MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Anleger bleiben gelassen

15.04.24 12:56 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen bauen bis Montagmittag die Gewinne aus. Die Anleger sind optimistisch, dass es zu keiner Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel kommen wird. Der DAX gewinnt 0,9 Prozent auf 18.085 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt 0,9 Prozent auf 5.002 Zähler zu. "Positiv ist, dass die Ölpreise nicht weiter steigen", so ein Marktanalyst. Ein Barrel der Sorte Brent fällt zurück auf 89,80 Dollar am Terminmarkt, nachdem der Preis am Freitag in der Spitze bis auf 92,18 Dollar in die Höhe geschossen war. Auch auf der Anleiheseite bleibt es ruhig.

Allerdings meint der Marktanalyst zudem, dass die Lage trotzdem angespannt bleibe. "Die Stimmung kann jederzeit wieder ins Negative umschlagen", sagt er. Israel hat bisher auf einen Gegenschlag auf den iranischen Angriff verzichtet, allerdings auch angekündigt, dass die Raketen- und Drohnenattacken nicht unbeantwortet bleiben würden. Laut Beobachtern drängt vor allem die Biden-Regierung Israel zur Deeskalation. Neben der Geopolitik stehen zum Wochenauftakt Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen im Blick sowie die Erstquartalszahlen von Goldman Sachs.

Öl-Stopp durch Straße von Hormuz unwahrscheinlich

Das größte geopolitische Risiko für die internationalen Märkte wäre laut Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, eine Blockade der Öltransporte in der Straße von Hormuz durch den Iran. "Das würde aber auch den Iran selbst stark treffen, deshalb werden die Mullahs voraussichtlich nicht so weit gehen", so der Kapitalmarktexperte. Abgesehen von der allgemeinen Verunsicherung sollte der aktuelle Konflikt zwischen Israel und dem Iran keinen starken Einfluss auf die Weltwirtschaft haben, zeigt er sich vergleichsweise gelassen. Der Prozess steigender Prognosen für die Weltwirtschaft setze sich fort, sagt er.

Auf Unternehmensseite bleibt es ruhig. Redcare fallen um 3 Prozent auf 134,50 Euro. "Zuletzt sind mehrere Tests des Widerstandsbereichs um 150 Euro gescheitert", so ein Marktteilnehmer. Das Scheitern löse nun einen Rücksetzer aus.

Anbieter erneuerbarer Energien leiden zum Wochenauftakt unter dem fallenden Ölpreis. SMA Solar und Verbio verlieren 2,4 bzw 2,7 Prozent, Nordex 1,3 Prozent und Energiekontor 1,1 Prozent. Auch traditionelle Energieversorger wie RWE (1,8%) geben nach dem Aufwärtsschub vom Freitag wieder nach.

Lufthansa und auch andere Fluggesellschaften profitieren laut Marktteilnehmern von Short-Covering. "Hier sind in Vorwegnahme der Eskalation zwischen Israel und dem Iran vor dem Wochenende Hedgings aufgebaut worden", so ein Marktteilnehmer. Nun würden die Shorts wieder geschlossen. Lufthansa steigen um 1,6 Prozent. Auch Easyjet (+0,8%) und Air France (+1,7%) legen zu.

Chinesen kaufen Gold

Die Nachfrage nach Gold ist laut Deutsche Bank besonders in China hoch. Dort würden mittlerweile 242 verschiedene, mit physischem Gold hinterlegte Zertifikate angeboten. Die Nachfrage sei so groß, dass vergangene Woche eines dieser Zertifikate mit einem Aufpreis von 31 Prozent über dem Preis physischen Goldes gehandelt worden sei.

Am Freitag hatte das Edelmetall unter Gewinnmitnahmen gelitten und von einem neuen Rekord von gut 2.400 Dollar zeitweise über 100 Dollar verloren. Am Mittag zieht der Preis für die Feinunze auf 2.350 Dollar an.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.001,75 +0,9% 46,74 +10,6%

Stoxx-50 4.399,62 +0,3% 14,36 +7,5%

DAX 18.084,76 +0,9% 154,44 +8,0%

MDAX 26.646,33 +0,3% 69,50 -1,8%

TecDAX 3.343,10 +0,5% 16,84 +0,2%

SDAX 14.360,02 +0,1% 11,55 +2,9%

FTSE 7.962,31 -0,4% -33,27 +3,4%

CAC 8.070,68 +0,7% 59,85 +7,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,41 +0,05 -0,16

US-Zehnjahresrendite 4,57 +0,07 +0,69

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:12 Uhr Fr, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0657 +0,2% 1,0653 1,0635 -3,5%

EUR/JPY 164,04 +0,8% 163,98 162,78 +5,4%

EUR/CHF 0,9734 +0,2% 0,9738 0,9699 +4,9%

EUR/GBP 0,8530 -0,2% 0,8551 0,8548 -1,7%

USD/JPY 153,93 +0,6% 153,86 153,05 +9,3%

GBP/USD 1,2494 +0,4% 1,2466 1,2442 -1,8%

USD/CNH (Offshore) 7,2611 -0,1% 7,2595 7,2682 +1,9%

Bitcoin

BTC/USD 66.622,94 +4,5% 65.233,17 69.437,82 +53,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 85,08 85,66 -0,7% -0,58 +17,1%

Brent/ICE 89,83 90,45 -0,7% -0,62 +17,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 30,06 30,79 -2,4% -0,73 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.354,45 2.344,24 +0,4% +10,21 +14,2%

Silber (Spot) 28,43 27,88 +2,0% +0,55 +19,6%

Platin (Spot) 974,15 975,75 -0,2% -1,60 -1,8%

Kupfer-Future 4,30 4,26 +1,1% +0,05 +10,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 15, 2024 06:57 ET (10:57 GMT)

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