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20.03.2019 13:00
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Bayer und Fed im Blick

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Verluste am Mittwochmittag aus. Im Blick stehen der Kurseinbruch von Bayer, der den DAX belastet, sowie die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Es gilt es als ausgemachte Sache, dass am US-Leitzinskorridor nicht gedreht wird. Gut möglich ist, dass sich die Währungshüter komplett von der Vorstellung von Zinserhöhungen im laufenden Jahr verabschieden werden. Vielleicht noch wichtiger aus Marktsicht ist die Frage, was mit der während der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz passieren wird. Die Fed könnte mitteilen, wann sie die Schrumpfung der Bilanz beenden wird.

Im Vorfeld der Entscheidung nehmen die Anleger erst einmal Gewinne mit. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,6 Prozent auf 3.388 Punkte. Der DAX muss dagegen mit Abschlägen von 1,2 Prozent auf 11.642 Punkte sehr viel heftigere Verluste verkraften. Hauptgrund dafür ist der Kurseinbruch von Bayer um 12,4 Prozent. Ein US-Gericht hat entschieden, dass Glyphosat ein "wesentlicher Faktor" für die Krebserkrankung eines Klägers war. Damit ist aber noch nicht klar, ob Bayer schadenersatzpflichtig ist. Denn erst in einer weiteren Phase soll nun darüber verhandelt werden, ob die Tochter Monsanto auch für den Krebs des Klägers verantwortlich gemacht werden kann.

BMW belasten Autosektor

Schlechte Nachrichten von BMW belasten den Autosektor. Der bayerische Hersteller hat einen schwachen Ausblick vorgelegt, der das Papier um 4,6 Prozent nach unten zieht. BMW rechnet 2019 trotz steigender Autoverkäufe mit einem deutlichen Rückgang des Gewinns. BMW stellt eine operative Marge im Autogeschäft von 6 bis 8 Prozent in Ausblick, was klar unter dem Langfristziel von 8 bis 10 Prozent liegt, heißt es von Jefferies. Der Autosektor führt mit Verlusten von 1,8 Prozent die Verliererliste in Europa an.

Unter Druck zeigen sich auch Kingfisher mit Verlusten von 2,6 Prozent. "Die Entwicklung wird immer unübersichtlicher", so ein Händler. Nach schwachen Geschäftszahlen habe nun der CEO seinen Abgang verkündet.

UBS gehören mit einem Minus von 2,5 Prozent ebenfalls zu den Verlierern in Europa. "Der Ausblick ist sehr schwach", so ein Händler mit Blick auf erste Indikationen zum nun bald endenden Quartal. Allein im Investmentbanking sind die Einnahmen um ein Drittel eingebrochen, und auch "Global Wealth Management" steht unter Druck.

Inmarsat haussieren mit Übernahmeplänen

Inmarsat machen einen Sprung von 17 Prozent. Ein Konsortium aus Apax Partners, Warburg Pincus, Canada Pension Plan Investment Board und Ontario Teachers' Pension Plan Board will das Satellitenunternehmen übernehmen. Jefferies schließt einen Bieterkampf nicht aus. Im Fahrwasser geht es für Eutelsat um 0,7 Prozent nach oben.

Schwache Vorlagen von Fedex drücken Deutsche Post um 0,6 Prozent nach unten. Munich Re geben um 1,8 Prozent nach. Hier drückt immer noch der relativ schwache Ausblick auf das laufende Jahr etwas auf die Stimmung. In der zweiten Reihe fallen Fraport mit einer Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs um 7 Prozent. Fuchs Petrolub brechen mit einem schwachen Ausblick um 6,5 Prozent ein. Im SDAX geben Grenke mit einer Abstufung 8,2 Prozent ab.

Jungheinrich drehen ins Plus und liegen nun 3,3 Prozent vorne. Positiv hebt Baader das Volumenwachstum hervor. Auch könnte sich die Unternehmens-Prognose als zu konservativ erweisen.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.388,37 -0,61 -20,63 12,89

Stoxx-50 3.121,20 -0,53 -16,49 13,08

DAX 11.642,27 -1,24 -146,14 10,26

MDAX 25.228,97 -0,66 -166,54 16,87

TecDAX 2.709,26 0,16 4,29 10,57

SDAX 10.985,97 -0,75 -83,03 15,53

FTSE 7.322,47 -0,02 -1,53 8,86

CAC 5.419,16 -0,12 -6,74 14,55

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,09 0,00 -0,15

US-Zehnjahresrendite 2,60 -0,02 -0,08

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:31 Uhr Di 17.03 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1355 +0,01% 1,1347 1,1351 -1,0%

EUR/JPY 126,63 +0,14% 126,65 126,41 +0,7%

EUR/CHF 1,1342 +0,01% 1,1346 1,1347 +0,8%

EUR/GBP 0,8586 +0,35% 0,8561 0,8554 -4,6%

USD/JPY 111,54 +0,15% 111,54 111,37 +1,7%

GBP/USD 1,3222 -0,35% 1,3254 1,3267 +3,6%

Bitcoin

BTC/USD 3.989,15 -0,04% 3.986,52 3.978,56 +7,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,60 59,03 -0,7% -0,43 +27,2%

Brent/ICE 67,45 67,61 -0,2% -0,16 +23,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.304,72 1.306,73 -0,2% -2,00 +1,7%

Silber (Spot) 15,33 15,37 -0,3% -0,04 -1,1%

Platin (Spot) 858,25 850,50 +0,9% +7,75 +7,8%

Kupfer-Future 2,92 2,92 +0,1% +0,00 +10,9%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 20, 2019 08:01 ET (12:01 GMT)

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