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Rally statt Krisenangst? Darum bleibt HSBC trotz Unsicherheit extrem optimistisch für Aktien

03.05.26 16:33 Uhr

Trotz Krisen-Modus: HSBC zeigt sich "turbo bullish" für Aktien - und nennt klare Favoriten an Wall Street und Co. | finanzen.net

Während viele Anleger wegen der geopolitischen Lage nervös werden, bleibt die HSBC überraschend bullish für den Aktienmarkt - vor allem im Technologie- und KI-Sektor.

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• HSBC bleibt trotz Krisen extrem optimistisch für Aktien
• Fokus liegt besonders auf Tech- und KI-Sektor
• Schwellenländer-Anleihen und High-Yield bleiben laut Experten gefragt

Trotz geopolitischer Spannungen und anhaltender Unsicherheiten an den Märkten bleibt die Großbank HSBC überraschend optimistisch für Aktien und andere Risikoanlagen. Laut einem Bericht von Investing.com vom 28. April sieht die Bank insbesondere in Technologieaktien, Schwellenländer-Anleihen und Hochzinsanleihen weiterhin attraktive Chancen für Anleger.

HSBC bleibt "turbo-bullish" für Aktien

Die HSBC bezeichne ihre Haltung gegenüber Risikoanlagen sogar als "turbo bullish", heißt es. Trotz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Sorgen um eine mögliche Eskalation gehen die Analysten laut Investing.com davon aus, dass die Auswirkungen auf die Finanzmärkte bislang nur begrenzt und kurzfristig waren.

Vor allem US-Aktien standen zuletzt zeitweise unter Druck. Doch laut HSBC könnten bereits erste Anzeichen einer Entspannung - etwa rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus - den globalen Börsen neuen Schwung verleihen.

KI-Boom und starke Quartalszahlen treiben die Märkte

Im Fokus der Anleger steht aktuell die laufende Berichtssaison in den USA. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Technologie und Künstliche Intelligenz dürften laut HSBC starke Ergebnisse präsentieren. Investoren hätten deshalb ihre Engagements in US-Aktien vor den Veröffentlichungen wichtiger Technologie-Gewinne erhöht.

Dabei hebt die Bank laut wallstreet-online insbesondere zwei Schwergewichte hervor: Alphabet und Amazon. Beide zählen laut HSBC zu den klaren Favoriten unter den "Magnificent Seven". Alphabet profitiere vor allem von der wachsenden Nachfrage nach KI-Anwendungen wie den Gemini-Modellen, während Amazon insbesondere über seine Cloud-Sparte AWS sowie eigene KI-Chipentwicklungen Rückenwind erhalte. Für beide Titel vergibt HSBC ein "Buy"-Rating und sieht deutliches Kurspotenzial.

Auch asiatische Aktienmärkte bleiben laut der Bank besonders attraktiv. Die Region profitiere ebenfalls vom KI-Boom und von positiven Wachstumsaussichten. Dagegen hätten viele Investoren ihre Engagements in europäischen Aktien reduziert. Als Grund nennt HSBC laut Investing.com die schwächere wirtschaftliche Dynamik in Europa.

Neben Aktien bleiben auch Schwellenländer-Anleihen gefragt, heißt es weiter. Unterstützung kommt dabei von einem schwächeren US-Dollar sowie geringeren Schwankungen bei US-Staatsanleihen. Hochzinsanleihen zählen laut HSBC ebenfalls weiterhin zu den bevorzugten Anlageklassen.

Chancen und Risiken für Anleger: Vorsicht vor einer Rallypause

Trotz des optimistischen Grundtons warnt die HSBC jedoch vor möglichen kurzfristigen Rückschlägen. Laut Investing.com sehen die Analysten Anzeichen dafür, dass die jüngste Börsenrally vorerst an Dynamik verlieren könnte. Marktindikatoren zur Anlegerpositionierung hätten sich zuletzt abgeschwächt.

Sollten bis Mitte Mai keine weiteren positiven Wirtschafts- oder Unternehmensdaten folgen, könnten die Risiken wieder steigen. Besonders mögliche Energieengpässe in Europa und Asien gelten laut HSBC als Unsicherheitsfaktor.

Bei Anleihen bevorzugen Investoren derzeit europäische Staatsanleihen gegenüber US-Treasuries. Gleichzeitig könnten starke US-Konjunkturdaten - insbesondere vom Arbeitsmarkt - die Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen der US-Notenbank erneut verändern.

Trotz aller Krisenherde zeigt sich die HSBC damit deutlich optimistischer als viele andere Marktbeobachter - insbesondere für Aktien aus dem Technologie-Sektor und ausgewählte Risikoanlagen. Da die Analysten aber gleichzeitig zur Vorsicht mahnen, bleibt für Anleger Diversifikation und ein wacher Blick auf makroökonomische Daten entscheidend.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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