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14.08.2019 18:18
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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

DONNERSTAG: In Italien bleiben die Börsen wegen Mariä Himmelfahrt, in Südkorea wegen des Nationalen Tags der Befreiung geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.15 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

EuroStoxx50 3.288,70 -2,04% +9,57%

Stoxx50 3.035,37 -1,46% +9,97%

DAX 11.492,66 -2,19% +8,84%

FTSE 7.147,88 -1,42% +7,77%

CAC 5.251,30 -2,08% +11,00%

DJIA 25.645,77 -2,41% +9,94%

S&P-500 2.855,85 -2,41% +13,92%

Nasdaq-Comp. 7.794,58 -2,77% +17,47%

Nasdaq-100 7.511,77 -2,80% +18,67%

Nikkei-225 20.655,13 +0,98% +3,20%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 178,3 +62

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 54,25 57,10 -5,0% -2,85 +13,4%

Brent/ICE 58,72 61,30 -4,2% -2,58 +6,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.517,66 1.501,39 +1,1% +16,27 +18,3%

Silber (Spot) 17,25 16,98 +1,6% +0,27 +11,3%

Platin (Spot) 845,75 852,50 -0,8% -6,75 +6,2%

Kupfer-Future 2,59 2,63 -1,3% -0,04 -1,9%

Gold ist angesichts des Umfelds gefragt. Niedrige Zinsen und politische wie wirtschaftliche Unsicherheiten lassen das Edelmetall glänzen. Die Feinunze steigt um 1,1 Prozent auf 1.518 Dollar. Am Vortag war sie bis auf 1.535 Dollar gestiegen, bevor sie wegen der neuen Meldungen im Handelsstreit bis auf 1.480 Dollar abstürzte.

Dagegen leidet der Ölpreis unter den verschärften Konjunktursorgen. Eine lahmende Wirtschaft benötigt weniger von dem Schmierstoff. Aktuelle Daten des US-Energieministeriums scheinen das zu bestätigen: Die Ölvorräte der USA sind in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Die US-Sorte WTI verbilligt sich um 4,8 Prozent auf 54,36 Dollar je Barrel, die global gehandelte Sorte Brent verliert 4,2 Prozent auf 58,70 Dollar.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Kräftige Verluste - Die Euphorie des Vortages nach der Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit löst sich am Mittwoch an der Wall Street in Luft auf. Mit den Indizes geht es kräftig abwärts. Anleger sehen sich nach wie vor von einem Wall politischer und wirtschaftlicher Probleme umzingelt. Schwache chinesische Konjunkturdaten belegen, dass der Handelsstreit seine Spuren hinterlässt, und in Deutschland ist die Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft. Am Anleihemarkt lag die Zweijahresrendite vorübergehend über der der Zehnjährigen - erstmals seit 2007. Diese sogenannten "inverse" Zinsstruktur wird von manchen Marktteilnehmerin als mögliches Anzeichen einer nahenden Rezession gesehen. Am Aktienmarkt stehen Viacom und CBS im Blick. Die Medienkonzerne wollen fusionieren. CBS fallen um 6,8 Prozent, Viacom verlieren 7 Prozent. Der Kurs von Macy's stürzt um über 15 Prozent ab. Die Zahlen der Kaufhauskette werden als herbe Enttäuschung bezeichnet und ziehen auch andere Textileinzelhändler nach unten. Kohl's fallen um gut 10 Prozent und Nordstrom um fast 11 Prozent. Die Aktie von J.C. Penney, deren Quartalsausweis für Donnerstag angekündigt ist, verliert 6,9 Prozent. Deutlich besser als andere Einzelhändler halten sich Walmart mit einem Minus von nur 0,2 Prozent. Hier dürfte eine positive Analystenstudie vom Vortag erneut stützen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

22:05 US/Cisco Systems Inc, Ergebnis 4Q

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Kräftige Verluste - Den Anlegern fehlt der Glauben an eine Erholung. Schwache Wirtschaftsdaten nährten die ohnehin bestehenden Wachstumsängste. Zum einen ist die Industrieproduktion in China im Juli erheblich schwächer gewachsen als erwartet. Der Zuwachs erreichte gegenüber dem Vorjahr das geringste Niveau seit 17 Jahren. Hier sind die Auswirkungen des US-chinesischen Handelskonfliktes bereits deutlich zu erkennen. Zum anderen hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wie erwartet abgeschwächt. Verkauft wurden zyklische Titel. Rohstoffaktien verloren im Schnitt 2,5 Prozent, Banken 3 Prozent, Techwerte 3 Prozent und der Automobilsektor 2,8 Prozent. Im DAX fielen Thyssenkrupp 4,2 Prozent, BMW 2,4 Prozent, Daimler 3,1 Prozent, Deutsche Bank 5,2 Prozent oder Infineon 5,5 Prozent. Gegen den Trend legten RWE 0,6 Prozent zu. Der Versorger hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr wegen außerordentlicher Zuwächse beim Energiehandel deutlich gesteigert. Trotz einer Prognoseanhebung brachen Evotec um 14,9 Prozent ein - hier dürften Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben. Cancom zogen dagegen um 3,2 Prozent an. Das IT-Unternehmen hat die Prognose angehoben. Nach Zahlen verloren Leoni 7,6 Prozent. Jenoptik markierten ein neues Jahrestief - die Aktie verlor 9,8 Prozent.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 07:42 Uhr Di, 17:28 % YTD

