Tesla-Aktie schwächelt: Warum Top-Analyst Dan Ives trotzdem zum Einstieg rät

Für Tesla-Anleger waren die letzten Monate eine schwierige Zeit. Doch der prominente Analyst Daniel Ives bleibt trotzdem optimistisch.
Werte in diesem Artikel
• Teslas Auslieferungszahlen enttäuschen
• Deutliche Kursverluste des E-Auto-Herstellers
• Wedbush-Analyst Dan Ives bleibt dennoch enthusiastisch
Anfang April enttäuschte Tesla seine Anleger einmal mehr: Zwar vermeldete der E-Auto-Pionier für das ersten Quartal 2026 einen Anstieg der weltweiten Auslieferungen im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge. Jedoch lag das unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von rund 370.000 Auslieferungen ausgegangen waren. Damit wurden die Markterwartungen nun schon zum zweiten Mal in Folge verfehlt.
Dies blieb nicht ohne Folgen für den Aktienkurs: So hat die Tesla-Aktie auf Monatssicht schon rund 8,9 Prozent an Wert eingebüßt. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus sogar auf rund 11 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 17.04.2026).
Dan Ives hebt den Daumen
Trotzdem bleibt Daniel Ives von Wedbush laut "TipRanks" weiterhin optimistisch. Der bekannte, langjährige Tesla-Bulle bekräftigte seine Kaufempfehlung und sein beachtliches Kursziel von 600 US-Dollar. Zum Vergleich: Die Tesla-Aktie schloss zuletzt bei 400,62 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 17.04.2026). Bei seiner Einschätzung stützt sich Ives insbesondere auf das KI-Potenzials des Elektroauto-Vorreiters.
Zwar bezeichnete auch Ives die Quartalsauslieferungen als "enttäuschend", trotzdem blieb er angesichts Teslas Vorstoß im Bereich KI zuversichtlich. Er sieht Tesla auf dem Weg zu einem KI-Giganten, der sich auf humanoide Roboter und autonomes Fahren konzentriert. Seiner Meinung nach werden Full Self-Driving (FSD) und Robotaxis die zukünftige Bewertung nach oben treiben, obwohl er einräumt, dass behördliche Genehmigungen und Leistungsmeilensteine weiterhin ein Hemmnis für Teslas FSD-Ambitionen darstellen.
Der von Elon Musk geführte US-Konzern plant, rund 20 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur, die Produktion von Robotaxis, Optimus-Roboter und Batteriekapazitäten zu investieren. Ives sieht darin ein wichtiges, positives Signal für Teslas langfristige Dominanz im KI-Bereich und die nächste Wachstumsphase.
Das sagen andere Analysten
Diesen Optimismus teilen aber nicht alle. Von insgesamt 30 bei "TipRanks" erfassten Analysten bewerten nur 13 die Tesla-Aktie mit einem Buy-Rating. Dazu gesellen sich 11 Hold und 6 Verkaufen-Empfehlungen (Stand: 17.04.2026). Insgesamt fällt das Urteil also eher durchwachsen aus.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Kevork Djansezian/Getty Images, JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images
