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09.09.2019 12:31
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Karliczek fordert 1 Milliarde Euro mehr für Klimaforschung

Von Petra Sorge

BERLIN (Dow Jones)--Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat einen CO2-Preis in Aussicht gestellt und eine milliardenschwere Aufstockung klimabezogener Forschungsförderung gefordert. Das Klimakabinett der Bundesregierung werde am 20. September einen CO2-Preis beschließen. "Das ist sicher", sagte Karliczek in Berlin. Der CO2-Preis werde ein Innovationsmotor und klimaschonende Technologien rentabler machen. Mit einer Ausweitung der Innovationsforschung wolle sie dafür sorgen, "dass wir Klima und den Erhalt des Wohlstandes zusammenbringen", sagte die CDU-Politikerin. Dafür forderte sie 1,1 Milliarden Euro mehr.

"Wir haben 2,4 Milliarden bis 2023 veranschlagt", sagte Karliczek. 1,3 Milliarden Euro davon habe ihr Haus bereits zugesichert bekommen. "Bis 2024 sollten wir bei circa 3 Milliarden Euro landen", sagte die Forschungsministerin. "Die notwendigen Mittel müssen aus dem Klimafonds und auch den kommenden Haushalten stammen." Dies sei sehr gut investiertes Geld. Mit Innovationen könne Deutschland nicht nur die Klimaziele erreichen, auch die Wirtschaft könne profitieren. "Ich will, dass Klimaschutz Made in Germany unser neues Markenzeichen wird."

Konkret will Karliczek etwa die Erforschung von grünem Wasserstoff als Speicher- oder Antriebstechnologie ankurbeln. Dafür forderte sie mehrere 100 Millionen Euro zusätzlich aus dem Klimafonds. Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien umgewandelt werde, werde "der zentrale Energieträger der Zukunft". Auch müsse die industrielle Prozessemissionsforschung verstärkt werden.

Neben Eisen und Stahl müssten auch Stoffe wie Zement, Kalk und Nicht-Eisenmetalle in die Forschung einbezogen werden. Dafür will Karliczek weitere 90 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Beim Thema "Green IT" reklamiert ihr Ministerium 240 Millionen Euro. Hier soll erforscht werden, wie sich der CO2-Verbrauch digitaler Technologien verringern lässt. Vernetzte Geräte machen französischen Forschern zufolge bereits 3 Prozent des globalen Energiebedarfs aus.

Beraten wurde die Ministerin unter anderem vom Direktor des Klimaforschungsinstituts MCC, Ottmar Edenhofer, der auch den Sachverständigenrat der Bundesregierung konsultiert. Edenhofer forderte einen "technischen Fortschritt, der dazu führt, dass die absoluten Emissionen sinken". Dies könne nur gelingen, wenn Innovationen mit einem CO2-Preismodell verbunden und verknüpft würden, so der Ökonom.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/apo

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2019 06:31 ET (10:31 GMT)

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