13.09.2021 15:42

Lokführer prüfen Bahn-Angebot - Regierung fordert Verhandlungslösung

Folgen
Werbung

Berlin (Reuters) - Die Lokführergewerkschaft GDL hält sich weiter bedeckt zum neuen Angebot der Deutschen Bahn im Tarifkonflikt.

Die GDL bekräftigte am Montag, sie prüfe immer noch die Offerte des Staatskonzerns und werde erst danach über das weitere Vorgehen informieren. Derweil verwies das Bundesverkehrsministerium erneut auf die Tarifautonomie in Deutschland, betonte aber auch: "Wir appellieren weiter an beide Seiten, schnellstmöglich eine Lösung zu finden."  

Die Bahn hatte den Lokführern am Wochenende eine zusätzliche Entgeltkomponente in Aussicht gestellt. Der Konzern äußerte sich allerdings nicht dazu, wie diese genau aussehen könnte. Neben der geforderten Lohnerhöhung von 3,2 Prozent bietet der Staatskonzern eine Corona-Prämie für 2021 von bis zu 600 Euro an. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hat die Gewerkschaft wiederholt aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und dort Kompromisse zu finden.

Die GDL hatte ihren dritten und bisher längsten Streik in dieser Tarifrunde am vorigen Dienstag beendet. Am Donnerstag hatte die Gewerkschaft aber damit gedroht, Anfang dieser Woche mit der Vorbereitung des nächsten Arbeitskampfes zu beginnen, sollte das Konzernmanagement bis dahin kein verbessertes Angebot vorlegen. Eine frühere Bahn-Offerte hatte die GDL abgelehnt. Daraufhin wollte die Bahn den Ausstand gerichtlich als unverhältnismäßig untersagen lassen, scheiterte damit aber. Das Unternehmen hat der Gewerkschaft auch eine Verkürzung der Laufzeit eines Tarifvertrags von 40 auf 36 Monate in Aussicht gestellt. Die GDL allerdings fordert 28 Monate.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Dow freundlich -- DAX schließt im Plus -- Software AG senkt Ausblick für Digital -- Delivery Hero steigt bei Gorillas ein -- GameStop, J&J, Apple, Munich Re, TeamViewer im Fokus

Amazon springt auf 3D-Audio-Zug auf. RWE will in Großbritannien bis 2030 rund 15 Milliarden Pfund investieren. E.ON nimmt Neukundengeschäft mit Gas wieder auf. Procter & Gamble veranlasst wegen steigender Kosten höhere Preise. Travelers übertrifft Erwartungen im dritten Quartal. Roche-Partner Atea kann mit Corona-Pille Ziele nicht erreichen. JENOPTIK übernimmt Berliner Glas Medical und Swissoptic.

Umfrage

Wo steht der DAX zum Jahresende?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln