15.08.2022 18:03

MÄRKTE EUROPA/Aktien bauen Gewinne aus - Ölpreise stürzen ab

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag etwas fester aus dem Handel gegangen. Der DAX gewann 0,2 Prozent auf 13.817 Punkte, der Euro-Stoxx-50 rückte um 0,3 Prozent auf 3.790 Punkte vor. Die Indizes bauten damit die jüngsten Aufschläge etwas aus. Nach den finalen Quartalszahlen stiegen Hellofresh um 2,7 Prozent. Damit wahrt die Aktie die Chance auf den Klassenerhalt zum Auf- und Abstieg im DAX im September. Am Gesamtmarkt gingen die Umsätze noch einmal zurück. Mit Mariä Himmelfahrt und Ferragosto könnte das "Sommerloch" an den Börsen an diesem Montag seinen Höhepunkt erreicht haben. Einen regelrechten Absturz um zeitweise 5 Prozent erlitten die Ölpreise: Die US-Sorte WTI fiel - in Dollar gerechnet - auf den niedrigsten Stand seit Januar. Grund waren vor allem schwache Daten aus China.

Mit Blick auf das Niedrigwasser im Rhein wird auf Regen in den kommenden Tagen gehofft, so dass die Binnenschiffe ihr geladenes Benzin und Diesel weiter nach Süddeutschland bringen können. Eine erfreuliche "Wasserstandsmeldung" gab es von der Bundesnetzagentur hinsichtlich der Füllstände der Gasspeicher: Die Marke von 75 Prozent wurde demnach gut zwei Wochen früher erreicht als vorgeschrieben. Insbesondere die Zielvorgabe von 95 Prozent per 1. November bleibt nach Einschätzung der LBBW aber ambitioniert. Immerhin: Von Januar bis Juli lag der deutsche Gasverbrauch knapp 14 Prozent niedriger als im Vorjahr. Trotzdem stieg der Gaspreis gemessen am TTF-Future weiter. Dieser zog im späten Handel steil um gut 9 Prozent an.

In China schwächelt besonders der Immobilienmarkt, der für einen großen Teil der Wirtschaft steht. Die chinesische Zentralbank hat nun wichtige Leitzinsen gesenkt, um so die Wirtschaft zu stützen.

Öl- und Rohstoff-Aktien schwach - defensive Aktien besser

Der Stoxx-Sub-Index der Öl- und Gasaktien fiel um 1,3 Prozent, der Index der ebenfalls von China abhängigen rohstoffnahen Basic Resources um 1,6 Prozent. Dagegen legten die defensiven Sub-Indizes der Versorger, der Pharmakonzerne sowie der Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zwischen 0,8 und 1,1 Prozent zu.

Die Aktien von AstraZeneca gewannen 2,3 Prozent, nachdem der Pharmakonzern weitere Erfolge bei der Erprobung seines Krebsmedikaments Enhertu gemeldet hatte. AstraZeneca sagte, dass Enhertu das Fortschreiten des metastasierenden Brustkrebses in einer Phase-3-Studie signifikant verzögert und damit die Ergebnisse einer früheren Studie bekräftigt. Enhertu wird gemeinsam von Astrazeneca und Daiichi Sankyo entwickelt und vermarktet.

Henkel legt überzeugende Zahlen vor

Im DAX wurden die Halbjahreszahlen von Henke als überzeugend eingestuft. Die EBIT-Marge liege mit 10,7 Prozent über der Erwartung seines Analysten, vor allem das organische Wachstum überzeuge, so ein Händler. In der Folge rechnet der Konsumgüterhersteller nun im Gesamtjahr mit einem organischen Umsatzplus zwischen 4,5 und 6,5 Prozent anstatt 3,5 bis 5,5 Prozent. "Viele Marktteilnehmer dürften zu pessimistisch in die Zahlen gegangen sein", ergänzt ein Händler. Der Kurs gewann 0,5 Prozent.

Die jüngste Aufwärtsbewegung in der Hellofresh-Aktie setzte sich fort. Mit Blick auf die endgültigen Zahlen zeigte sich, dass das bereinigte EBITDA mit 145,9 Millionen Euro knapp über dem Midpoint der zuvor genannten Spanne von 140 bis 150 Millionen Euro ausgefallen ist. Im Vorjahr lag der Wert bei 157,8 Millionen Euro. Die Aktie notierte vor einem Jahr noch über 80 Euro.

Uniper schlossen 4,0 Prozent höher: Die Gasumlage soll 2,419 Cent pro Kilowattstunde betragen. Sie soll ab Oktober von Privathaushalten und Unternehmen gezahlt werden, die Gas verbrauchen. Damit sollen Unternehmen wie Uniper entlastet werden, die wegen der gedrosselten Lieferungen aus Russland anderswo zu hohen Preisen Gas einkaufen müssen, um ihre Verträge zu erfüllen. Ihre Mehrkosten dürfen sie aktuell nicht weiterreichen. Auf einen Familienhaushalt können zusätzlich zu den gestiegenen Gaspreisen Mehrkosten von mehreren hundert Euro zukommen.

