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05.10.2021 18:07

MÄRKTE EUROPA/Aktien der Banken ziehen kräftig an

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten haben sich die Kurse am Dienstag kräftig erholt. Der DAX stieg um 1,1 Prozent auf 15.194 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,7 Prozent auf 4.065 Punkte. Gefragt waren vor allem die Aktien der Banken, aber auch die zuletzt stark zurückgekommenen Technologiewerte legten zu. Im DAX wurden die Gewinner von Infineon angeführt. Übergeordnet blieben die Marktteilnehmer aber vielfach vorsichtig, auch weil der Ölpreis auf den höchsten Stand seit sieben Jahren stieg.

"Das schwarze Gold heizt die jüngsten Preissteigerungen an", sagte Christian Henke von IG Markets. Eine baldige Zinserhöhung werde zunehmend wahrscheinlicher. "Die steigende Inflation schürt die Ängste vor einem baldigen Eingreifen der US-Notenbank", so der Marktanalyst.

Demgegenüber machten die Konjunkturindikatoren den Anlegern Hoffnung. So ist der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich in Deutschland weniger stark zurückgegangen als zunächst errechnet, und der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist im August im Jahresvergleich um 48 Prozent nach oben geschnellt.

Das dämpfte etwas die Sorgen, die Wirtschaft habe ihre Wachstumsspitze überschritten. Allerdings können die vor allem im DAX wichtigen Auto-Aktien am Dienstag nicht mit dem Gesamtmarkt mithalten, ihr Branchenindex notiert lediglich gut behauptet. Hier drücken die Lieferkettenprobleme weiterhin auf die Produktion und die Umsatzerwartungen.

Die Banken profitierten laut Händlern von einer Branchenstudie von JP Morgan, die ein Kurspotenzial von 15 Prozent aufzeige. Credit Agricole stiegen um 5,7 Prozent, BBVA um 6,5 Prozent, Unicredit um 4,3 Prozent und Deutsche Bank um 3,6 Prozent.

Infineon blickt optimistisch in die Zukunft

Gut kam der Ausblick von Infineon an, für den Wert ging es um 4,8 Prozent nach oben. Der Chiphersteller rechnet für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Wachstum im Bereich von 15 Prozent und einer auf etwa 20 Prozent steigenden Marge. Das erwartete Umsatzwachstum im "mittleren" Zehn-Prozent-Bereich sei stark und spreche für Vollauslastung, hieß es an der Börse. Der Marktkonsens habe nur um 12 Prozent gelegen.

Online zurück in der Spur

Hellofresh gewannen 3,6 Prozent. Berenberg hat die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 100 Euro bekräftigt.

Auch andere Online-Aktien lagen nun wieder auf Erholungskurs. Zalando stiegen um 1,6 Prozent. Shop Apotheke zogen nach ersten Aussagen zum abgelaufenen Quartal um 8,7 Prozent an, Home24 um 3,8 Prozent und Westwing um 1,7 Prozent.

EdF unter Strom - Astrazeneca mit dem Markt im Plus

Die Aktien des Energieversorgers EdF (Electricite de France) gewannen 5,5 Prozent. Im Gegensatz zu anderen Versorgern wird der Atomstrom-Konzern als Gewinner des Energiepreisanstiegs gesehen. Zudem verbessere sich damit auch seine politische Positionierung angesichts der Neustrukturierung des europäischen Energiemarktes. Von der UBS heißt es dazu, man glaube, dass EdF dem Makro-Gegenwind besser widerstehen könne als Vergleichsunternehmen und sich dies in der Berichtssaison zeigen werde.

Keinen großen Kursschwung für Astrazeneca gab die Meldung, der Pharma-Riese habe bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für die Covid-19-Prophylaxe "AZD7442" beantragt. Damit solle eine Covid-Infektion verhindert werden. "Analysten sind da etwas skeptisch, ob das von den Patienten angenommen wird", meinte ein Händler. Der Unterschied oder Mehrwert gegenüber einer Impfung springe nicht sofort ins Auge. Die Aktien legten 0,3 Prozent zu.

Grenke und Compleo brechen ein

Für die Grenke-Aktie ging es dagegen um 6,7 Prozent nach unten. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Leasinggeschäft unter globalen Lieferengpässen gelitten, insbesondere bei Herstellern von Computer- und Bürotechnik. Der Konzern rechnet beim Leasingneugeschäft im Gesamtjahr nun mit 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Bislang waren es 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.

Einen Kurseinbruch um 16,2 Prozent verzeichneten Compleo Charging Solutions. Der Hersteller von Ladegeräten für E-Fahrzeuge hat überraschend die Gewinn- und Umsatzprognose für das ganze Jahr gesenkt. Das Unternehmen führt zahlreiche Gründe dafür an, unter anderem den Chipmangel.

Süss Micro wiederum konnten sich um 7,5 Prozent erholen. Der Technologiekonzern hat den Auftragseingang im dritten Quartal verglichen mit dem zweiten Quartal um 40 Prozent gesteigert. Die Ertrags- und Umsatzziele für das Geschäftsjahr hat das Unternehmen bekräftigt.

