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24.04.2019 12:47
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MÄRKTE EUROPA/Berichtssaison schiebt Börsen auf Jahreshoch

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FRANKFURT (Dow Jones)--An den Aktienmärkten in Europa geht es zur Wochenmitte kräftig nach oben. Die Berichtssaison hat, wie zum Beispiel SAP aus Deutschland, überzeugende Zahlen geliefert. Aber auch die Schweizer Credit Suisse hat eine gute Vorlage für die Branche geliefert. Hier steht vor allem die Deutsche Bank mit ihren Quartalszahlen am Freitag im Fokus, zumal auch auf Aussagen über das mögliche Zusammengehen mit der Commerzbank gewartet wird. Der enttäuschende ifo-Geschäftsklima-Index trübt die Stimmung dagegen nicht.

Der DAX erhöht sich um 0,9 Prozent auf 12.345 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent auf 3.513 Punkte zu. Beide Indizes haben im Verlauf neue Jahreshochs markiert. Hier belasten allerdings leicht die schwachen Ölwerte. Aber auch die europäischen Versorger notieren im Minus, nachdem die Analysten von Merrill Lynch Eon um zwei Stufen auf "Reduce" nach "Buy" gesenkt haben sollen.

Für die Wirecard-Aktie geht es 8,5 Prozent nach oben. Der DAX-Konzern hat mit dem japanischen Softbank-Konzern eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Softbank steigt dabei mit 900 Millionen Euro über eine Wandelanleihe bei Wirecard ein, was am Markt als Vertrauensbeweis für das angeschlagene Unternehmen gewertet wird. Am Donnerstag veröffentlicht Wirecard endgültige Geschäftszahlen für 2018. An der Börse wird nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen beim Ausblick positiv überrascht.

SAP überzeugt mit Zahlen - Profitabilität soll weiter erhöht werden

Nach starken Zahlen rücken SAP um 8,3 Prozent vor. SAP will nach dem überraschend starken Wachstum im ersten Quartal das Geschäft in den kommenden Jahren noch stärker auf Profitabilität trimmen und hat dazu ein umfassendes Paket geschnürt. Ziel ist es, bis 2023 die operative Marge jährlich um durchschnittlich 1 Prozentpunkt erhöhen. Nach Einschätzung der Citigroup befindet sich die Umstrukturierung von SAP auf einem guten Weg. Die als aktivistischer Investor bekannte Elliott, die an SAP beteiligt ist, hält eine Verdoppelung des Gewinns je Aktie bis 2023 für möglich.

Für Credit Suisse geht es 2,7 Prozent nach oben. "Die Zahlen liegen deutlich über den Erwartungen, und das überrascht bei dem Umfeld positiv", sagt ein Händler. Besonders der Bereich "Global Markets" habe unerwartet gut abgeschnitten. Der europäische Bankensektor notiert kaum verändert.

Positiv beurteilen Marktteilnehmer angebliche Fusionsgespräche zwischen den Vermögensverwaltungssparten der Deutschen Bank (DWS) und der Schweizer UBS. Allerdings heißt es auch, es gebe keine Garantie für einen erfolgreichen Abschluss der Gespräche. Es gibt aber auch andere Interessenten für die DWS. Angeblich sollen auch die Allianz und Amundi ein Auge auf die DWS geworfen haben. DWS gewinnen 1,5 Prozent, während es für die UBS um 1,7 Prozent nach oben geht.

Volvo gewinnen 3,7 Prozent. "Die Zahlen sind gut", sagt ein Marktteilnehmer. Der Nettogewinn liege klar über den Erwartungen. Volvo hat im ersten Quartal 10,62 Milliarden Kronen verdient, fast 30 Prozent mehr als erwartet. Die Margen stiegen deutlich. Besonders in China habe sich das Geschäft besser entwickelt als erwartet. Für den Autosektor insgesamt geht es indes nach einer Gewinnwarnung von Nissan um 0,5 Prozent nach unten. Renault werden mit einem Minus von 3,3 Prozent in Mitleidenschaft gezogen.

Novartis hebt die Gewinnprognose an

Novartis hat im ersten Quartal den Umsatz und das Ergebnis gesteigert und die Prognose für das operative Ergebnis 2019 angehoben. Am Aktienmarkt kommen die Zahlen gut an. Die Aktie legt um 2,6 Prozent zu. Citi rechnet damit, dass der Markt seine Gewinnschätzungen je Novartis-Aktie um 2 bis 4 Prozent erhöhen wird.

Akzo Nobel verlieren dagegen 3,6 Prozent. Das operative Ergebnis ist zwar um 9 Prozent auf 163 Millionen Euro gestiegen. Die Analysten hätten allerdings 176 Millionen Euro erwartet, heißt es am Markt.

Vinci steigen um 1,7 Prozent. "Der Umsatzanstieg ist stark", so ein Händler. In den drei Monaten per Ende März stieg der Umsatz auf 9,7 Milliarden Euro, von 8,85 Milliarden Euro im gleichen Vorjahresquartal. Den Ausblick hat das Unternehmen bekräftigt.

Deutz verbessern sich um 3,3 Prozent. Der Konzern hat im ersten Quartal sowohl das operative Ergebnis als auch die Marge deutlich gesteigert. "Das dürfte den etwas niedrigeren Auftragseingang in den Hintergrund drängen", sagt ein Händler. Den Ausblick hat Deutz bekräftigt.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.513,21 0,27 9,36 17,05

Stoxx-50 3.196,06 0,33 10,41 15,80

DAX 12.344,68 0,89 109,17 16,91

MDAX 26.121,66 0,32 83,19 21,00

TecDAX 2.893,83 2,10 59,42 18,11

SDAX 11.775,42 0,44 52,16 23,83

FTSE 7.504,54 -0,25 -18,53 11,82

CAC 5.594,44 0,05 2,76 18,26

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,01 -0,03 -0,23

US-Zehnjahresrendite 2,53 -0,03 -0,15

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:21 Di, 17:08 % YTD

EUR/USD 1,1214 -0,08% 1,1205 1,1206 -2,2%

EUR/JPY 125,43 -0,10% 125,28 125,40 -0,3%

EUR/CHF 1,1420 -0,27% 1,1430 1,1448 +1,5%

EUR/GBP 0,8661 -0,19% 0,8671 0,8657 -3,8%

USD/JPY 111,86 -0,02% 111,80 111,90 +2,0%

GBP/USD 1,2947 +0,10% 1,2922 1,2944 +1,4%

Bitcoin

BTC/USD 5.465,76 -1,87% 5.605,63 5.573,14 +47,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,06 66,30 -0,4% -0,24 +40,8%

Brent/ICE 74,47 74,51 -0,1% -0,04 +35,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.272,49 1.272,40 +0,0% +0,09 -0,8%

Silber (Spot) 14,83 14,83 +0,0% +0,00 -4,3%

Platin (Spot) 890,94 887,00 +0,4% +3,94 +11,9%

Kupfer-Future 2,91 2,89 +0,6% +0,02 +10,4%

===

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 24, 2019 06:47 ET (10:47 GMT)

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