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14.02.2020 18:47

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleiben die Börsen wegen des Feiertages "George Washington Tag" geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18.45 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

EuroStoxx50 3.840,97 -0,15% +2,56%

Stoxx50 3.506,27 -0,32% +3,03%

DAX 13.744,21 -0,01% +3,74%

FTSE 7.407,12 -0,60% -1,20%

CAC 6.069,35 -0,39% +1,53%

DJIA 29.369,80 -0,18% +2,91%

S&P-500 3.372,73 -0,04% +4,39%

Nasdaq-Comp. 9.713,86 +0,02% +8,26%

Nasdaq-100 9.601,70 +0,06% +9,95%

Nikkei-225 23.687,59 -0,59% +0,13%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 174,44% +17

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 51,75 51,42 +0,6% 0,33 -14,8%

Brent/ICE 56,80 56,34 +0,8% 0,46 -13,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.583,18 1.576,10 +0,4% +7,08 +4,3%

Silber (Spot) 17,77 17,65 +0,7% +0,12 -0,5%

Platin (Spot) 967,65 968,00 -0,0% -0,35 +0,3%

Kupfer-Future 2,60 2,61 -0,6% -0,01 -7,1%

Am Ölmarkt setzt sich die Preisrally der vergangenen Tage trotz der Konjunktursorgen im Zuge des Coronavirus und der gesenkten Nachfrageprognosen durch verschiedene Institutionen fort. Seit Tagen rätseln Händler über die Gründe. Nun heißt es, kleine chinesische Raffinerien deckten sich wegen des insgesamt niedrigen Preisniveaus mit Erdöl ein.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Es gibt genügend Gründe für Zurückhaltung - besonders vor dem langen Wochenende. Investoren blenden die potenziellen Auswirkungen des sich schnell ausbreitenden Coronavirus in China und neue Spannungen um Huawei weitgehend aus. Das ohnehin vorhandene Misstrauen gegenüber den chinesischen Fallzahlen zum Coronavirus wird durch die breiteren Diagnosemethoden noch verstärkt. Diese könnten bedeuten, dass mehr undiagnostizierte Fälle ans Tageslicht kommen könnten, heißt es. Darüber hinaus bauen sich neue Spannungen zwischen Washington und Peking auf. Huawei wurde in einer US-Bundesanklage wegen krimineller Machenschaften und Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen angeklagt. Die Neigung zu Gewinnmitnahmen ist sehr ausgeprägt, daher wollen Händler Verluste im Sitzungsverlauf nicht ausschließen. Die Verbraucherstimmung übertraf die Erwartungen. Der Einzelhandelsumsatz im Januar stieg derweil im prognostizierten Rahmen, die Industrieproduktion im Januar ist indes schwach ausgefallen - aber ebenfalls im vorhergesagten Rahmen. Nvidia steigen um 8,4 Prozent. Der Chiphersteller hat Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Expedia springen um 11,6 Prozent. Das Online-Reisebüro hat mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Mattel steigen um 2,3 Prozent. Der Spielzeughersteller hat erneut einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. CEO Ynon Kreiz bezeichnete 2019 jedoch als Wendepunkt, was Hoffnungen auf die Rückkehr in die Gewinnzone weckt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Keine Daten mehr angekündigt.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die Grundstimmung war freundlich, auch wenn es zu Gewinnmitnahmen kam. Vor dem langen Wochenende in den USA gingen viele Akteure auf Nummer sicher und stellten Positionen glatt. Der DAX markierte im Verlauf ein weiteres Allzeithoch. Die Zahl der Neuinfektionen in China war wieder deutlich gesunken, was grundsätzlich das Sentiment stützte. Etwas bremsend wirkte, dass das deutsche BIP im vierten Quartal nur stagniert hatte. Nach Geschäftszahlen ging es für Wirecard um 3,5 Prozent nach unten. Diese waren zwar insgesamt ordentlich ausgefallen, Bryan Garnier sprach aber von einer enttäuschenden Marge. Einige Marktteilnehmer vermissten Aussagen des Wirtschaftsprüfers KPMG zur den Bilanzvorwürfen. TF1 schnellten um 6 Prozent nach oben. Gewinn und Umsatz waren deutlicher als erwartet gestiegen. Im Sog stiegen Prosiebensat1, RTL, Publicis, ITV und Mediaset ebenfalls. EDF machten einen Satz um 9,7 Prozent. Der operative Gewinn war rund 2 Prozent oberhalb der Markterwartung ausgefallen. Im EDF-Sog stiegen RWE um 1,1 Prozent. Gute Geschäftszahlen legte auch Credit Agricole vor. Der Kurs gab dennoch um 1,2 Prozent nach, weil zu dem guten Ergebnis auch Sondereffekte beigetragen hatten. Auch die Zahlen von Vivendi wurden positiv eingeschätzt. Allerdings stieß sauer auf, dass der Börsengang von UMG erst 2023 stattfinden soll.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:21 Do, 17:41 % YTD

