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13.06.2019 12:10
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ING: Zinssenkung und QE wären für EZB erste Wahl

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) würde für eine neue geldpolitische Lockerung nach Einschätzung von ING auf die zuletzt bewährten Instrumente zurückgreifen. ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski weist in einem Kommentar aber auch auf die zumindest hypothetische Möglichkeit hin, dass die EZB beim nächsten Mal andere Finanzinstrumente als Anleihen kauft.

1. Zinssenkung

"So lange die EZB glaubt, dass negative Zinsen die Wirtschaft stimulieren und nicht die Profitabilität der Banken beeinträchtigen, ist eine Zinssenkung wahrscheinlich die naheliegende Option - auch ohne einen abgestuften Zins", meint Brzeski. Mit einer Abstufung würde die EZB vom "Bankkreditkanal" auf den "Wechselkurskanal" wechseln, womit die Eurozone als Wechselkursmanipulator auf den Radar der US-Behörden zurückkehren könnte, gibt Brzeski zu bedenken.

2. Neustart QE

EZB-Präsident Mario Draghi hat in seiner jüngsten Pressekonferenz gesagt, dass die EZB "Spielraum" für neue Nettokäufe habe. Brzeski sieht in dieser Hinsicht mehrere Möglichkeiten: Die EZB hebt das Emittentenlimit für Anleihen supranationaler Organisationen auf 100 (derzeit: 50) Prozent an, oder sie fährt ihr Programm zum Ankauf von Unternehmensanleihen hoch. Mehr Staatsanleihekäufe werden laut Brzeski kaum möglich sein, weil der Europäische Gerichtshof seine Zustimmung zum Staatsanleihekaufprogramm an die Einhaltung eines Emittentenlimits von 33 Prozent gebunden habe.

3. Aktienkäufe

Brzeski hält das für eine eher hypothetische Option, sagt aber auch: "Wenn die EZB wirklich einen Unterschied machen wollte, wären ein Kauf von Aktien oder der japanische Weg die ultimative Antwort." Laut Brzeski könnte die EZB erwägen, ihre Käufe an bestimmten Kriterien zu orientieren, zum Beispiel "grüne" Technologien oder Ratings.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

(END) Dow Jones Newswires

June 13, 2019 06:11 ET (10:11 GMT)

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