Redcare Pharmacy-Aktie dreht ins Minus: Unternehmen steigert operativen Gewinn und bestätigt Ausblick

Redcare Pharmacy hat im ersten Quartal nach einem kräftigen Umsatzwachstum auch einen überproportionalen Anstieg des operativen Gewinns gemeldet.
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Die im MDAX notierte Online-Apotheke bestätigte ihren Ausblick für das Gesamtjahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 58 Prozent auf 14,4 Millionen Euro zu von 9,1 Millionen im Vorjahr. Die EBITDA-Marge rückte auf 1,7 Prozent von 1,3 Prozent vor. Analysten hatten im Konsens mit 2,0 Prozent gerechnet.
Das Unternehmen hatte bereits vor knapp einem Monat ein Umsatzwachstum von 18 Prozent für das erste Quartal auf 848 Millionen Euro gemeldet. Nach den endgültigen Zahlen landete der Umsatz bei 849,5 Millionen Euro. Treiber war der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx), der um 35 Prozent auf 315 Millionen Euro zulegte.
Für 2026 nimmt sich das Unternehmen weiterhin ein Wachstum des Konzernumsatzes von 13 bis 15 Prozent vorgenommen. Der Non-Rx-Umsatz soll um 8 bis 10 Prozent steigen. Redcare peilt eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent an nach 2,0 Prozent im Vorjahr.
Redcare erholt - Oddo BHF: Profitabilität bleibt Achillesferse
Die Aktien von Redcare sind am Mittwoch nach endgültigen Quartalszahlen via XETRA kurzzeitig um 4,5 Prozent gestiegen. Am Nachmittag drehten sie dann ins Minus und notierten zuletzt 5,76 Prozent tiefer bei 45,80 Euro.
Die Resultate hätten die vorab veröffentlichten Eckdaten bestätigt, schrieben die Experten von Oddo BHF. Das bereinigte operative Ergebnis sei zwar gegenüber dem Vorjahr zweistellig geklettert, die Erwartungen habe man aber gleichwohl verfehlt. Der operative Hebel habe weniger durchgeschlagen als erhofft. Die Profitabilität bleibe die Achillesferse der Anlagestory.
Redcare hatten im März mit nur noch gut 30 Euro so wenig gekostet wie seit dem Jahr 2019 nicht mehr. Seither erholten sie sich zwar um 68 Prozent, liegen 2026 aber noch über ein Fünftel im Minus. Die Aktien des Konkurrenten DocMorris liegen derweil auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2025.
Beide waren seit der Corona-Zeit massiv eingebrochen, zuletzt insbesondere wegen der zähen Einführung des E-Rezepts in Deutschland. Redcare hatten im Februar 2021 noch 249 Euro gekostet, DocMorris 514 Franken. Anschließend wurden die Kursgewinne bis zum März dieses Jahres pulverisiert. Der Tiefpunkt von DocMorris lag sogar unter 4 Franken.
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Bildquellen: Redcare Pharmacy