17.09.2021 18:39

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In China (Mondfest), Japan (Tag der Ehrung der Alten) und Südkorea (Erntedankfest) bleiben die Börsen wegen Feiertagen geschlossen.

DIENSTAG: In China (Mondfest) und Südkorea (Erntedankfest) findet feiertagsbedingt kein Handel statt.

MITTWOCH: In Hongkong (Tag nach dem Mittherbstfest) und Südkorea (Erntedankfest) wird wegen Feiertagen nicht gehandelt.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.36 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

EuroStoxx50 4.130,84 -0,94% +16,28%

Stoxx50 3.521,62 -0,87% +13,30%

DAX 15.490,17 -1,03% +12,91%

FTSE 6.963,64 -0,91% +8,78%

CAC 6.570,19 -0,79% +18,35%

DJIA 34.647,87 -0,30% +13,20%

S&P-500 4.447,91 -0,58% +18,42%

Nasdaq-Comp. 15.072,23 -0,72% +16,95%

Nasdaq-100 15.373,78 -0,92% +19,28%

Nikkei-225 30.500,05 +0,58% +11,13%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 170,99% -14

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 72,12 72,61 -0,7% -0,49 +50,2%

Brent/ICE 75,12 75,67 -0,7% -0,55 +47,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.753,65 1.753,65 0% 0 -7,6%

Silber (Spot) 22,48 22,98 -2,1% -0,49 -14,8%

Platin (Spot) 946,00 937,00 +1,0% +9,00 -11,6%

Kupfer-Future 4,25 4,28 -0,6% -0,03 +20,6%

Kapitalsinjektionen in das chinesische Bankensystem stützen die Preise der Basismetalle - wie Kupfer. Mit Sorgen vor einem Konjunktureinbruch in China waren die Preise jüngst unter Druck geraten. Der Goldpreis wird derweil von steigenden Marktzinsen gebremst.

Die Ölpreise fallen. Analysten verweisen zur Begründung auf ein Wiederanfahren von immer mehr US-Fördereinrichtungen, nachdem diese von Wirbelsturm Ida außer Betrieb gesetzt worden waren. Der Prozess gehe zwar langsam über die Bühne, aber das US-Angebot steige, heißt es.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Die Wall Street zeigt sich mit leichten Abschlägen. Händler verweisen auf den großen Verfall, genannt "Hexensabbat", und die weiterhin herrschenden Sorgen in Bezug auf China. Die Verbraucherstimmung setzt dagegen keinen Akzent. Diese ist im August zwar gestiegen, blieb aber unter den Erwartungen. Die Volatilität am Aktienmarkt fällt mit einem riesigen Optionsverfall zusammen, bei dem nach Angaben von Goldman Sachs Aktienoptionen im Wert von mehr als 750 Milliarden Dollar verfallen. Damit handelt es sich um einen der größten Verfalltermine der jüngeren Vergangenheit und um eine potenzielle Quelle für Turbulenzen am Aktienmarkt. Auf die Stimmung schlagen weiterhin die Vorgänge in China um den wankenden Immobilienriesen Evergrande. Zwar sorge die Schlagzeile, dass China Geld ins Bankensystem pumpe, um die Ängste über die drohende Evergrande-Pleite zu mildern, für etwas Beruhigung, heißt es. Aber China könnte eine Immobilien- und Bankenkrise drohen. Invesco steigen um 0,8 Prozent. Laut Kreisen verhandelt die Investmentgesellschaft über eine Fusion mit der Vermögensverwaltung von State Street. Deren Titel reduzieren sich um 2,2 Prozent. Die Papiere von United States Steel sinken um 7,4 Prozent. Der Stahlkonzern plant die Errichtung eines neuen Stahlwerks in den USA im kommenden Jahr. American Outdoor Brands steigen um 1,7 Prozent. Wenn die Unternehmenssteuern in den USA in dem Umfang erhöht würden wie von den Demokraten geplant, werde die Steuerquote des Herstellers von Schusswaffen steigen, warnt Finanzvorstand Andy Fulmer. Für Erleichterung sorgt allerdings die Äußerung, die langfristige Strategie des Unternehmens sei dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Keine Daten mehr angekündigt.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Der "Hexensabbat" lieferte am Mittag den entscheidenden Abwärtsimpuls. Im Handel wurde zudem sorgenvoll gen China geschaut. Wegen des feiertagbedingt langen Börsenwochenendes in China steige die Gefahr, dass der wankende Immobilienriese Evergrande vielleicht schon am Wochenende fallen gelassen werde, so die Marktspekulation. Zum großen September-Verfallstag am Terminmarkt gesellte sich der größte Umbau in der 33-jährigen DAX-Geschichte. Er bildete letztmals die Kurse von 30 Unternehmen ab, ab Montag sind es deren 40. Die Kombination aus notwendigen Anpassungsmaßnahmen in den Portfolios von Fonds und Großanlegern und Großem Verfall sei es zu erhöhten Kurssauschlägen gekommen, hieß es. Commerzbank legten um 1,2 Prozent zu, nachdem Cerberus Berichten zufolge an einer Übernahme des staatlichen Anteils an der Bank interessiert ist. Biotest stand vor dem Verkauf nach Spanien. Die Titel schlossen 10,4 Prozent höher. Nach über 3 Prozent am Vortag setzte sich Reise- und Freitzeitsektor mit 1,2 Prozent Plus erneut an die Spitze der Kursgewinner unter den Subindizes. Haupttreiber waren die starken britischen Airlines-Titel, die von der Aussicht auf ein Zusammenstreichen der Roten Liste coronagefährdeter Reiseziele profitierten. IAG stiegen 4,9 Prozent, Easyjet um 3,9 Prozent und Tui gar um 6 Prozent. Einen guten Start an der Börse erwischte Azelis. Die Titel des belgischen Spezialchemie-Unternehmens gingen 7,7 Prozent über Ausgabepreis aus dem Handel.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:56 Do, 17:31 % YTD

