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16.08.2022 17:52

Kenias Oppositionsführer erkennt Wahlergebnis nicht an

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- von George Obulutsa

Nairobi (Reuters) - Der kenianische Oppositionsführer Raila Odinga erkennt das Ergebnis der Präsidentenwahl nicht an, mit dem Vizepräsident William Ruto zum Sieger erklärt wurde.

Das Ergebnis sei "null und nichtig", sagte der 77-Jährige am Dienstag in einer ersten Stellungnahme nach der Bekanntgabe des Wahlausgangs. Er kündigte an, gegen das Ergebnis vor Gericht zu ziehen. "Was wir gestern gesehen haben, war ein Farce". Der Vorsitzende der Wahlkommission, Walufa Chebukati, hatte den 55-jährigen Ruto mit einem äußerst knappen Ergebnis zum Sieger erklärt. Nur Minuten zuvor hatte sich seine Stellvertreterin Juliana Cherera von den Ergebnissen distanziert.

Cherera und drei weitere Vertreter der siebenköpfigen Wahlkommission bekräftigten am Dienstag ihre abweichende Haltung. Cherera erklärte, die Ergebnisse seien falsch zusammengerechnet worden. Die Pressekonferenz der vier Wahlkommissare wurde von Odinga aus seinem Stützpunkt übertragen, bevor er dort selbst das Wort ergriff. Der Oppositionsführer, der bei den jüngsten Wahlen bereits den fünften Anlauf für das Präsidentenamt nahm, erklärte, Kenias Demokratie stehe vor einer langen juristischen Krise. Zugleich rief er seine Anhänger zu Zurückhaltung auf.

Die jüngste Entwicklung schürte Befürchtungen, Kenia könne auf gewaltsame Auseinandersetzungen wie nach früheren Wahlen zusteuern. Laut dem Vorsitzenden der Wahlkommission Chebukati stimmten für Ruto 50,49 Prozent, auf Odinga entfielen 48,5 Prozent. Odinga pocht darauf, dass ihm der Wahlsieg bei den vergangenen drei Präsidentenwahlen gestohlen wurde.

(Bericht von George Obulutsa, geschrieben von Zuzanna Szymanska, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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