09.08.2022 12:37

MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Munich Re nach Zahlen gesucht

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Verluste Dienstagmittag weiter aus. Der DAX verliert 0,9 Prozent auf 13.569 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,7 Prozent auf 3.731 Zähler nach unten. Ein paar Impulse für die Einzelwerte liefert noch die laufende Berichtssaison. Ansonsten ist der Datenkalender recht leergefegt, der wichtigste Termin der Woche ist die Veröffentlichung der Inflationsdaten aus den USA am morgigen Mittwoch. Nachdem die US-Teuerungsrate im Juni auf 9,1 Prozent nach oben geschnellt war, rechnen die Marktstrategen der DZ Bank damit, dass der Teuerungsschub im Juli geringfügig auf eine Jahresrate von 8,8 Prozent nachgelassen hat. Für die leichte Entspannung sollten vor allem die Energiepreise sorgen.

Bis zu ihrer Vorlage dürften die Aktienmärkte eher seitwärts tendieren, heißt es an der Börse. Aktuell rechnen knapp 65 Prozent der US-Marktteilnehmer auf der September-Sitzung der US-Notenbank mit einem weiteren großen Zinsschritt um 75 Basispunkte. Als weiterer Indikator in dieser Richtung werden die Lohnstückkosten gesehen, die am Nachmittag im Rahmen der Daten zur US-Produktivität veröffentlicht werden. Schon die Lohnentwicklung im Rahmen des Job-Reports hatte Sorgen vor einer Lohn-Preis-Spirale geweckt.

Munich Re bestätigt Gewinnprognose trotz schwachem Anlageergebnis

Die Munich Re hat mit ihrem Gewinn im zweiten Quartal trotz Belastungen beim Kapitalanlageergebnis durch die Inflation und die sich abkühlende Wirtschaft sowie den Ukraine-Krieg die Analystenprognosen übertroffen, für die Aktie geht es um 0,9 Prozent nach oben. Die Gewinnprognose für das Jahr bestätigte der DAX-Konzern, traut sich aber nur eine geringere Kapitalanlagerendite zu als bisher. Der Nachsteuergewinn des Rückversicherers fiel im Quartal wegen des schwachen Anlageergebnisses auf 768 Millionen Euro von 1,106 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten in einem vom Unternehmen selbst veröffentlichten Konsens nur 719 Millionen Euro prognostiziert.

Der Laborausrüster Sartorius (-2,1%) stärkt sein Portfolio an Lösungen für neuartige Therapien mit der Übernahme der britischen Albumedix für etwa 415 Millionen Pfund. Das 1984 gegründete Unternehmen mit Sitz in Nottingham ist ein Anbieter von branchenführenden Lösungen, die auf rekombinantem Albumin basieren. Rekombinantes Humanalbumin ist ein wichtiger Baustein für die biopharmazeutische Industrie und wird für eine Reihe von Anwendungen benötigt, zum Beispiel als tierzellfreier Zusatz für Zellkulturmedien und für die Stabilisierung von Impfstoffen und Virustherapien.

An Flughäfen läuft es wieder - Dufry und Fraport stark

Als sehr gut werden die Zahlen von Fraport (+0,6%) und Dufry (+2,3%) im Handel eingeschätzt. Das Flughafengeschäft belebe sich deutlich, was die höhere Jahresgewinnprognose bei Fraport zeige. Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal lagen über Erwartung, Sonderbelastungen habe es nur durch die Abschreibung der Russland-Beteiligung in St. Petersburg gegeben. Beim schweizerischen Duty-Free-Shop-Betreiber Dufry läuft es ebenfalls gut. Durch die kräftig angesprungene Reisetätigkeit steigen auch hier die Umsätze noch stärker als vom Unternehmen erwartet.

Mit Vorsicht geht der Markt diesmal in die Zahlenvorlage und vor allem den Ausblick von Deliveroo. Die Briten legen ihre Daten am Mittwoch vor und hatten Ende Juli ihre Prognose für das Wachstum des Bruttowarenvolumens deutlich gekürzt. Kommenden Dienstag folgt ein Zwischenbericht von Delivery Hero. Nach der jüngsten Erholungsrally sei das Enttäuschungspotenzial im Liefersektor hoch, heißt es im Handel. Justeat Takeaway verlieren 5 Prozent, Delivery Hero fallen 3,8 Prozent, Deliveroo 2,6 Prozent und Hellofresh 3,3 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.727,84 -0,8% -29,38 -13,3%

Stoxx-50 3.647,09 -0,4% -15,32 -4,5%

DAX 13.561,38 -0,9% -126,31 -14,6%

MDAX 27.456,91 -1,4% -394,76 -21,8%

TecDAX 3.114,79 -1,5% -47,37 -20,5%

SDAX 12.892,68 -1,2% -157,71 -21,5%

FTSE 7.477,17 -0,1% -5,20 +1,3%

CAC 6.497,57 -0,4% -26,87 -9,2%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,93 +0,04 +1,11

US-Zehnjahresrendite 2,80 +0,04 +1,29

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9:05 Uhr Mo, 17:22 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0226 +0,3% 1,0205 1,0217 -10,1%

EUR/JPY 137,95 +0,2% 137,65 137,48 +5,4%

EUR/CHF 0,9746 +0,1% 0,9735 1,0489 -6,1%

EUR/GBP 0,8447 +0,1% 0,8446 0,8433 +0,5%

USD/JPY 134,91 -0,1% 134,91 134,54 +17,2%

GBP/USD 1,2106 +0,2% 1,2080 1,2115 -10,5%

USD/CNH (Offshore) 6,7558 -0,1% 6,7607 6,7587 +6,3%

Bitcoin

BTC/USD 23.376,89 -2,0% 23.831,16 24.093,25 -49,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 91,66 90,76 +1,0% 0,90 +28,1%

Brent/ICE 97,51 96,65 +0,9% 0,86 +30,9%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 191,23 191,00 -0,9% -1,83 +215,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.790,53 1.789,00 +0,1% +1,53 -2,1%

Silber (Spot) 20,63 20,67 -0,2% -0,04 -11,5%

Platin (Spot) 940,80 943,93 -0,3% -3,13 -3,1%

Kupfer-Future 3,60 3,59 +0,5% +0,02 -18,7%

YTD zu Vortagsschluss

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 09, 2022 06:37 ET (10:37 GMT)

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30.09.2022Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft OverweightJP Morgan Chase & Co.
20.09.2022Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft KaufenDZ BANK
14.09.2022Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.09.2022Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.09.2022Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft BuyGoldman Sachs Group Inc.

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