20.04.2017 20:13
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Schäuble fordert Ende der ultralockeren Geldpolitik

Kurswende gefordert: Schäuble fordert Ende der ultralockeren Geldpolitik | Nachricht | finanzen.net
Kurswende gefordert
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat in deutlichen Worten eine Kurswende der Zentralbanken in Europa und andernorts gefordert.
"Die ultralockere Geldpolitik, die es in vielen Regionen gibt, ist nicht hilfreich", sagte Schäuble am Donnerstag in Washington. Vielmehr schüre sie Risiken wie Vermögenspreisblasen. Er forderte ein Umsteuern, sonst drohe Gefahr durch die ultralockere Geldpolitik. "Sie könnte dann in der Tat eher das Risiko einer neuen Krise erhöhen als es vermindern", warnte Schäuble. Die US-Notenbank (Fed) habe die Wende bereits eingeleitet. "Es wäre keine schlechte Idee, wenn die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken dem folgten", sagte der Minister. Es sei gut, dass dies nun diskutiert werde.

Der Minister verteidigte zudem den hohen Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz. Dies sei letztlich das Ergebnis der Qualität und Attraktivität deutscher Produkte - "und nicht politischer oder währungsmäßiger Manipulationen". Der Überschuss im Handel mit den USA sinke bereits und werde in den nächsten Jahren weiter zurückgehen. Einen Beitrag zu den Ungleichgewichten habe auch die Entwicklung des Euro-Kurses geleistet, denn ein unterbewerteter Euro helfe grundsätzlich den deutschen Exporteuren. "Es ist nicht die deutsche Regierung, die die Geldpolitik in der Eurozone betreibt, es ist die Europäische Zentralbank", betonte Schäuble.

Washington (Reuters) -

Bildquellen: Chesnot/Getty Images, Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images, EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images
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