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04.12.2019 08:44
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MÄRKTE ASIEN/Minuszeichen dominieren auf den Kurstafeln

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die wieder deutlich gestiegenen Sorgen vor einer Eskalation des US-chinesischen Handelsstreits haben die Börsen in Ostasien und Sydney am Mittwoch fest im Griff gehabt. Überall auf den Kurszetteln dominierten die Minuszeichen. Dass der chinesische Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im November gegenüber dem Vormonat deutlich gestiegen ist, ging dabei unter. In Tokio verlor der Nikkei-Index 1,1 Prozent auf 23.135 Punkte, noch übertroffen von Sydney, wo der Tag mit einem Minus von 1,6 Prozent beendet wurde.

Am Dienstag war es in Sydney bereits um gut 2 Prozent abwärts gegangen, nachdem die australische Notenbank die Zinsen unverändert gelassen und zudem signalisiert hatte, zunächst die Wirkungen bereits erfolgter Zinssenkungen abwarten zu wollen. Zur anhaltenden Verkaufslaune trug gerade vor diesem Hintergrund bei, dass das australische BIP-Wachstum im dritten Quartal zum Vorquartal weniger gestiegen ist als von Ökonomen geschätzt und auch schwächer als im Quartal zuvor. Nachdem erst am Freitag der Vorwoche der australische Börsenindex noch ein Allzeithoch markiert hatte, dürften auch Gewinnmitnahmen zu den Abgaben beigetragen haben.

In Hongkong ging es ebenfalls deutlich abwärts, während insbesondere in Schanghai, aber auch in Südkorea das Minus etwas kleiner ausfiel. Hier könnten die ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten etwas geholfen haben.

Dass es an den Börsen nicht stärker nach unten gegangen sei angesichts der ungünstigen Nachrichtenlage, erklärten manche Beobachter mit einer Art Gewöhnungseffekt an die mitunter sprunghaften Aussagen von US-Präsident Donald Trump.

Tendenziell gesucht gewesen seien in dem von Unsicherheit geprägten Umfeld sichere Häfen wie Anleihen, hieß es aus dem Handel. Das Gold verteidigte seine jüngsten Gewinne und kostete zuletzt 1.482 Dollar je Feinunze.

Trump-Aussagen beunruhigen

Ausgelöst wurde die wieder dominierende Skepsis im Handelsstreit vom US-Präsidenten, demzufolge ein Abkommen zwischen beiden Seiten gut auch erst nach der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 zustandekommen könnte. Damit, und auch weil die USA gerade erst wieder Strafzölle gegen Brasilien und Argentinien verhängt und gegen Frankreich angedroht haben, stieg die Sorge, dass die USA für Mitte Dezember angedrohte neue Strafzölle auf chinesische Importe einführen könnten. Bereits an der Wall Street waren die Kurse darauf unter Druck geraten und lieferten somit eine negative Vorlage.

Als Belastungsfaktor kam schließlich noch hinzu, dass das US-Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf beschlossen hat, der einen härteren Kurs der US-Regierung gegenüber China wegen der Unterdrückung der Uiguren fordert, konkret Sanktionen gegen ranghohe chinesische Regierungsvertreter. China hat darauf mit der Androhung von Vergeltungsmaßnahmen reagiert. Ein ähnliches Verhaltensmuster beider Seiten hatte sich jüngst erst im Hinblick auf die Demokratiebewegung in Hongkong gezeigt.

"Bis beide Seiten ihre falkenhafte Rhetorik herunterfahren, wird der zuvor gesehene Optimismus am Markt immer weiter schwinden", kommentierten die Analysten der DBS Group und weiter: "Der Handelskrieg wird der Hauptstimmungstreiber in den nächsten Wochen bleiben".

Fast Retailing sehr schwach

Unter den Einzelwerten standen in Tokio Fast Retailing besonders unter Druck und verloren 5,2 Prozent. Das Einzelhandelsunternehmen mit der Marke Uniqlo hatte für November einen Umsatzrückgang von über 5 Prozent berichtet.

Für Nintendo ging es um 1,3 Prozent nach unten. Händler sprachen hier vom Verhaltensmuster, bei guten Nachrichten zu verkaufen. Denn Nintendo und der Hongkonger Partner Tencent hatten angekündigt, ab nächster Woche die neue Switch-Spielekonsole in China auf den Markt zu bringen. An den vergangenen Tagen habe diese Spekulation den Nintendo-Kurs bereits befeuert, so Marktteilnehmer. Tencent zeigten sich im Hongkonger Späthandel 0,7 Prozent leichter.

Am Ölmarkt stiegen die Preise. Die Sorte Brent verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 61,24 Dollar. Hier stützte zum einen die anhaltende Spekulation, dass die Opec und andere Ölförderstaaten bei ihrem Treffen ab Donnerstag in Wien eine Ausweitung der bereits geltenden Ölförderdrosselung beschließen könnten. Zum anderen zeigten neue Lagerdaten aus den USA, dass die Ölvorräte in der vergangenen Woche gesunken sind.

Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 6.606,50 -1,58% +17,00% 06:00

Nikkei-225 (Tokio) 23.135,23 -1,05% +16,81% 07:00

Kospi (Seoul) 2.068,89 -0,73% +1,36% 07:00

Schanghai-Comp. 2.878,12 -0,23% +15,41% 08:00

Hang-Seng (Hongk.) 26.093,97 -1,13% +2,06% 09:00

Taiex (Taiwan) 11.510,47 -0,18% +18,33% 06:30

Straits-Times (Sing.) 3.158,62 -0,46% +3,40% 10:00

KLCI (Malaysia) 1.551,26 -0,70% -7,59% 10:00

BSE (Mumbai) 40.640,97 -0,08% +12,10% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:31 % YTD

EUR/USD 1,1075 -0,1% 1,1082 1,1082 -3,4%

EUR/JPY 120,12 -0,2% 120,39 120,92 -4,5%

EUR/GBP 0,8527 -0,0% 0,8527 0,8538 -5,3%

GBP/USD 1,2988 -0,1% 1,2996 1,2978 +1,9%

USD/JPY 108,45 -0,2% 108,64 109,10 -1,1%

USD/KRW 1195,00 +0,5% 1188,76 1188,11 +7,2%

USD/CNY 7,0722 +0,2% 7,0612 7,0468 +2,8%

USD/CNH 7,0773 +0,1% 7,0678 7,0461 +3,0%

USD/HKD 7,8285 -0,0% 7,8298 7,8290 -0,1%

AUD/USD 0,6816 -0,5% 0,6848 0,6847 -3,3%

NZD/USD 0,6507 -0,2% 0,6517 0,6520 -3,1%

Bitcoin

BTC/USD 7.129,26 -2,5% 7.310,76 7.293,51 +91,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,42 56,10 +0,6% 0,32 +16,3%

Brent/ICE 61,24 60,82 +0,7% 0,42 +10,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.483,40 1.477,54 +0,4% +5,86 +15,7%

Silber (Spot) 17,26 17,21 +0,3% +0,05 +11,4%

Platin (Spot) 912,96 910,01 +0,3% +2,95 +14,6%

Kupfer-Future 2,61 2,61 +0,1% +0,00 -1,3%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/apo

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2019 02:45 ET (07:45 GMT)

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