MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen nach US-Daten Gewinne aus

15.04.24 16:02 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Nach starken US-Einzelhandelsdaten bauen Europas Börsen am Montagnachmittag die Gewinne aus. Die Einzelhandelsumsätze sind im März um 0,7 Prozent gestiegen und damit weit über der Schätzung von 0,3 Prozent. Der iranische Raketenangriff auf Israel vom Wochenende spielt derweil keine größere Rolle. Die Anleger glauben offenbar nicht eine Eskalation der Lage im Nahen Osten. Der DAX gewinnt 1,3 Prozent auf 18.159 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt 1,4 Prozent auf 5.024 Zähler zu. Der Ölpreis gibt sogar nach - Brent notiert nach dem Anstieg am Freitag auf bis zu 92,18 Dollar wieder unter der Marke von 90 Dollar. Der Euro wertet derweil nach den US-Daten auf 1,0640 Dollar ab.

Israel hat bisher auf einen Gegenschlag auf den iranischen Angriff verzichtet, allerdings auch angekündigt, dass die Raketen- und Drohnenattacken nicht unbeantwortet bleiben würden. Laut Beobachtern drängt vor allem die Biden-Regierung Israel zur Deeskalation.

Öl-Stopp durch Straße von Hormuz unwahrscheinlich

Das größte geopolitische Risiko für die internationalen Märkte wäre laut Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, eine Blockade der Öltransporte in der Straße von Hormuz durch den Iran. "Das würde aber auch den Iran selbst stark treffen, deshalb werden die Mullahs voraussichtlich nicht so weit gehen", so der Kapitalmarktexperte. Abgesehen von der allgemeinen Verunsicherung sollte der aktuelle Konflikt zwischen Israel und dem Iran keinen starken Einfluss auf die Weltwirtschaft haben, zeigt er sich vergleichsweise gelassen. Der Prozess steigender Prognosen für die Weltwirtschaft setze sich fort, sagt er.

Nach dem Aufwärtsschub vom Freitag geben RWE 1,4 Prozent nach. Deutsche Bank werden von starken Goldman-Zahlen leicht gestützt und liegen 0,6 Prozent vorne. Nach vorläufigen Zahlen verlieren Lufthansa 1 Prozent.

Temenos können sich erholen. Nach den jüngsten Schwächeanfällen steigt der Kurs um 21 Prozent. Unabhängige Prüfer hätten die Einhaltung der Rechnungslegungsvorschriften festgestellt, so das Unternehmen für Bankensoftware. Damit sei die Untersuchung der Vorwürfe von Hindenburg Research beendet.

Chinesen kaufen Gold

Die Nachfrage nach Gold ist laut Deutsche Bank besonders in China hoch. Dort würden mittlerweile 242 verschiedene, mit physischem Gold hinterlegte Zertifikate angeboten. Die Nachfrage sei so groß, dass vergangene Woche eines dieser Zertifikate mit einem Aufpreis von 31 Prozent über dem Preis physischen Goldes gehandelt worden sei.

Am Freitag hatte das Edelmetall unter Gewinnmitnahmen gelitten und von einem neuen Rekord von gut 2.400 Dollar zeitweise über 100 Dollar verloren. Am Montag zieht der Preis für die Feinunze auf 2.350 Dollar an.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.024,31 +1,4% 69,30 +11,1%

Stoxx-50 4.416,33 +0,7% 31,07 +7,9%

DAX 18.159,15 +1,3% 228,83 +8,4%

MDAX 26.660,12 +0,3% 83,29 -1,8%

TecDAX 3.365,87 +1,2% 39,61 +0,9%

SDAX 14.370,11 +0,2% 21,64 +2,9%

FTSE 8.000,91 +0,1% 5,33 +3,4%

CAC 8.106,28 +1,2% 95,45 +7,5%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,44 +0,08 -0,14

US-Zehnjahresrendite 4,63 +0,13 +0,75

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:12 Uhr Fr, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0637 +0,0% 1,0653 1,0635 -3,7%

EUR/JPY 164,19 +0,9% 163,98 162,78 +5,5%

EUR/CHF 0,9726 +0,1% 0,9738 0,9699 +4,8%

EUR/GBP 0,8530 -0,1% 0,8551 0,8548 -1,7%

USD/JPY 154,37 +0,9% 153,86 153,05 +9,6%

GBP/USD 1,2469 +0,2% 1,2466 1,2442 -2,0%

USD/CNH (Offshore) 7,2612 -0,1% 7,2595 7,2682 +1,9%

Bitcoin

BTC/USD 65.883,25 +3,3% 65.233,17 69.437,82 +51,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 84,75 85,66 -1,1% -0,91 +16,7%

Brent/ICE 89,49 90,45 -1,1% -0,96 +16,8%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 30,66 30,79 -0,4% -0,13 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.347,88 2.344,24 +0,2% +3,64 +13,8%

Silber (Spot) 28,57 27,88 +2,5% +0,69 +20,2%

Platin (Spot) 969,03 975,75 -0,7% -6,72 -2,3%

Kupfer-Future 4,33 4,26 +1,7% +0,07 +10,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 15, 2024 10:03 ET (14:03 GMT)

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