor tätig und vermittelt sein Know How im Rahmen von Fachpublikationen, Marktanalysen sowie Börsenseminaren.



Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt unter 12.500 Punkten -- US-Börsen geht höher ins Wochenende -- Bayer meldet Fortschritte bei Glyphosat-Vergleichen in USA -- Facebook & Apple, thyssenkrupp, BMW, adidas & PUMA im Fokus

Daimler will Berliner Werk trotz Sparkurses nicht schließen. Amazon-Aktie freundlich: Amazon verbessert Sprachassistentin Alexa. Uber startet E-Auto-Service mit dem e-Golf von Volkswagen. Boeing-Aktie erholt vom Tief seit Juni - Europa macht Hoffnung für 737. HENSOLDT-Aktien knicken nach Börsendebüt ein. Siemens Energy ist eigenständig. VIA schafft Sprung an New Yorker Börse. Moody's sieht Commerzbank-Rating in Gefahr.

Umfrage

Wie zufrieden sind Sie mit den staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
BioNTechA2PSR2
Apple Inc.865985
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NikolaA2P4A9
Amazon906866
BayerBAY001
Lufthansa AG823212
Deutsche Telekom AG555750
CureVacA2P71U
Allianz840400
Plug Power Inc.A1JA81
TUITUAG00