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26.03.2019 18:18
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MÄRKTE EUROPA/Auf Erholungskurs - Wirecard plus 26 Prozent

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen hat sich am Dienstag eine freundliche Stimmung durchgesetzt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,6 Prozent auf 3.320 Punkte. Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 11.419 Punkte. Er profitierte von einem Kursschub bei Wirecard, die sich um 26,3 Prozent erholten auf 125,00 Euro.

Laut Unternehmen hat eine externe Untersuchung keine wesentlichen Auswirkungen der möglichen Verfehlungen in Asien auf die Abschlüsse festgestellt. "Nach der Bestätigung des operativen Ausblicks ist die Aktie verglichen mit Worldpay und Co günstig bewertet", so ein Händler. Allerdings könnten sich Angestellte in Singapur strafbar gemacht haben. Die Bilanz-Pressekonferenz wird nun auf den 25. vom 4. April verschoben.

Konjunkturdaten enttäuschen - Markt spaltet sich auf

Zum Gesamtmarkt hieß es, am wahrscheinlichsten sei nun erst einmal eine Seitwärtsbewegung. "Der Markt spaltet sich auf", so ein Marktanalayst. Einerseits bremsten die kursierenden Konjunktursorgen zyklische konjunkturabhängige Aktien. Nun zeigten sich auch in den USA die Schwächeanzeichen immer deutlicher: Sowohl neue Daten vom Immobilienmarkt als auch zum US-Verbrauchervertrauen hatten enttäuscht. So standen im DAX ausgewählte konjunkturabhängige Aktien unter Druck: Heidelbergcement verloren 2,3 Prozent, BMW 1,5 Prozent, Daimler, VW und Thyssenkrupp jeweils knapp 1 Prozent.

Andererseits gab es wegen der extrem niedrigen Renditen am Anleihenmarkt laut Händlern aber kaum Anlagealternativen. Bis zu zehn Jahren Laufzeit warfen die Schuldenpapiere des Bundes weiter negative Renditen ab. "Zinsreagible und dividendenstarke Aktien bleiben europaweit überwiegend gesucht", so ein Händler. Bei den Stoxx-Branchen schlossen bis auf die knapp behaupteten Indizes der Banken und der Autowerte alle Sektor mehr oder weniger deutlich im Plus. Im DAX zogen Fresenius um 3,3 Prozent an und Beiersdorf um 1,3 Prozent.

Pfund mit Brexit-Entwicklung seitwärts

Gesprächsthema ist und bleibt aber auch der Brexit. Nach langem Zögern hat nun doch das britische Unterhaus die Initiative ergriffen. Die Abgeordneten wollten am Mittwoch Probeabstimmungen durchführen, um parteiübergreifende Alternativen zu dem zwischen London und Brüssel ausgehandelten Abkommen auszuloten. Mögliche Optionen waren ein Verbleib im EU-Binnenmarkt, ein Freihandelsabkommen mit der EU, ein Verbleib in der Zollunion, ein neues Brexit-Referendum oder eine Annullierung des geplanten EU-Austritts.

Für Marktstratege Thomas Altmann von QC Partner stieg damit die Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien am Ende gezwungen sein würde, einen längeren Aufschub bei der EU zu beantragen. Die Volkswirte von Berenberg sahen die Wahrscheinlichkeit für einen sogenannten harten Brexit bei 15 Prozent. Das Pfund Sterling tendierte unter Schwankungen seitwärts. Am späten Nachmittag kostete es 1,3223 Dollar und damit etwas mehr als am Montag. Auch beim Währungspaar Euro/Dollar tat sich wenig.

Bayer auf Sechsjahrestief

Im DAX setzte sich der Ausverkauf der Bayer-Aktie fort: Der Kurs fiel um 0,9 Prozent auf 57,07 Euro. Zeitweise rutschte der Kurs erstmals seit knapp sieben Jahren unter die Marke von 57 Euro. "Für die Aktie gibt es derzeit nur ein Thema und das ist das laufende Verfahren um den Unkrautvernichter Glyphosat", so ein Marktteilnehmer. Unlängst hat eine zweite Jury in den USA festgestellt, dass das Herbizid der Tochter Monsanto mit verantwortlich für eine Krebserkrankung des Klägers gewesen sei.

Nach Ansicht des Händlers ist das Risiko, die Aktie zu halten, weiter sehr hoch. Außerdem dürfte es auf Monate hinaus voraussichtlich keine juristische Klarheit geben. Bayer haben von den Hochs im vergangenen Jahr fast die Hälfte an Wert verloren.

Airbus von Auftrag beflügelt - Rückenwind für Nordex

Ein Großauftrag aus China stützte die Airbus-Aktie, die um knapp 2 Prozent zulegte. Die Chinesen hatten 300 Flugzeuge geordert. Der Auftrag wurde vom französischen Präsidenten Macron während des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Paris bekannt gegeben.

Nordex schossen um knapp 5 Prozent nach oben. Bei dem Windkraftanlagenhersteller soll der Umsatz dank des gut gefüllten Auftragsbuchs 2019 auf 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro zulegen, nachdem er 2018 um ein Fünftel eingebrochen war auf 2,5 Milliarden.

