Neu: Nutzen Sie neue Funktionen auf finanzen.net als Erstes - hier informieren!
16.11.2013 10:00

Krone, Zloty und Forint: Der Abwertungswettlauf tritt in eine neue Runde!

Folgen
Werbung
EMFIS.COM - Die großen Notenbanken führen offenbar einen Wettstreit darüber, wer die expansivste Geldpolitik betreibt (Bank of Japan und Bank of England mischen ebenfalls mit). Und gewollt oder nicht, das führt zu einem Abwertungswettlauf, der auch kleinere Währungen ergreift. Begonnen hat das Spiel nach der Finanzkrise 2008 und nachdem es Anfang 2013 noch danach aussah, als würden die Notenbanken langsam aus der extrem expansiven Geldpolitik aussteigen, ist der Wettlauf durch die Zinssenkung der EZB in eine neue Runde eingetreten.


Ungarn und Polen kommen unter Handlungsdruck

Eine Folge davon: Im Bemühen nicht auf der Strecke zu bleiben und Aufwertungsdruck auf die eigene Währung zu vermeiden, schiebt so manche Notenbank aus den Schwellenländern eigentlich notwendige Zinsanhebungen hinaus. Anders in den wirtschaftlich eng mit der Eurozone verflochtenen Ländern Osteuropas: Hier machen sich ebenfalls deflationäre Tendenzen bemerkbar. Die tschechische Notenbank hat dies dazu veranlasst, am Devisenmarkt zu intervenieren, die Krone zu schwächen und auf diese Weise die Wirtschaft zu stimulieren. Das hatte mit 4,4 Prozent den stärksten Kursrutsch in der Geschichte der Krone zur Folge. Aber auch in Polen und Ungarn liegt die Inflationsrate inzwischen deutlich unter der Zielgröße der jeweiligen Notenbank. Gut möglich, dass beide Länder, inspiriert durch die EZB, die Geldpolitik stärker lockern, als derzeit noch erwartet. Ungarn befindet sich sowieso mitten in einem Zinssenkungszyklus und auch Polens Notenbanker könnten ihren Standpunkt ändern: Bislang erteilen sie weiteren Zinssenkungen noch eine Absage.


Fazit

Tschechien hat sich durch die Abwertung einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Bei seinen Nachbarn sorgt das nicht gerade für Freude, Polen und Ungarn könnten daher nachziehen. Wahrscheinlich aber nicht mit direkten Interventionen am Devisenmarkt, sondern mit weiteren Zinssenkungen, Spielraum dafür besteht noch. Für Zloty und Forint bedeutet das tendenziell Abwertungsdruck.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

Ihre
Devisen-Trader Redaktion

http://www.devisen-trader.de

Der Devisen-Trader ist Deutschlands großer Devisen-Börsenbrief und liefert konkrete Empfehlungen für Optionsscheine, Hebelzertifikate und Forex-Trades.
Jetzt TESTEN: http://www.devisen-trader.de/abo.html
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: DAX geht etwas fester ins Wochenende -- US-Börsen schließen stark-- Siemens nimmt Milliarden-Abschreibung auf Siemens Energy vor -- Commerzbank, TUI, JENOPTIK, BMW im Fokus

BMW: Empfindlicher Dämpfer bei US-Verkäufen. USA bestellt erneut Affenpocken-Impfstoff bei Bavarian Nordic. Porsche setzt in den USA im zweiten Quartal mehr Autos ab. Salmonellen-Schokolade von Barry Callebaut ist nicht in Läden gelangt. BASF und MAN wollen gemeinsam riesige Wärmepumpe in Ludwigshafen bauen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

mehr Top Rankings

Umfrage

Goldpreis im Fokus der Anleger: Sind Sie in Gold investiert?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln