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17.12.2018 16:22
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen nach schwachem Empire State Verluste aus

Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Abgabedruck an Europas Börsen nimmt am Montagnachmittag kräftig zu. Auslöser ist ein deutlich unter den Erwartungen ausgefallener US-Empire-State-Index. Dieser ist im Dezember auf 10,9 nach zuvor 23,2 Punkten zurückgegangen. Erwartet wurde lediglich ein Rückgang auf 21 Punkte. Die Lesung indiziert zwar weiter ein Wachstum der US-Wirtschaft, unterstreicht aber zunehmende Wachstumssorgen. Der Euro-Stoxx-50 verliert 1,1 Prozent auf 3.057 Punkte. Für den DAX geht es 1,3 Prozent auf 10.721 Zähler nach unten.

Im Handel ist von mangelnder Kaufbereitschaft der Anleger die Rede. Diese halten sich zurück. Fundamental stehen die Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Dienstag und das wichtige Wirtschaftsforum Central Economic Work Conference im weiteren Wochenverlauf im Blick. Beobachter schließen nicht aus, dass die chinesischen Behörden zur Stärkung der Wirtschaft neue Unterstützungsmaßnahmen bekannt geben könnten.

Daneben warten die Anleger auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt als ausgemacht. Was die Anleger allerdings viel mehr umtreibt, ist die Frage, wie es 2019 weitergeht. Es wird nicht ausgeschlossen, dass die US-Währungshüter auf ihrer Sitzung ihre Zinserwartungen für das kommende Jahr senken könnten. US-Präsident Donald Trump hat sich derweil erneut zu Wort gemeldet und die Fed unter Druck gesetzt. Es sei unglaublich, dass die Fed eine weitere Zinserhöhung auch nur in Erwägung ziehe.

Mode-Einzelhändler von Asos-Gewinnwarnung belastet

Ein Kursdebakel erleben Aktien aus der Modebranche. Dabei sind reine Online-Textilhändler stärker betroffen als Aktien von Unternehmen, die auch Filialen betreiben. Der britische Online-Händler Asos hat von einem schwachen November-Geschäft berichtet und daraufhin die Ziele gesenkt. Das schürt Ängste vor einem branchenweit schlechten Weihnachtsgeschäft. Asos brechen an der Londoner Börse fast 40 Prozent ein. Für die Zalando-Aktie geht es um 13,6 Prozent nach unten, für den britischen Wettbewerber Boohoo um 13 Prozent.

Inditex verlieren 3,7 Prozent, die H&M-Aktie 10 Prozent. H&M hat selbst ebenfalls Geschäftszahlen vorgelegt. Dem schwedischen Modehändler sei im vierten Geschäftsquartal zwar trotz schwieriger Marktbedingungen eine Umsatzbeschleunigung gelungen, merken die Analysten von Bryan Garnier an. Allerdings habe H&M auch von sehr günstigen Vergleichszahlen profitiert. Und das Management habe eingeräumt, dass die Lagerbestände derzeit höher seien als geplant. Insofern bestehe ein gewisses Abschreibungsrisiko.

Die Gewinnwarnung von Asos belastet aber auch die Aktien der Sportartikelhersteller. So geben Adidas 4,3 Prozent nach und Puma 6,7 Prozent. Hugo Boss verlieren 4,9 Prozent und Tom Tailor 3,3 Prozent. Der Stoxx-Einzelhandelsindex ist mit einem Minus von 3 Prozent klar das Schlusslicht in Europa.

Ein positiver Ausreißer in der Textilbranche sind Gerry Weber, gestützt von Aussagen, wonach das krisengeschüttelte Modeunternehmen 2021 die Trendwende schaffen will. "Abwarten", so ein Börsianer dazu. Der schwer gebeutelte und praktisch auf Jahrestief liegende Kurs der Aktie zieht um 3,3 Prozent an.

Innogy warnt

Innogy ist mit dem Plan für den Ausstieg aus dem hart umkämpften britischen Energiemarkt gescheitert. Die RWE-Tochter und der schottische Versorger SSE haben die vor einem Jahr vereinbarte Zusammenlegung der britischen Tochter Npower mit dem Endkundengeschäfts von SSE abgesagt. Weil Innogy Npower nun wieder als fortgeführtes Geschäft führen muss, hat das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftjahr angepasst - und zwar nach unten. Der bereinigte operative Gewinn wird nun rund 100 Millionen Euro schwächer ausfallen. Beide Aktien verlieren darauf. Innogy geben um 1,2 Prozent nach und SSE um 2,2 Prozent.

