K+S: Darauf kommt es jetzt an

27.04.26 13:03 Uhr

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K+S: Darauf kommt es jetzt an | finanzen.net

Die Aktie von K+S wird derzeit stark von der Nachrichtenlage am Golf beeinflusst. Anleger sollten sich jedoch bereits auf die Zeit nach einem möglichen Friedensschluss einstellen.

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Die Zahlen des norwegischen Düngemittelherstellers Yara International galten bislang als verlässlicher Gradmesser für die Zwischenberichte von K+S – und könnten diese Rolle auch künftig wieder einnehmen. Für das aktuelle erste Quartal haben die Kasseler den Spieß jedoch umgedreht: Noch vor der Veröffentlichung der Q1-Zahlen der Norweger meldete der heimische Düngemittelproduzent seinerseits vorläufige Zahlen für das Startquartal 2026.

Mehr verdient

Die vorläufigen Q1-Zahlen kamen nicht ohne Grund: K+S hat im ersten Quartal 2026 ein EBITDA von rund 280 Mio. Euro erzielt. Damit lag das Ergebnis deutlich über den Konsensschätzungen der Analysten von 225 Mio. Euro und veranlasst das Management nun zu einem optimistischeren Ausblick für das Gesamtjahr. Das EBITDA soll 2026 auf 630 bis 730 Mio. Euro steigen (zuvor: 600 bis 700 Mio. Euro). Zur Umsatzentwicklung äußerte sich das Unternehmen hingegen nicht.

Zielanhebung zu gering?

Auf den ersten Blick wirkt die Prognoseanhebung eher moderat, denn aktuell profitiert K+S von der Blockade der Meerenge von Hormus. Auf die höhere Nachfrage im Agrarsegment treffen im ersten Quartal gestiegene Preise. Das muss jedoch nicht von Dauer sein: Sollte die Krise am Golf anhalten, könnte es zu einer tatsächlichen Verknappung kommen. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass aufgrund weiter steigender Preise der Einsatz von Kali in der Landwirtschaft eingeschränkt wird.

Fazit

Jede Medaille hat zwei Seiten, und jede Krise kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. Noch zählt K+S zu den Profiteuren der aktuellen Lage, doch bei einer nachlassenden Nachfrage aus der Landwirtschaft könnte sich dieser Vorteil schnell ins Gegenteil verkehren. Fest steht jedoch, dass K+S im ersten Quartal besser als erwartet verdient hat. Zudem dürften die Preise für Düngemittel auch nach einem Ende der Blockade der Straße von Hormus nicht sofort auf das Vorkrisenniveau zurückfallen. Damit erscheint das Unternehmen zumindest für die erste Jahreshälfte gut abgesichert. Wann ein möglicher Kipppunkt erreicht wird, könnte sich aus den Aussagen zum ersten Quartal ableiten lassen. Die finalen Zahlen werden am 11. Mai veröffentlicht. Aus technischer Sicht deutet sich derzeit an, dass die Aktie in den seit Dezember 2025 bestehenden Aufwärtstrend zurückfinden könnte – geschafft ist dies allerdings noch nicht.

Eine überraschende Nachricht gab es am Wochenende auch von clearvise, wobei der Markt noch unschlüssig scheint, wie sie zu bewerten ist: zum Artikel

Ganz anders war zuletzt hingegen die Kursentwicklung der NAGA Group, deren Aktie in den letzten drei Monaten trotz eines zwischenzeitlich starken Rückgangs in Summe um über 50 Prozent zugelegt hat. Gute Zahlen und ein überzeugender Ausblick zeigen ihre Wirkung: zum Artikel

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Erstellung am 27.04.26 um 11:08 Uhr.

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