EUR/USD 1,1144 -0,26% 1,1168 1,1190 -2,8%

EUR/JPY 117,93 -1,12% 118,93 119,12 -6,2%

EUR/CHF 1,0851 -0,54% 1,0904 1,0893 -3,6%

EUR/GBP 0,9235 -0,29% 0,9265 0,9276 +2,6%

USD/JPY 105,82 -0,86% 106,49 106,46 -3,5%

GBP/USD 1,2067 +0,04% 1,2056 1,2063 -5,5%

USD/CNY 7,0245 -0,27% 7,0201 7,0435 +2,1%

Bitcoin

BTC/USD 10.434,25 -3,85% 10.552,00 10.899,50 +180,5%

Die Vortagesverluste der Fluchtwährung Yen werden bereits wieder aufgeholt. Aktuell steht der Dollar bei rund 105,80 Yen nach einem Hoch von knapp 107 am Dienstag. Auch der Euro kommt zurück. Er notiert bei etwa 1,1150 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1191.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Freundlich - Der Rückzieher der USA bei den für September angekündigten zusätzlichen Zöllen auf Importe aus China hat am Mittwoch die Anleger an den ostasiatischen Aktienmärkten wieder etwas mutiger agieren lassen. Sie schlossen sich aber nur teils den festen Vorgaben der Wall Street an. Für Entspannung im Handelsstreit sorgte auch, dass der Yuan erstmals seit Tagen von der chinesischen Notenbank wieder höher gefixt wurde zum Dollar, wenn auch nur marginal. Der Nikkei-Index in Tokio legte am stärksten zu. Er profitierte auch von Rückenwind von der Devisenseite, denn der Yen, in Krisenzeiten als sicherer Hafen immer wieder gesucht, hat mit der Entspannung im Handelsstreit deutlich abgewertet. Mutiger agierten die Anleger auch deshalb, weil sich in Hongkong nach den zweitägigen Protesten und gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei die regierungskritischen Demonstranten vom Hongkonger Flughafen zurückgezogen haben. In China ist die Industrieproduktion im Juli weniger stark gestiegen als prognostiziert. Dieser konjunkturelle Dämpfer wurde von einigen Analysten als Grund genannt, warum die Aktienkurse in der Region nicht positiver auf die jüngste Entwicklung im Handelsstreit reagierten. An den Börsen waren unter anderem Papiere von Apple-Zulieferern stärker gesucht, nachdem an der Wall Street die Apple-Aktie auf die Strafzollverschiebung sehr positiv reagiert hatte. Außerdem hat sich nach einer Analyse von Regierungsdaten durch die UBS die iPhone-Nachfrage in China im Juli erstmals seit zwei Jahren wieder verbessert. In Sydney profitierten Aktien aus dem Rohstoffsektor von den wieder auflebenden Hoffnungen auf eine Beilegung des Handelsstreits, auch weil in China die Eisenerzpreise wieder zulegten.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

BASF findet Lösung für Übernahme des Solvay-Polyamidgeschäfts

BASF hat eine Möglichkeit gefunden, mit einem Teilverkauf Auflagen der EU-Kommission bei der geplanten Übernahme des Polyamidgeschäfts von Solvay zu erfüllen. Domo Chemicals wolle das europäische Polyamid-Geschäft (PA6.6) von Solvay erwerben, teilte BASF mit. Sollte die EU dem zustimmen, kann BASF das globale PA6.6-Geschäft von Solvay außerhalb von Europa erwerben.

RWE: Dank Sicherungsgeschäften trotz CO2-Preisanstieg profitiert

RWE hat sich gegen Preissteigerungen für die Stromproduktion aus Kohle- und Kernkraftwerken für die nächsten Jahre bereits abgesichert und billigere Verschmutzungsrechte erworben. Mit sogenannten "Hedging"-Sicherungsgeschäften wappnet sich das Unternehmen gegen steigende Preise von CO2-Zertifikaten. Für die Jahre 2020 und 2021 habe RWE etwa bessere Brennstoff-Preise ausgenutzt, sagte Finanzchef Markus Krebber während einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Wir konnten davon sogar im Fall steigender Kohlendioxid-Preise profitieren", sagte Krebber.

Moody's stuft Thyssenkrupp auf Ba3 ab; Ausblick stabil

Die Ratingagentur Moody's hat den Daumen über die Bonitätsbewertung von Thyssenkrupp gesenkt. Sie setzte das Rating (CFR) auf Ba3 von Ba2 herunter. Der Ausblick ist stabil.

Hella bekommt neuen Aufsichtsratschef

Der Autozulieferer Hella bekommt einen neuen Chefkontrolleur. Wie das Unternehmen mitteilte, soll Klaus Kühn, ehemaliger Finanzvorstand der Bayer AG sowie aktuelles Mitglied im Hella-Gesellschafterausschuss und im Aufsichtsrat, Chef des Aufsichtsrates der Hella GmbH & Co KGaA werden. Michael Hoffmann-Becking, der den Aufsichtsrat seit 2004 führt, stehe nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung.

Bioethanolhersteller Cropenergies erhöht Gewinnprognose 2019/20

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 14, 2019 12:18 ET (16:18 GMT)

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