KI-Bedenken

Aktien von Oracle, Adobe, Salesforce & Co.: Software-Titel im freien Fall - Marktängste kehren zurück

23.04.26 22:08 Uhr

NYSE-Aktien Oracle, Salesforce & Co. sacken ab - Marktängste dominieren den Software-Sektor | finanzen.net

Aktien aus dem US-Softwaresektor haben am Donnerstag in teils heftigem Ausmaß unter alten und neuen Sorgen gelitten.

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Zu den schön länger spürbaren Bedenken rund um die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Geschäftsmodelle gesellten sich nun noch neue Befürchtungen hinsichtlich einer bremsenden Wirkung des Iran-Krieges.

Die Titel von ServiceNow prägten das schlechte Bild mit einem Kurseinbruch um 17 Prozent, nachdem das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen sowie Begleitaussagen enttäuscht und dabei wegen des Nahost-Konflikts von einem verlangsamten Umsatzwachstum berichtet hatte. Einige größere Aufträge in der Region würden von dem Krieg verzögert, hieß es.

Die Sorgen mischten sich mit den KI-Bedenken, die viele Sektorwerte in den vergangenen Monaten schon belastet hatten. Ein Erholungsversuch, der bislang im April stattgefunden hatte, erlitt auch bei anderen Branchenwerten einen deutlichen Rückschlag. Die Aktien von Microsoft sackten um letztlich noch relativ milde um 3,97 Prozent ab auf 415,75 US-Dollar. Oracle verlor derweil 5,98 Prozent auf 176,28 US-Dollar, Adobe notierte 6,63 Prozent im Minus bei 238,98 US-Dollar, Salesforce schwächte sich um 8,74 Prozent ab auf 173,21 US-Dollar und Workday verlor 9,42 Prozent auf 114,67 US-Dollar.

Mark Murphy von der US-Bank JPMorgan sah zwar kein großes Thema im ersten Quartal und dem Jahresausblick von ServiceNow, aber in den Zielen für das zweite Jahresviertel. Die Enttäuschung über diese müsse vor dem Hintergrund der jüngsten Erholung gesehen werden, hieß es von dem Analysten. Etwa ein Viertel hatten die ServiceNow-Titel seit Ende März wieder an Boden gut gemacht - allerdings auch ausgehend von ihrem tiefsten Stand seit drei Jahren, der davor erreicht worden war.

Das Wachstum der sogenannten währungsbereinigten verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) aus eigener Kraft werde im zweiten Quartal auf lediglich rund 17,3 Prozent prognostiziert, fuhr Murphy fort. Es erscheine damit unwahrscheinlich, dass der 20-Prozent-Bereich erreicht werde, den der Experte als psychologisch wichtige Wachstumsschwelle bezeichnete. Eine gewisse Verlangsamung sei zwar eingepreist. "Doch die Anleger sind aufgrund der disruptiven KI-Prozesse nervös, die Volatilität bleibt also hoch", so der Experte.

Brad Zelnick von der Deutschen Bank hatte im Vorfeld des Quartalsberichtes schon gesagt, dass es dem Management von ServiceNow schwerfallen dürfte, die Bedenken hinsichtlich der mittelfristigen KI-bedingten Umwälzungen auszuräumen. Für das erste Quartal vermeldete das Unternehmen nun einen Anstieg der Abonnementumsätze um 22 Prozent, ergänzte aber, ohne den Nahost-Effekt wäre diese Rate um einen Prozentpunkt höher gewesen.

Führende Softwareunternehmen wie ServiceNow sehen sich schon länger mit Skepsis konfrontiert, ob sie im Zeitalter von KI erfolgreich bleiben. 2026 ziehen sich hohe Jahresverluste durch die ganze Branche. Microsoft steht in diesem Jahr mit einem Rückschlag um 13 Prozent noch relativ gut da, doch bei Adobe und Salesforce beträgt das Jahresminus aktuell wieder etwa ein Drittel. ServiceNow und Workday haben jetzt sogar deutlich mehr als 40 Prozent verloren.

In Deutschland verstärkten auch die SAP-Aktien mit den Nachrichten aus den USA ihre Talfahrt. Sie waren schon am Morgen in Frankfurt belastet von Skepsis der Anleger vor dem Quartalsbericht, der nach dem New Yorker Börsenschluss erwartet wird, schwach gestartet. Letztlich notierten sie via XETRA 6,09 Prozent im Minus bei 140,70 Euro.

/tih/la/he

NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX)

In eigener Sache

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Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com

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