Berentzen schlossen mit einem Plus von 0,6 Prozent auf Tageshoch. Der für seinen Apfelkorn bekannte Getränkehersteller hat kurz vor Schluss zwar eine niedrigere Umsatzprognose veröffentlicht, die Prognosen für die operativen Gewinne hat er aber angehoben.

Tesco legten um 0,5 Prozent zu. Der britische Einzelhändler steht laut Sky News kurz vor einer Einigung mit den Aktionären in einem Streit, der seit einem Bilanzskandal im Jahr 2014 schwelt. Tesco wird demnach wahrscheinlich mehr als 100 Millionen Pfund an eine Gruppe institutioneller Aktionäre zahlen.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Euro-Stoxx-50 4.065,43 +69,02 +1,7% +14,4%

Stoxx-50 3.512,10 +39,97 +1,2% +13,0%

Stoxx-600 456,03 +5,26 +1,2% +14,3%

XETRA-DAX 15.194,49 +157,94 +1,1% +10,8%

FTSE-100 London 7.077,10 +66,09 +0,9% +8,5%

CAC-40 Paris 6.576,28 +98,62 +1,5% +18,5%

AEX Amsterdam 771,19 +13,99 +1,8% +23,5%

ATHEX-20 Athen 2.133,75 +22,89 +1,1% +10,3%

BEL-20 Bruessel 4.145,06 +28,14 +0,7% +14,5%

BUX Budapest 53.369,78 +134,84 +0,3% +26,8%

OMXH-25 Helsinki 5.347,45 +46,26 +0,9% +16,6%

ISE NAT. 30 Istanbul 1.488,75 -0,80 -0,1% -9,0%

OMXC-20 Kopenhagen 1.702,19 +16,76 +1,0% +16,2%

PSI 20 Lissabon 5.511,84 +21,83 +0,4% +13,0%

IBEX-35 Madrid 8.927,40 +135,70 +1,5% +10,6%

FTSE-MIB Mailand 25.956,02 +495,22 +1,9% +14,5%

RTS Moskau 1.840,11 +54,36 +3,0% +32,6%

OBX Oslo 1.045,08 +5,53 +0,5% +21,7%

PX Prag 1.362,32 +20,45 +1,5% +32,6%

OMXS-30 Stockholm 2.254,84 +21,54 +1,0% +20,3%

WIG-20 Warschau 2.364,72 +26,63 +1,1% +19,2%

ATX Wien 3.749,74 +80,27 +2,2% +31,3%

SMI Zuerich 11.587,00 +4,65 +0,0% +8,3%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,19 +0,03 +0,39

US-Zehnjahresrendite 1,53 +0,05 +0,61

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:33 Uhr Mo, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1610 -0,1% 1,1597 1,1619 -4,9%

EUR/JPY 129,37 +0,4% 128,94 128,88 +2,6%

EUR/CHF 1,0765 +0,2% 1,0743 1,0742 -0,4%

EUR/GBP 0,8512 -0,3% 0,8531 0,8541 -4,7%

USD/JPY 111,42 +0,5% 111,19 110,94 +7,9%

GBP/USD 1,3640 +0,2% 1,3592 1,3605 -0,2%

USD/CNH (Offshore) 6,4456 -0,1% 6,4544 6,4523 -0,9%

Bitcoin

BTC/USD 49.706,76 +1,6% 49.410,26 47.412,26 +71,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,91 77,62 +1,7% 1,29 +64,9%

Brent/ICE 82,88 81,26 +2,0% 1,62 +63,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.760,15 1.769,73 -0,5% -9,58 -7,3%

Silber (Spot) 22,56 22,68 -0,5% -0,11 -14,5%

Platin (Spot) 966,08 970,43 -0,4% -4,35 -9,7%

Kupfer-Future 4,21 4,24 -0,8% -0,03 +19,3%

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DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 05, 2021 12:08 ET (16:08 GMT)

Nachrichten zu Infineon AG

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26.11.2021Infineon BuyUBS AG
25.11.2021Infineon OverweightJP Morgan Chase & Co.
16.11.2021Infineon BuyGoldman Sachs Group Inc.
15.11.2021Infineon KaufenDZ BANK
11.11.2021Infineon OutperformCredit Suisse Group
26.11.2021Infineon BuyUBS AG
25.11.2021Infineon OverweightJP Morgan Chase & Co.
16.11.2021Infineon BuyGoldman Sachs Group Inc.
15.11.2021Infineon KaufenDZ BANK
11.11.2021Infineon OutperformCredit Suisse Group
11.11.2021Infineon Equal WeightBarclays Capital
10.11.2021Infineon Equal WeightBarclays Capital
08.10.2021Infineon Equal WeightBarclays Capital
06.10.2021Infineon HoldWarburg Research
06.10.2021Infineon Equal WeightBarclays Capital
04.03.2021Infineon UnderperformCredit Suisse Group
05.02.2021Infineon UnderperformCredit Suisse Group
03.02.2021Infineon UnderperformCredit Suisse Group
01.12.2020Infineon UnderperformCredit Suisse Group
10.11.2020Infineon UnderperformCredit Suisse Group

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