16.08.2022 18:27

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

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Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:25 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD*

EuroStoxx50 3.805,22 +0,41% -11,47%

Stoxx50 3.686,50 +0,18% -3,46%

DAX 13.910,12 +0,68% -12,43%

FTSE 7.536,06 +0,36% +1,69%

CAC 6.592,58 +0,34% -7,84%

DJIA 34.165,22 +0,75% -5,98%

S&P-500 4.310,46 +0,31% -9,56%

Nasdaq-Comp. 13.115,04 -0,10% -16,17%

Nasdaq-100 13.647,93 -0,14% -16,37%

Nikkei-225 28.868,91 -0,01% +0,27%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 155,82 -70

*zu Vortag

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 87,07 89,41 -2,6% -2,34 +21,7%

Brent/ICE 92,68 95,10 -2,5% -2,42 +24,4%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 223,00 229,80 +1,3% 2,89 +279,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.775,14 1.779,75 -0,3% -4,62 -3,0%

Silber (Spot) 20,14 20,28 -0,7% -0,14 -13,6%

Platin (Spot) 935,70 936,64 -0,1% -0,94 -3,6%

Kupfer-Future 3,60 3,62 -0,4% -0,01 -18,6%

YTD zu Vortagsschluss

Die am Montag schwer gebeutelten Ölpreise geben mit der Aussicht auf eine konjunkturbedingt geringere Nachfrage weiter nach. Auch die europäischen Gaspreise kommen deutlich von ihren Hochs zurück, nachdem die Laufzeit der letzten drei deutschen Atomkraftwerke verlängert wurde.

Gold ist erneut nicht gefragt. Hier belastet die Aussicht auf weiter steigende Zinsen.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Knapp behauptet bis freundlich - Gute Quartalszahlen der beiden wichtigen Einzelhandelskonzerne Home Depot und Walmart lindern Befürchtungen, dass die hohe Inflation in den USA die Konsumbereitschaft der Amerikaner mindert. Schlechter sieht es bei der Baukonjunktur aus: Im Juli wurden weit weniger Projekte in Angriff genommen als erwartet. Die Industrieproduktion stieg derweil im vergangenen Monat etwas stärker als erwartet. Walmart (+5,3%) hat im zweiten Quartal nicht nur besser abgeschnitten als erwartet, sondern auch seinen Ausblick angehoben. Dies wird mit Erleichterung aufgenommen, nachdem das Unternehmen erst im vergangenen Monat seine Prognose zum zweiten Mal gesenkt hatte. Kaum verhaltener fällt der Kursgewinn bei Home Depot (+4,2%) aus. Auch die Baumarktkette hat im zweiten Quartal mit Umsatz und Ergebnis positiv überrascht, die Jahresziele aber "nur" bekräftigt. Die Nachricht von einer Zusammenarbeit mit Walmart verhilft der Aktie des Streaming-Anbieters Paramount Global zu einem Plus von 1,3 Prozent. Ein Reuters-Bericht, wonach Tencent (+0,9%) eine Beteiligung von 17 Prozent an Meituan verkaufen will, drückt die Kurse chinesischer Unternehmen wie Alibaba (-1,8%), Bilibili (-3,3%) und JD.com (-0,5%). Die in jüngster Zeit stark gesuchte Meme-Aktie Bed Bath & Beyond explodiert um weitere 60 Prozent.

Am Anleihemarkt erholen sich die Renditen von dem Rücksetzer des Vortags.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Etwas fester - Gestützt wurde der Markt von fallenden Inflationserwartungen: Mit der geplanten Laufzeitenverlängerung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke gerieten die Öl- und Gaspreise unter Druck. Auf der Sektorenseite standen die rohstoffnahen Basic Resources im Blick; nach starken Zahlen von BHP (+5,5%) gewann ihr Stoxx-Subindex 3,2 Prozent. Auch der Index der Telekom-Aktien legte mit plus 1,6 Prozent deutlich zu. Hier zogen KPN und Telefonica um 2 bis 3 Prozent an, Deutsche Telekom stiegen um 1,9 Prozent. Der Index der Versorger stieg um 1,3 Prozent. Im DAX gewannen RWE 2,7 Prozent und Eon 1,5 Prozent, im MDAX zogen Uniper nach anfänglichen Gewinnmitnahmen um 0,1 Prozent an. Daneben verwiesen Händler aber auch auf eine Aufwärts-Rotation in Titel, die bisher noch nichts so gut gelaufen waren. Im DAX erholten sich Conti nach dem Rücksetzer vom Wochenstart um 2,6 Prozent. Auf der anderen Seite gaben Zalando 2,2 Prozent ab und Hellofresh 1,4 Prozent. In der zweiten Reihe erholten sich Thyssen um 4 und Aurubis um 4,4 Prozent. Salzgitter legten um 5,7 Prozent zu. Auch Rheinmetall und Hensoldt konnten sich deutlich erholen. Gut kam der Ausblick von Delivery Hero (+5,4%) an. Die gesenkte Umsatzprognose von Home24 (+8,7%) sei nach den Kursverlusten der vergangenen Monate schon eingepreist gewesen, hieß es.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:19 Uhr Mo, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0168 +0,1% 1,0161 1,0186 -10,6%