EUR/USD 1,1733 -0,3% 1,1772 1,1760 -3,9%

EUR/JPY 129,05 -0,1% 129,35 128,98 +2,3%

EUR/CHF 1,0931 +0,1% 1,0912 1,0879 +1,1%

EUR/GBP 0,8527 -0,0% 0,8533 0,8535 -4,5%

USD/JPY 109,98 +0,2% 109,88 109,67 +6,5%

GBP/USD 1,3760 -0,2% 1,3797 1,3779 +0,7%

USD/CNH (Offshore) 6,4675 +0,2% 6,4492 6,4534 -0,5%

Bitcoin

BTC/USD 47.681,51 +0,0% 47.998,76 48.186,26 +64,1%

Der Dollar setzt seine jüngste Aufwärtstendenz fort. Der Dollar-Index liegt 0,3 Prozent im Plus und erholt sich wieder von zwischenzeitlichen Abgaben. Der Greenback profitiere damit erneut von seinem Status als sicherer Hafen angesichts sinkender Wachstumsperspektiven und der Vorgänge in China, heißt es. Auch die zuletzt guten US-Daten hätten geholfen, befeuern sie doch die Annahme einer baldigen Reduzierung der monatlichen Wertpapierkäufe der Fed.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Zum Wochenausklang war an den Börsen keine einheitliche Tendenz auszumachen. Vielerorts verhinderten Konjunktursorgen eine Erholung von den jüngsten Kursverlusten. Überraschend starke US-Einzelhandelsdaten hellten die Stimmung nicht auf, weil sie zugleich Inflationsspekulationen schürten. Zur Zurückhaltung in Asien trug bei, dass viele Börsen der Region vor einem langen Feiertagswochenende stehen. Der japanische Aktienmarkt habe von der Hoffnung auf weitere Wirtschaftsstimuli profitiert, hieß es. Nippon Steel fielen um rund 6 Prozent, nachdem der Stahlkonzern die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung angekündigt hatte. In Schanghai schafften die Kurse kurz vor Handelsschuss den Dreh ins Plus, doch lasteten noch immer die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch, die Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geweckt hatten. Dagegen machte der HSI in Hongkong nach der Verlustserie der vergangenen Tage im späten Handel 0,6 Prozent gut. Die Titel des schwer angeschlagenen Immobilienrieses China Evergrande standen auch am Freitag unter Druck, zeitweise verloren die Titel fast 12 Prozent. Aktien der vier größten chinesischen Banken, die auch von einem Evergrande-Zahlungsausfall betroffen sein könnten, verbuchten moderatere Verluste, hatten aber ebenfalls am Vortag schon Abgaben verzeichnet. China pumpte Geld ins Bankensystem. Fallende Rohstoffpreise drückten den australischen Aktienmarkt. Rohstoffwerte verloren im Schnitt 4 Prozent, belastet vor allem vom Rückgang der Eisenerzpreise. Fortescue brachen um 11 Prozent ein, nachdem die UBS die Aktie zum Verkauf empfohlen hatte. BHP und Rio Tinto verbilligten sich um 3,7 und 4,7 Prozent. Der südkoreanische Aktienmarkt schloss etwas fester. Berichte, dass Korean Air Lines (plus 2,7 Prozent) im Oktober den Kerosinzuschlag auf internationalen Flügen senken wolle, gaben Auftrieb. An ihrem ersten Handelstag sprang die Aktie des Werftbetreibers Hyundai Heavy Industries um 86 Prozent.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

COMMERZBANK

Die Commerzbank arbeitet an der Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks. Wie die Bank mitteilte, will sie den CO2-Abdruck ihres Kredit und Investmentportfolios bis spätestens 2050 auf netto null bringen. Im eigenen Bankbetrieb strebt die Bank schon bis 2040 CO2-Neutralität an. Zu den Maßnahmen zählen die zunehmende Beschränkung von Flügen für Geschäftstermine sowie die weitere energetische Sanierung von Immobilien.

DEUTSCHE WOHNEN/VONOVIA

Die Deutsche Wohnen SE und Vonovia SE haben sich mit dem Land Berlin auf einen Verkauf von 14.750 Wohnungen und 450 Gewerbeeinheiten geeinigt. Eine Veräußerung eines umfassenden Wohnportfolios war im Zuge der bevorstehenden Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen vereinbart worden.

JOHNSON & JOHNSON

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 17, 2021 12:40 ET (16:40 GMT)

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