MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben auf Überholspur trotz Warnsignalen

27.02.24 18:12 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte waren auch am Dienstag sehr gut unterstützt. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 17.556 Punkte, bei 17.563 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,5 Prozent auf 4.887 Punkte fester. Zunehmend treibt die Hausse die Hausse. Für die Einzelwerte lieferte die Berichtssaison die Impulse, im Wochenverlauf legen rund 10 Prozent der Unternehmen aus dem Stoxx-Europa-600 ihre Geschäftszahlen für das Schlussquartal 2023 vor.

Der Vermögensverwalter QC Partners sieht derweil in den dünner werden Umsätzen ein Warnsignal. "Offensichtlich werden Anleger jetzt doch vorsichtiger. Das sind erste Anzeichen einer Kaufzurückhaltung. Aus technischer Sicht ist der DAX nach dieser imposanten Rally überkauft. Ein Rücksetzer wäre jetzt alles andere als eine Überraschung und sogar gesund für die weitere Entwicklung an den Märkten", hieß es.

Puma-Geschäftsentwicklung überzeugt nicht

Munich Re schlossen nach dem Zahlenausweis praktisch unverändert. Der Rückversicherer habe ein starkes Ergebnis für 2023 vorgelegt, urteilte die DZ Bank. Dieses hätte noch höher ausfallen können, da Munich Re erstens gezielt Veräußerungsverluste auf Anleihen realisiert habe, um zu höheren Zinsen reinvestieren zu können, und zweitens die versicherungstechnischen Rückstellungen weiter konservativ gestärkt habe.

Im Vorfeld der Ergebnisvorlage hatte der Konzern am Vorabend bereits einen Aktienrückkauf im Volumen von 1,5 Milliarden Euro und eine Dividende je Aktie von 15,00 nach zuletzt 11,60 Euro angekündigt. Analysten waren im Konsens von lediglich von 12,49 Euro ausgegangen. Laut den Citi-Analysten entsprach der Rückkauf der Erwartung, die Dividende sei aber eine positive Überraschung.

Puma gaben nach finalen Geschäftszahlen um 4,1 Prozent nach. Das Unternehmen plant für 2023 nach einem deutlichem Gewinnrückgang eine Dividende auf Vorjahresniveau von 0,82 Euro je Aktie. Die Citigroup sprach aber von einer schwachen Entwicklung in Europa, dem Nahen Osten sowie Afrika, was den Investoren missfallen könnte. Laut DZ Bank hat Dürr mit der Geschäftsentwicklung 2023 die Markterwartungen insgesamt leicht übertroffen. Dürr stiegen um 2,5 Prozent.

Mit Gewinnmitnahmen ging es für die Rheinmetall-Aktie 1,7 Prozent nach unten, bei Renk waren es 3,9 Prozent. Das Sentiment für Rüstungsaktien bleibt aber positiv. Die Aussicht auf langfristig höhere Rüstungsausgaben hat etwa Rheinmetall allein seit Jahresbeginn zu Kursgewinnen von fast 50 Prozent verholfen. Wie die Deutsche Bank in einer aktuellen Studie anmerkte, ist die deutsche Rüstungsindustrie im Vergleich zur deutschen Gesamtwirtschaft mit 0,2 Prozent des BIP winzig. Technologieaktien wurden weiter gekauft - für SAP ging es um 1 Prozent nach oben, Infineon waren DAX-Tagesgewinner mit plus 4 Prozent.

In Großbritannien drohen E-Zigaretten höhere Steuern

Buoygues machten einen Satz um 8 Prozent in Reaktion auf Geschäftszahlen und Ausblick des französischen Mischkonzerns. Der operative Gewinn sei mit 19 Prozent stärker als erwartet gesteigert worden, sagten Marktteilnehmer. Die Ausblicke der einzelnen Geschäftsbereiche klängen unter dem Strich zuversichtlich. Casino kamen sogar auf ein Plus von 43,3 Prozent - ein Pariser Handelsgericht hat den Restrukturierungsplan des von Daniel Kretinsky geführten Konsortiums zur Rettung der Gruppe gebilligt.