Aktienrückkäufe stützen den Kurs von BHP Billiton, der 2 Prozent gewinnt. Der Rohstoffkonzern hat 5 Prozent der eigenen Aktien zurückerworben und dafür 5,2 Milliarden US-Dollar aufgewendet. Aktionäre sollen zudem eine Sonderdividende erhalten.

Die Aktie der Deutschen Bank kann nicht davon profitieren, dass das Emirat Katar einem Bericht des Handelsblatts zufolge die Aufstockung seines Anteils an der Bank erwägt. Der Kurs gibt um 2,6 Prozent nach.

Barclays sieht Telekomsektor positiver

Bei den Branchen geht es für die Versicherer um 1,3 Prozent nach unten. Beim Stresstest der europäischen Versicherungsaufsicht haben sich die Branchenunternehmen wenig überraschend als grundsätzlich robust und krisenfest erwiesen. Ein Ergebnis ist aber auch, dass die anhaltende Niedrigzinsphase für die Unternehmen eine Herausforderung bleibt.

Der Telekomsektor ist unterdessen von den Analysten von Barclays auf "Positiv" von "Negativ" aufgewertet worden. Der Stoxx-Sektorindex steigt um 0,2 Prozent und ist damit Tagesgewinner.

Am Devisenmarkt zeigt sich das Pfund volatil. Nachdem die britische Währung am Vormittag noch kräftiger gegen den Dollar aufgewertet hat, gerät die Devise am Nachmittag wieder verstärkt unter Druck. Die britische Premierministerin Theresa May hat der Idee einer zweiten Abstimmung über den Brexit eine Absage erteilt, weil damit ein Vertrauensbruch gegenüber der Bevölkerung begangen würde, mithin ein "irreparabler Schaden" entstünde. Weil es zugleich weiter ungünstig aussieht, was einen Abstimmungserfolg im Parlament für den Brexit-Deal Mays betrifft, steuert das Land damit weiter auf einen harten Brexit zu.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.057,41 -1,14 -35,19 -12,74

Stoxx-50 2.814,85 -1,05 -29,96 -11,42

DAX 10.721,18 -1,33 -144,59 -17,00

MDAX 21.867,35 -1,86 -414,10 -16,54

TecDAX 2.487,28 -1,29 -32,55 -1,65

SDAX 9.661,60 -2,25 -221,96 -18,72

FTSE 6.770,52 -1,09 -74,65 -10,96

CAC 4.796,00 -1,19 -57,69 -9,72

Bund-Future 163,15% -0,07 3,78

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:46 Fr, 17:27 % YTD

EUR/USD 1,1339 +0,29% 1,1315 1,1296 -5,6%

EUR/JPY 128,06 -0,06% 128,31 128,10 -5,3%

EUR/CHF 1,1257 -0,24% 1,1288 1,1259 -3,9%

EUR/GBP 0,8995 +0,11% 0,8993 0,8987 +1,2%

USD/JPY 112,96 -0,32% 113,41 113,41 +0,3%

GBP/USD 1,2608 +0,20% 1,2582 1,2569 -6,7%

Bitcoin

BTC/USD 3.389,63 +6,03% 3.228,51 3.193,01 -76,4%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 J. -0,60 -0,61 0,01

Deutschland 10 J. 0,26 0,25 -0,18

USA 2 Jahre 2,71 2,74 0,82

USA 10 Jahre 2,86 2,89 0,45

Japan 2 Jahre -0,15 -0,15 -0,02

Japan 10 Jahre 0,03 0,03 -0,02

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 50,31 51,20 -1,7% -0,89 -12,9%

Brent/ICE 60,15 60,28 -0,2% -0,13 -4,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.241,68 1.238,35 +0,3% +3,33 -4,7%

Silber (Spot) 14,60 14,57 +0,1% +0,02 -13,8%

Platin (Spot) 784,85 787,50 -0,3% -2,65 -15,6%

Kupfer-Future 2,72 2,76 -1,4% -0,04 -18,8%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 17, 2018 10:23 ET (15:23 GMT)

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

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23.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
19.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
17.07.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
12.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
11.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.06.2019Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.10.2018Deutsche Bank buyequinet AG
30.08.2018Deutsche Bank buyequinet AG
24.05.2018Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.05.2018Deutsche Bank buyequinet AG
23.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
12.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
11.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
09.07.2019Deutsche Bank neutralIndependent Research GmbH
09.07.2019Deutsche Bank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
17.07.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
09.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
09.07.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
08.07.2019Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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