Deutsche Wohnen hatte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn weiter gesteigert, blieb damit aber hinter den Markterwartungen zurück. Für das laufende Jahr stellte das Unternehmen weiteres Wachstum in Aussicht und erhöht die Dividende für 2018. Die Aktie zog um 1,1 Prozent an.

Zooplus stark im Minus

Einen Halbierung des Kursziels auf 60 Euro belastete die Aktie von Zooplus. Dabei warnten die Analysten von Berenberg, dass Kunden auch jederzeit leicht auf andere Plattformen wie Amazon umsteigen könnten. Für Zooplus ging es um knapp 8 Prozent nach unten auf 98,35 Euro. Am Vortag hatte Baader Helvea die Aktie noch auf "Kaufen" erhöht und als Kursziel 140 Euro bestätigt. Baader hielt das Unternehmen für exzellent aufgestellt im Online-Tierfuttergeschäft mit einem Marktanteil von über 50 Prozent und einer Kundenbindungsrate von 94 bis 95 Prozent.

Jost Werke gewannen nach einem positiv aufgenommenen Ausblick 3,4. Der Lkw-Zulieferer strebt für 2019 einen Umsatz- und bereinigten Gewinnanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr an.

Rettungsanker für Debenhams

Nach massiven Verlusten in den vergangenen Monaten gewann die Aktie von Debenhams 42 Prozent. Die finanziell angeschlagene britische Kaufhauskette ist offen für eine mögliche Übernahme durch ihren größten Aktionär Sports Direct International. Eine Offerte würde den unmittelbaren Finanzierungsbedarf indes nicht beseitigen, so Debenhams. Die 1778 gegründete Kaufhauskette, die mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hat, hatte Anfang März ihre Prognose für das laufende Jahr kassiert. Sports Direct stiegen um 1,9 Prozent.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

stand absolut in % seit

Jahresbeginn

Euro-Stoxx-50 3.319,53 +19,05 +0,6% +10,6%

Stoxx-50 3.097,98 +26,75 +0,9% +12,2%

Stoxx-600 377,20 +2,87 +0,8% +11,7%

XETRA-DAX 11.419,48 +72,83 +0,6% +8,2%

FTSE-100 London 7.204,31 +26,73 +0,4% +6,7%

CAC-40 Paris 5.307,38 +46,74 +0,9% +12,2%

AEX Amsterdam 545,37 +4,22 +0,8% +11,8%

ATHEX-20 Athen 1.859,92 +10,52 +0,6% +15,6%

BEL-20 Brüssel 3.591,57 +30,89 +0,9% +10,7%

BUX Budapest 41.740,97 +135,80 +0,3% +6,7%

OMXH-25 Helsinki 4.102,91 +6,61 +0,2% +11,3%

ISE NAT. 30 Istanbul 122.205,24 -2552,24 -2,0% +6,9%

OMXC-20 Kopenhagen 1.015,15 +12,73 +1,3% +13,9%

PSI 20 Lissabon 5.142,44 +2,84 +0,1% +8,8%

IBEX-35 Madrid 9.183,10 +3,20 +0,0% +7,5%

FTSE-MIB Mailand 21.139,40 +79,80 +0,4% +14,9%

RTS Moskau 1.229,96 +1,62 +0,1% +15,4%

OBX Oslo 799,82 +1,19 +0,1% +8,2%

PX Prag 1.074,35 -1,98 -0,2% +8,9%

OMXS-30 Stockholm 1.574,16 +0,50 +0,0% +11,7%

WIG-20 Warschau 2.324,91 +12,12 +0,5% +2,1%

ATX Wien 3.035,59 +20,45 +0,7% +9,6%

SMI Zürich 9.389,30 +83,80 +0,9% +11,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,02 0,01 -0,26

US-Zehnjahresrendite 2,43 0,03 -0,25

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:35 Mo, 17:30 % YTD

EUR/USD 1,1283 -0,28% 1,1313 1,1312 -1,6%

EUR/JPY 124,72 +0,16% 124,57 124,58 -0,8%

EUR/CHF 1,1212 -0,12% 1,1232 1,1231 -0,4%

EUR/GBP 0,8541 -0,29% 0,8562 0,8590 -5,1%

USD/JPY 110,54 +0,45% 110,11 110,12 +0,8%

GBP/USD 1,3212 +0,02% 1,3213 1,3169 +3,5%

Bitcoin

BTC/USD 3.911,00 +0,21% 3.892,12 3.951,69 +5,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 59,90 58,82 +1,8% 1,08 +28,8%

Brent/ICE 67,85 67,21 +1,0% 0,64 +24,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.315,11 1.322,11 -0,5% -6,99 +2,5%

Silber (Spot) 15,44 15,54 -0,7% -0,10 -0,4%

Platin (Spot) 858,01 859,00 -0,1% -0,99 +7,7%

Kupfer-Future 2,86 2,86 +0,0% +0,00 +8,4%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 26, 2019 13:18 ET (17:18 GMT)

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24.04.2019Wirecard buyBaader Bank
11:31 UhrWirecard buyBaader Bank
24.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
24.04.2019Wirecard kaufenDZ BANK
24.04.2019Wirecard buyBaader Bank
17.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
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09.10.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HaltenDZ BANK
28.09.2018Wirecard NeutralCredit Suisse Group
27.09.2018Wirecard HaltenDZ BANK
15:46 UhrWirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
27.03.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
01.02.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
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