Nordex notierten 0,6 Prozent höher. Nachdem Wettbewerber wie Vestas vor allem mit dem Margenausblick an der Börse überzeugten, sollte nach Einschätzung der Jefferies-Analysten auch Nordex bei den Margen im abgelaufenen zweiten Quartal den Boden gesehen haben. Bei einem ebenfalls guten Auftragsbestand erwarten die Analysten allerdings, dass Nordex hinter dem Niveau der europäischen Wettbewerber zurückbleiben könnte. Ein Blick auf die Zahlen zum zweiten Quartal zeige, dass der Umsatz die Markterwartung leicht verfehlt habe, das EBITDA im Rahmen der Erwartung liege, der Nettoverlust allerdings mit 132,7 Millionen Euro noch unter dem erwarteten Minus 112,5 Millionen ausgefallen sei.

Encavis sehr fest - Vorzeitig am Ziel?

Mit Encavis ging es um 5,5 Prozent nach oben. Der Wind- und Solarparkbetreiber hat im ersten Halbjahr unter dem Strich etwa 16 Prozent mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Stifel meint, Encavis könnte die eigenen Ziele für 2025 nun sogar schon in diesem Jahr erreichen. Dagegen fielen Adesso nach ihren Halbjahreszahlen um 9,2 Prozent. Das Unternehmen hofft, dass es nach einer Delle im ersten Halbjahr nun wieder profitabler wird. Den Umsatzausblick hatte Adesso sogar angehoben.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 3.789,62 +12,81 +0,3% -11,8%

Stoxx-50 3.680,00 +13,53 +0,4% -3,6%

Stoxx-600 442,35 +1,48 +0,3% -9,3%

XETRA-DAX 13.816,61 +20,76 +0,2% -13,0%

FTSE-100 London 7.509,15 +8,26 +0,1% +1,6%

CAC-40 Paris 6.569,95 +16,09 +0,2% -8,2%

AEX Amsterdam 728,88 +3,12 +0,4% -8,7%

ATHEX-20 Athen Feiertag -1,0%

BEL-20 Bruessel 3.866,09 +21,88 +0,6% -10,3%

BUX Budapest 43.034,16 -628,79 -1,4% -15,2%

OMXH-25 Helsinki 4.853,97 -14,18 -0,3% -12,6%

ISE NAT. 30 Istanbul 3.066,79 -20,23 -0,7% +51,4%

OMXC-20 Kopenhagen 1.740,32 +16,15 +0,9% -6,6%

PSI 20 Lissabon 6.167,77 +26,76 +0,4% +11,2%

IBEX-35 Madrid 8.427,00 +26,60 +0,3% -3,3%

FTSE-MIB Mailand Feiertag -16,0%

RTS Moskau 1.112,93 -3,39 -0,3% -30,3%

OBX Oslo 1.134,63 -10,77 -0,9% +6,2%

PX Prag 1.250,96 -10,77 -0,9% -12,3%

OMXS-30 Stockholm 2.036,67 +4,15 +0,2% -15,8%

WIG-20 Warschau Feiertag -23,5%

ATX Wien 3.084,82 -2,72 -0,1% -19,4%

SMI Zuerich 11.171,54 +43,30 +0,4% -13,2%

* zu Vortagsschluss

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,90 -0,09 +1,08

US-Zehnjahresrendite 2,78 -0,05 +1,27

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:10 Uhr Fr, 17:23 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0183 -0,7% 1,0244 1,0255 -10,4%

EUR/JPY 135,59 -1,0% 136,43 137,00 +3,6%

EUR/CHF 0,9625 -0,4% 0,9652 1,0604 -7,2%

EUR/GBP 0,8427 -0,3% 0,8458 0,8458 +0,3%

USD/JPY 133,14 -0,3% 133,24 133,61 +15,7%

GBP/USD 1,2085 -0,4% 1,2111 1,2127 -10,7%

USD/CNH (Offshore) 6,7930 +0,8% 6,7741 6,7404 +6,9%

Bitcoin

BTC/USD 24.261,01 -0,3% 24.840,93 23.960,97 -47,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 88,59 92,09 -3,8% -3,50 +23,8%

Brent/ICE 94,30 98,15 -3,9% -3,85 +26,6%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 227,26 205,29 +10,3% 21,15 +238,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.780,67 1.802,30 -1,2% -21,64 -2,7%

Silber (Spot) 20,32 20,83 -2,5% -0,51 -12,8%

Platin (Spot) 940,57 962,53 -2,3% -21,96 -3,1%

Kupfer-Future 3,61 3,67 -1,5% -0,06 -18,5%

YTD zu Vortagsschluss

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DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 15, 2022 12:02 ET (16:02 GMT)

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