K+S: Wieso Anleger aufpassen müssen

15.05.26 08:40 Uhr

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K+S hat im Startquartal 2026 beim Umsatz deutlich zugelegt. Doch es gibt einen größeren Schönheitsfehler. 

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Auf den ersten Blick wissen die Zahlen von K+S im ersten Quartal 2026 durchaus zu gefallen. Während der Umsatz um fast 10 Prozent auf 1.061 Mio. Euro kletterte, legte das EBITDA noch deutlicher auf 279 Mio. Euro (Q1 2025: 201 Mio. Euro) zu. Bereits im Vorfeld der Zahlenbekanntgabe hatte das Unternehmen das EBITDA-Ziel auf 630 bis 730 Mio. Euro (zuvor: 600 bis 700 Mio. Euro) angehoben.

Brutto contra netto

So weit, so gut. Beim Blick auf das Ergebnis unter dem Strich zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Denn das Nettoergebnis rutschte mit 156,9 Mio. Euro (Q1 2025: plus 85,5 Mio. Euro) ins Minus! Grund hierfür ist nach Unternehmensangaben die Einheit Kali- und Magnesiumprodukte, bei der es durch einen leicht gestiegenen Kapitalkostensatz zu einem Wertminderungsbedarf von 290 Mio. Euro gekommen war.

Déjà vue für die Aktionäre

Ebendiese Einheit war bereits im Vorjahr negativ aufgefallen und sorgte saldiert für eine Wertberichtigung von rund 1,5 Mrd. Euro. Wenngleich das Unternehmen betonte, dass sich die Abschreibung nicht auf die Liquidität auswirkt, so sorgte diese doch für spürbare Nachwehen beim Eigenkapital. Per 31.12.2025 reduzierte sich dieses nämlich auf 4,9 Mrd. Euro (31.12.2024: 6,2 Mrd. Euro). Im ersten Quartal 2026 sind schon wieder 150 Mio. Euro flöten gegangen.

Fazit

Durch die positive Preisentwicklung im Kundensegment Landwirtschaft, die möglicherweise eine Folge des Kriegs am Golf war, wurde im April die EBITDA-Prognose angehoben. Dass aber gleichzeitig wieder ein Minus auf Nettobasis eingefahren wird und sich das Eigenkapital nochmals reduziert, haben Anleger dann erst im Quartalsbericht erfahren. Technisch ist das Papier angeschlagen, besitzt bei rund 14,50 Euro jedoch eine Unterstützung. Wenngleich die Aktie von steigenden Düngemittelpreisen profitiert, sollten Anleger unter fundamentalen Gesichtspunkten zunächst besser an der Seitenlinie die weitere Entwicklung abwarten.

Deutlich erfreulicher sieht es hingegen bei Gesco aus. Hier ist der Umsatz im ersten Quartal zwar noch leicht zurückgegangen, doch mit dem Auftragseingang und der Ergebnisentwicklung ist das Unternehmen voll auf Kurs: zum Artikel

Überzeugend ist auch die JDC Group in das Jahr 2026 gestartet, womit die ehrgeizigen Ziele für das Geschäftsjahr untermauert wurden: zum Artikel

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Erstellung am 13.5.26 um 16:16 Uhr.

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