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06.02.2019 13:06
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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - EU sagt "Nein" zu Siemens/Alstom

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen stehen am Mittwochmittag unter leichtem Abgabedruck. Händler sprechen von einer leichten Konsolidierung nach der kräftigen Vortagesrally. Von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump in der Nacht gehen nur wenige Impulse für die Märkte aus. Der Dollar zeigt sich im Anschluss wenig verändert. Der DAX gibt 0,5 Prozent auf 11.311 Punkte nach. Wichtig ist, dass die Unterstützung von 11.300 Punkten verteidigt wird. Der Euro-Stoxx-50 verliert derweil 0,2 Prozent auf 3.207 Punkte.

Die beste Nachricht für die Märkte dürften die weiter positiven Nachrichten zu den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sein. Dies spiegele sich vor allem in steigenden Preisen der Industriemetalle und besonders Kupfer wider, heißt es. Kommende Woche wollen Handelsminister Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin nach Peking reisen, um das Fristende des Stillhalteabkommens 1. März für einen Gesprächsabschluss einhalten zu können.

Auch von der Zinsseite bekommen die Märkte weiter Unterstützung aus den USA. Der Präsident der Dallas-Fed, Robert Kaplan, unterstrich seine Unterstützung für ein Aufschieben weiterer Zinserhöhungen und des Rückfahrens der Fed-Bilanz. Der extrem taubenhafte Zinskurs der US-Notenbank bei gleichzeitig brummender Konjunktur dürfte damit weitergehen und die Börsen unterstützen.

Siemens-Alstom-Fusion-Aus belastet nicht mehr

Die EU-Absage der Fusion der Bahnsparte von Siemens mit Alstom stellt keinen Belastungsfaktor mehr für die Aktien dar. "Zum einen ist ein Verbot der Fusion längst eingepreist, zum anderen wird das Thema nur als weiter offen betrachtet", so ein Händler. Dafür sprächen klar Aussagen wie von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer am Vorabend, die eine Reform des europäischen Wettbewerbsrechts fordert. Siemens geben um 0,4 Prozent, Alstom ziehen sogar um 1,3 Prozent an.

Als sehr stark werden die Gschäftszahlen der französischen Software-Schmiede Dassault Systemes im Handel bezeichnet. Die Aktien springen in Paris entsprechend um 8,7 Prozent nach oben. Der Umsatz stieg im vierten Quartal auf organischer Basis um 10 Prozent, der Gewinn je Aktie legte um 24 Prozent zu. Dazu geselle sich noch die positive Nachricht eines langfristigen Fünfahresvertrages mit Airbus für die 3D-Platform von Dassault.

Schwache Vorgaben von Electronic Arts drücken Ubisoft an der Pariser Börse um 5,6 Prozent ins Minus. Electronic Arts hat im dritten Quartal die bereits gesenkten Umsatzziele für das dritte Quartal verfehlt. Die Aktie fiel daraufhin im nachbörslichen US-Handel um 17 Prozent. Bryan Garnier verweist auf den Erfolg von "Red Dead Redemption II", einem Spiel des Wettbewerbers Rockstar Games.

Munich Re nach Zahlen gesucht - Daimler werden gemieden

Nach Zahlenausweis geht es für Munich Re um 0,2 Prozent nach oben. Nach Angaben der Citigroup ist der operative Gewinn über der Konsensschätzung ausgefallen. Daimler geben nach schwächeren Geschäftszahlen um 3,1 Prozent nach. Nach Meinung von Jefferies hat das bereinigte EBITDA enttäuscht. Im Handel stört man sich zudem auch am Dividendenvorschlag von 3,25 Euro je Anteilsschein, was deutlicher unter der Konsensprognose von 3,42 Euro liegt.

Bei der niederländischen ING Groep sind die Geschäftszahlen etwas besser als erwartet ausgefallen, heißt es im Handel. Der Nettogewinn wurde deutlich gesteigert. Vor Steuern habe der adjustierte Gewinn klar über den Analystenerwartungen gelegen. Die Kernkapitalquote wurde mit 14,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres bestätigt. ING gewinnen 5,8 Prozent.

BNP Paribas fallen in Paris um 0,8 Prozent zurück. Bis 2020 sieht BNP nur noch ein jährliches Ertragswachstum von 1,5 Prozent. Bislang hatte der Konzern 2,5 Prozent angepeilt.

Carlsberg mit starken Zahlen und Aktienrückkäufen

Carlsberg legen um 3 Prozent zu dank starker Geschäftszahlen zum Gesamtjahr und einem höher als erwartet ausgefallenen Aktienrückkaufprogramm. Die Analysten von Jefferies unterstreichen, dass Carlsberg mit dem Volumen von 4,5 Milliarden Kronen mehr als das Doppelte der Konsenserwartung zurückkaufen wolle. Zudem sei das Volumenwachstum mit 9 Prozent in Asien sehr stark ausgefallen.

Delivery Hero steigen um 7 Prozent. Das Unternehmen habe mit dem Umsatz im vierten Quartal die Konsensschätzung ebenso übertroffen wie die unternehmenseigene Zielspanne, merkt die Citigroup an. Bechtle geben nach Zahlenvorlage um 0,7 Prozent nach, die im Handel als leicht besser als prognostiziert eingeschätzt werden. Am Vortag wurde bekannt, dass IBM einen Teil des Servicegeschäfts an Bechtle ausgelagert hat, was das Papier gestützt hatte. Nemetschek geben nach Zahlenausweis um 0,7 Prozent nach.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.207,45 -0,24 -7,59 6,86

Stoxx-50 2.953,45 -0,12 -3,45 7,01

DAX 11.311,35 -0,50 -56,63 7,13

MDAX 24.133,53 0,13 31,07 11,79

TecDAX 2.614,17 0,10 2,72 6,69

SDAX 10.726,68 0,51 54,15 12,80

FTSE 7.166,99 -0,14 -10,38 6,68

CAC 5.071,23 -0,24 -12,11 7,20

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,17 0,00 -0,07

US-Zehnjahresrendite 2,69 -0,01 0,01

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:03 Uhr Di, 17.33 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1385 -0,17% 1,1388 1,1407 -0,7%

EUR/JPY 124,95 -0,37% 125,03 125,33 -0,6%

EUR/CHF 1,1393 -0,10% 1,1391 1,1410 +1,2%

EUR/GBP 0,8791 -0,12% 0,8798 0,8815 -2,3%

USD/JPY 109,75 -0,20% 109,79 109,88 +0,1%

GBP/USD 1,2951 -0,03% 1,2942 1,2940 +1,5%

Bitcoin

BTC/USD 3.363,90 -1,76% 3.375,75 3.420,25 -9,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 53,16 53,66 -0,9% -0,50 +16,3%

Brent/ICE 61,44 61,98 -0,9% -0,54 +13,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.312,12 1.315,16 -0,2% -3,04 +2,3%

Silber (Spot) 15,73 15,85 -0,8% -0,12 +1,5%

Platin (Spot) 816,01 819,00 -0,4% -2,99 +2,5%

Kupfer-Future 2,82 2,82 +0,2% +0,01 +7,3%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 06, 2019 07:07 ET (12:07 GMT)

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