Imperial Brands fielen in London um 4,8 Prozent zurück. Den Anlegern missfiel, dass in Großbritannien nicht nur die Tabaksteuer erhöht wird, sondern auch eine neue auf E-Zigaretten (Vaping) eingeführt werden soll. Diese könnte laut Presseberichten kommende Woche im Rahmen der Budget-Ankündigung vorgestellt werden. Das sei ein unerwünschter Bumerangeffekt, sagte ein Händler. Denn noch im Dezember habe das Unternehmen selbst eine stärkere Regulierung des Vaping Marktes in Großbritannien gefordert.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 4.886,91 +22,62 +0,5% +8,1%

Stoxx-50 4.302,25 +10,53 +0,2% +5,1%

Stoxx-600 496,55 +1,12 +0,2% +3,7%

XETRA-DAX 17.556,49 +133,26 +0,8% +4,8%

FTSE-100 London 7.683,02 -1,28 -0,0% -0,6%

CAC-40 Paris 7.948,40 +18,58 +0,2% +5,4%

AEX Amsterdam 852,98 +0,11 +0,0% +8,4%

ATHEX-20 Athen 3.431,28 -1,01 -0,0% +9,9%

BEL-20 Bruessel 3.696,65 +11,46 +0,3% -0,3%

BUX Budapest 65.541,56 -496,64 -0,8% +8,1%

OMXH-25 Helsinki 4.447,29 +28,60 +0,6% -2,2%

ISE NAT. 30 Istanbul 9.724,48 -157,08 -1,6% +21,2%

OMXC-20 Kopenhagen 2.557,47 -20,62 -0,8% +12,0%

PSI 20 Lissabon 6.179,67 +40,40 +0,7% -2,8%

IBEX-35 Madrid 10.113,80 -24,60 -0,2% +0,1%

FTSE-MIB Mailand 32.706,44 +148,63 +0,5% +7,3%

OBX Oslo 1.166,91 -1,38 -0,1% -2,3%

PX Prag 1.480,00 -9,56 -0,6% +4,7%

OMXS-30 Stockholm 2.442,22 +3,59 +0,1% +1,8%

WIG-20 Warschau 2.457,83 -6,22 -0,3% +4,9%

ATX Wien 3.396,57 +20,62 +0,6% -1,3%

SMI Zuerich 11.440,45 -12,43 -0,1% +2,7%

*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:20 Mo, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,0854 +0,0% 1,0858 1,0851 -1,7%

EUR/JPY 163,38 -0,1% 163,37 163,58 +5,0%

EUR/CHF 0,9544 -0,0% 0,9548 0,9555 +2,9%

EUR/GBP 0,8555 +0,0% 0,8558 0,8555 -1,4%

USD/JPY 150,53 -0,1% 150,45 150,75 +6,8%

GBP/USD 1,2687 +0,0% 1,2688 1,2684 -0,3%

USD/CNH (Offshore) 7,2132 +0,0% 7,2098 7,2118 +1,3%

Bitcoin

BTC/USD 57.027,19 +4,2% 56.260,62 52.859,90 +31,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,35 77,58 +1,0% +0,77 +8,2%

Brent/ICE 83,19 82,53 +0,8% +0,66 +8,1%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 24,57 23,85 +3,0% +0,72 -25,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.032,38 2.031,24 +0,1% +1,14 -1,5%

Silber (Spot) 22,53 22,53 +0,0% +0,00 -5,2%

Platin (Spot) 893,75 881,10 +1,4% +12,65 -9,9%

Kupfer-Future 3,82 3,82 +0,1% +0,00 -1,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 27, 2024 12:12 ET (17:12 GMT)

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