IAG Aktie im Minus: Steigende Kerosinpreise belasten British-Airways-Mutter massiv

Der extreme Anstieg der Kerosinpreise durch den Iran-Krieg durchkreuzt die Gewinnpläne der British-Airways-Mutter IAG.
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Die Treibstoffrechnung werde in diesem Jahr mit neun Milliarden Euro etwa zwei Milliarden höher ausfallen als zunächst gedacht, teilte die International Airlines Group (International Consolidated Airlines) (IAG) mit ihren Quartalszahlen am Freitag mit. Entsprechend werde der Gewinn 2026 niedriger ausfallen als zu Jahresbeginn erwartet. Die IAG-Aktie büßt nach den Neuigkeiten in London zeitweise um 1,70 Prozent auf 4,50 GBP ein.
Zuvor hatten schon die anderen beiden großen europäischen Airline-Gruppen Lufthansa und AIR France-KLM von einem milliardenschweren Anstieg der Treibstoffkosten berichtet. Die Lufthansa bekräftigte am Mittwoch jedoch ihr Ziel, ihren Gewinn im Tagesgeschäft in diesem Jahr zu steigern. Dazu sollen höhere Ticketpreise, eine höhere Auslastung der Flugzeuge und weitere Einsparungen beitragen.
IAG-Chef Luis Gallego streicht nun ähnlich wie die Konkurrenz seine Wachstumspläne für das laufende Jahr zusammen. Das Flugangebot werde weniger stark wachsen als die anfänglich geplanten drei Prozent. Für das zweite Quartal plant er einen Ausbau um ein Prozent und im dritten Quartal um zwei Prozent.
Im ersten Quartal schlug sich der Anstieg der Kerosinpreise auch bei IAG noch nicht in den Geschäftszahlen nieder. Die konzerneigenen Gesellschaften British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level beförderten insgesamt rund 26,4 Millionen Fluggäste und damit knapp ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um rund zwei Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Der Überschuss wuchs um mehr als 70 Prozent auf 301 Millionen Euro.
Bernstein belässt IAG auf 'Outperform' - Ziel 470 Pence
Das US-Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für International Airlines Group (IAG) auf "Outperform" mit einem Kursziel von 470 Pence belassen. Die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia habe im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, schrieb Alex Irving in einer am Freitag vorliegenden Studie. In den Begleitaussagen klinge die Gruppe aber vorsichtiger als die Wettbewerber, was die Perspektiven im zweiten Halbjahr betreffe.
LONDON / NEW YORK (dpa-AFX)
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