EUR/JPY 136,67 +0,9% 135,59 135,50 +4,4%

EUR/CHF 0,9668 +0,6% 0,9619 1,0586 -6,8%

EUR/GBP 0,8418 -0,1% 0,8437 0,8434 +0,2%

USD/JPY 134,40 +0,8% 133,31 133,05 +16,8%

GBP/USD 1,2079 +0,2% 1,2051 1,2078 -10,7%

USD/CNH (Offshore) 6,8003 -0,2% 6,8042 6,7925 +7,0%

Bitcoin

BTC/USD 23.846,77 -0,8% 23.909,94 24.104,27 -48,4%

YTD zu Vortagsschluss

Der Dollar steht mit der gestiegenen Risikofreude zum Euro leicht im Minus, der Dollarindex legt nun minimal zu. Solange es indes keine deutlichen Anzeichen für eine Konjunkturabschwächung in den USA gibt, dürfte der aktive Kurs der US-Notenbank den Dollar stützen, wie Devisenanalystin You-Na Park-Heger von der Commerzbank kommentiert.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben am Dienstag dank positiver US-Vorgaben überwiegend leicht im Plus geschlossen. Die Börse in Hongkong rutschte in späten Handel jedoch ins Minus. Anleger bewegen sich weiter zwischen Sorgen vor einer globalen Abschwächung der Weltwirtschaft und der Hoffnung, dass die Notenbanken angesichts zuletzt schwacher Konjunkturdaten aus den USA und China ihren Zinserhöhungskurs verlangsamen könnten. Ölwerte folgten in der ganzen Region dem Ölpreis nach unten. Die Aktien des Rohstoffriesen BHP rückten in Sydney nach Vorlage von Geschäftszahlen 4,1 Prozent vor. Der Konzern profitierte vom Verkauf des Ölgeschäfts und den kräftig gestiegen Rohstoffpreisen und verdreifachte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2021/22 nahezu. Die Aktien von Rio Tinto und Fortescu legten im Schlepptau um 0,7 bzw. 1,6 Prozent zu.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

ANDRITZ

hat einen Auftrag zur Lieferung sämtlicher Prozess-Ausrüstungen sowie Zellstoffproduktionstechnologien für eine neue Zellstofffabrik mit einer Kapazität von 1,8 Millionen Jahrestonnen nach Paraguay erhalten. Auftraggeber ist die Paracel SA, wie Andritz mitteilte. Der Auftragswert wird über 1,5 Milliarden US-Dollar betragen und voraussichtlich 2023 gebucht werden.

H&M

hat den Verkauf auf einer beliebten E-Commerce-Plattform in China wieder aufgenommen, mehr als ein Jahr nachdem die schwedische Modemarke praktisch aus dem chinesischen Internet verschwunden war. Damals hatten die Schweden Bedenken wegen der Vorwürfe von Zwangsarbeit in der Region Xinjiang geäußert.

IKEA

will seine russische Einheit Ikea Dom LLC liquidieren. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Daten des SPARK-Interfax-Analysesystems. Der schwedische Möbelhersteller habe einen Online-Verkauf seines Inventars durchgeführt, der am Montag endete, und seine Filialen blieben geschlossen, berichtete die Agentur.

AMAZON.COM

wirft der Federal Trade Commission (FTC) vor, übermäßige und unangemessene Forderungen an den Gründer Jeff Bezos und die Führungskräfte des Unternehmens zu stellen, während die Behörde das Prime-Mitgliedschaftsprogramm des Konzerns unter die Lupe nimmt. In einer Petition an die FTC, die Anfang des Monats eingereicht und kürzlich veröffentlicht wurde, behauptet Amazon, dass die Forderungen der Behörde an das Unternehmen "übermäßig weit gefasst und belastend" seien und dass ihre rechtlichen Taktiken unfair seien.

WALMART

hat ihre Prognose für das Gesamtjahr wieder angehoben, nachdem sie erst vor drei Wochen gesenkt worden war. Der Einzelhandelsriese berichtete zugleich über einen Gewinn und Umsatz im zweiten Geschäftsquartal, die über den Erwartungen lagen. Walmart hatte vor drei Wochen die zweite Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2022/23 innerhalb von zwei Monaten herausgegeben, da die Inflation das Unternehmen zwang, mehr Rabatte zu geben, um die Lagerbestände zu bereinigen.

TENCENT

will ihre Beteiligung an dem Essenslieferanten Meituan ganz oder größtenteils verkaufen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Der Internetkonzern reagiert damit auf die Bestrebungen Pekings, die Macht und den Einfluss der Online-Giganten des Landes einzuschränken. Tencent habe Gespräche mit Investmentbanken geführt, um Möglichkeiten auszuloten, zumindest einen großen Teil seiner rund 17 Prozent der Aktien an Meituan zu veräußern, so eine der Personen. Dieser Anteil war zum Börsenschluss am Montag etwa 24 Milliarden Dollar wert, bevor ein Reuters-Bericht über Tencents Plan die in Hongkong notierten Meituan-Aktien am Dienstag abstürzen ließ.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 16, 2022 12:27 ET (16:27 GMT)

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