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28.12.2018 15:37
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Inflation vor Jahreswechsel auf dem Rückmarsch - Ölpreis dämpft

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Berlin (Reuters) - Der bröckelnde Ölpreis hat die Inflation in Deutschland vor dem Jahreswechsel deutlich gedämpft.

Im Schnitt lagen die Verbraucherpreise im Dezember um 1,7 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dies ist der niedrigste Anstieg seit April. Im November lag der Zuwachs noch bei 2,3 Prozent. Die Verbraucher mussten insbesondere beim Tanken und Heizen nicht mehr so tief in die Tasche greifen: Energie kostete im Dezember 4,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im November hatte der Zuwachs noch bei 9,3 Prozent gelegen. "Die Kraftstoffpreise sinken deutlich", so der ADAC.

Er verweist darauf, dass trotz des Beschlusses des Ölkartells OPEC, die Fördermengen zu reduzieren, die Kurse nur vorübergehend angestiegen seien. Ein Barrel der Sorte Brent hat sich demnach am Weltmarkt seit Anfang Oktober um mehr als 25 Prozent verbilligt: "Zudem kommen die mittlerweile wieder gestiegenen Pegelstände an Rhein, Main und Mosel der Versorgung Süddeutschlands zugute."

Nahrungsmittel verteuerten sich im Dezember um 1,0 Prozent. Dienstleistungen kosteten 1,5 Prozent mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt für die Euro-Zone eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an, die sie als ideal für die Konjunktur erachtet. Im Gesamtjahr 2018 blieb der Preisanstieg in Deutschland laut Destatis mit 1,9 Prozent leicht darunter.

Die Dezember-Inflationsdaten für die Euro-Zone werden am 4. Januar veröffentlicht. Ökonom Fabio Fois von Barclays erwartet, dass auch im Euro-Währungsraum der Preisauftrieb nachlässt und die Teuerungsrate auf 1,7 Prozent fallen wird. Die Inflation in der Euro-Zone war im November mit 1,9 Prozent erstmals seit einem halben Jahr wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen.

Die EZB-Ökonomen erwarten für 2019 eine Teuerungsrate von nur noch 1,6 Prozent. Um die Gefahr einer Deflation - auf breiter Front fallende Preise - zu bannen, hatten die Währungshüter ein billionenschweres Kaufprogramm für Anleihen aufgelegt. Dieses läuft zum Jahresende aus. Fällig werdende Wertpapiere werden aber vorerst ersetzt. EZB-Chef Mario Draghi verwies auf zahlreiche Risiken für die Konjunktur - etwa den Handelsstreit oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Daher sollen die Zinsen vorerst auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent bleiben.

Für die Sparer hierzulande bedeutet dies laut Allianz-Ökonom Arne Holzhausen nichts Gutes: "Allein in diesem Jahr haben die Sparer mit Bankeinlagen und Bargeld rund 45 Milliarden Euro an Kaufkraftverlusten erlitten." Bei diesem Tempo werde sich der Wert der Einlagen in den nächsten 30 Jahren nahezu halbieren.

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