EUR/USD 1,0839 -0,02% 1,0839 1,0852 -3,4%

EUR/JPY 118,96 -0,08% 119,04 119,20 -2,4%

EUR/CHF 1,0642 +0,25% 1,0624 1,0620 -2,0%

EUR/GBP 0,8314 +0,01% 0,8305 0,8310 -1,8%

USD/JPY 109,75 -0,06% 109,81 109,85 +0,9%

GBP/USD 1,3037 -0,04% 1,3053 1,3059 -1,6%

USD/CNH (Offshore) 6,9952 +0,11% 6,9866 6,9814 +0,4%

Bitcoin

BTC/USD 10.282,26 +0,68% 10.142,51 10.208,01 +42,6%

Der ICE-Dollarindex tendiert minimal im Plus. Der Euro stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Die Gemeinschaftswährung war in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand seit April 2017 gesunken. Die aktuell schwachen BIP-Daten aus Deutschland verhinderten eine Erholung, heißt es.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

An den Börsen in Ostasien und Australien hat sich zum Wochenausklang keine einheitliche Tendenz erkennen lassen. Während sich die Aktienkurse in Schanghai, Hongkong, Seoul und Sydney erholten, ging es in Tokio erneut abwärts. Die Angst vor einer Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie ließ wieder etwas nach mit Blick auf die erneut geringere Zahl neuer Fälle. Belastend wirkten in Tokio enttäuschende Quartalsausweise einiger japanischer Unternehmen. So brachen Nissan um 9,6 Prozent ein, nachdem der Automobilkonzern in seinem dritten Geschäftsquartal in die Verlustzone gerutscht war. Auch die Zahlen von Nippon Paint hatten die Erwartungen verfehlt. Der Kurs sank um 3,7 Prozent. Schwache Unternehmenszahlen lasteten auch in Seoul zunächst auf dem Markt. Ein positiver Analystenkommentar hievte jedoch Indexschwergewicht Samsung um 1,8 Prozent nach oben. SK Hynix gewannen 2,5 Prozent. Lotte Shopping und LG Corp verloren hingegen 4,1 respektive 2,7 Prozent, jeweils nach Vorlage enttäuschender Viertquartalszahlen. LG Chem rückten um 0,5 Prozent vor. Das Unternehmen plant die Aufnahme von Kapital, um sein Petrochemiegeschäft auszubauen. In Hongkong und Schanghai wurden die Kurse gestützt vom Versprechen der Regierung, die wegen des Coronavirus vielerorts ruhende Produktion wieder aufzunehmen. Alibaba fielen im späten Geschäft um 0,6 Prozent, nachdem der Internetkonzern wegen der Epidemie auf ein voraussichtlich langsameres Wachstum eingestimmt hatte.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Deutsche Börse verlängert Vertrag mit CEO Weimer um vier Jahre

Die Deutsche Börse hat den Vertrag mit ihrem CEO Theodor Weimer um vier Jahre verlängert. Weimer ist seit Januar 2018 Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Börse. Sein aktueller Vertrag endet am 31. Dezember 2020. Dieser wurde nun bis Ende 2024 verlängert.

Volkswagen will Kläger im Dieselskandal direkt entschädigen

Nach dem Scheitern der Vergleichsverhandlungen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) um manipulierte Dieselfahrzeuge wendet sich Volkswagen direkt an die Kläger. Wie das Unternehmen mitteilte, hat der Vorstand ein Vergleichspaket über insgesamt bis zu 830 Millionen Euro beschlossen.

Metro-Aktionäre wählen EPGC-Vertreter in Aufsichtsrat

Metros größter Anteilseigner, die tschechische Investmentgesellschaft EP Global Commerce, ist nun auch für eine reguläre Amtszeit im Aufsichtsrat des Düsseldorfer Handelskonzerns vertreten. Die Aktionäre wählten auf der Hauptversammlung den EPGC-Repräsentanten Marco Arcelli in das Gremium. Arcelli wurde für die reguläre Amtszeit von drei Jahren gewählt, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Solarfirmen wegen drohendem Förderstopp ohne Finanzierung - Bericht

Deutsche Solarunternehmen geraten wegen des Auslaufens der staatlichen Förderung zum Jahresende bereits jetzt in Schwierigkeiten. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Erste Banken würden die Finanzierung neuer Projekte ablehnen, habe der Solarmodulhersteller Hanwha Q Cells in Bitterfeld-Wolfen dem Magazin mitgeteilt. "Vor allem für Großanlagen mit einer Leistung von 100 bis 750 Kilowatt bekommen unsere Kunden teilweise keine Kredite mehr", wird ein Unternehmenssprecher zitiert.

Google führt Gespräche über Zukauf von Presseinhalten - Kreise

Der Suchmaschinenbetreiber Google beabsichtigt offenbar, für Nachrichteninhalte künftig zu bezahlen. Wie von mit den Verhandlungen vertrauten Personen zu erfahren war, befindet sich die Alphabet-Tochter in Gesprächen mit Presseverlegern über die Zahlung von Lizenzgebühren für Inhalte eines Premium-Nachrichten-Angebots. Dies würde eine deutliche Abkehr von dem bisherigen Kurs des US-Unternehmens darstellen. Google hatte sich bisher dagegen gesträubt, für in der Suchmaschine angezeigte Presseinhalte zu bezahlen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 14, 2020 12:48 ET (17:48 GMT)

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