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14.08.2019 13:03
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MÄRKTE EUROPA/Börsen drehen ins Minus - es fehlt das Vertrauen

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen drehen bis Mittwochmittag kräftig ins Minus. Den Anlegern fehlt das Vertrauen in eine nachhaltigere Erholung. Am Vortag hatte die Ankündigung der Verschiebung einzelner Zölle auf chinesische Importe eine Erholungsrally ausgelöst. Mit dem Verschieben weiterer Zölle auf chinesische Waren habe die Trump-Regierung den Märkten ein "Durchatmen" ermöglicht, sagt Marktstratege Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Zum "Aufatmen" sei es allerdings zu früh. Wie es im Handelsstreit weitergeht, ist und bleibt offen.

Der DAX verliert 1,4 Prozent auf 11.585 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 1,3 Prozent auf 3.312 nach unten. In Mailand geht es mit den Kursen sogar um 2 Prozent nach unten. Damit kann der dortige Aktienmarkt nicht von der Nachricht profitieren, dass der italienische Senat die Forderung von Innenminister Matteo Salvini nach einem schnellen Misstrauensvotum gegen Premierminister Giuseppe Conte abgelehnt hat. Neuwahlen sind aber wohl nur eine Frage der Zeit und Beobachter räumen derzeit der Lega von Salvini, vermutlich in einer Allianz mit Silvio Berlusconi, die besten Gewinnchancen ein.

Die Zeichen stehen auf Rezession

Schwache Wirtschaftsdaten sind nicht dazu angetan, die Stimmung zu heben. Zum einen ist die Industrieproduktion in China im Juli erheblich schwächer gewachsen als erwartet. Der Zuwachs der Industrieproduktion erreichte gegenüber dem Vorjahr das geringste Niveau seit 17 Jahren. Hier sind die Auswirkungen des US-chinesischen Handelskonfliktes bereits deutlich zu erkennen. Zum anderen hat sich die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wie erwartet abgeschwächt. Im zweiten Quartal schrumpfte die hiesige Wirtschaft um 0,1 Prozent. Laut Nordea sprechen die Daten für eine umfassende geldpolitische Lockerung der EZB auf ihrer September-Sitzung.

Verkauft werden zyklische Titel. Rohstoffaktien verlieren im Schnitt 1,9 Prozent, Banken 2,3 Prozent und der Automobilsektor 2,2 Prozent. Im DAX fallen Thyssenkrupp 4 Prozent, BMW 2,1 Prozent, Daimler 2,6 Prozent, Deutsche Bank 3,6 Prozent oder Infineon 4,2 Prozent. Hella geben 4,1 Prozent nach. Nach Zahlen verlieren Leoni 0,9 Prozent. Im Blick steht indes die Liquiditätslage des Unternehmens. Das Unternehmen hält die Wahrscheinlichkeit einer Kapitalerhöhung für "nicht sehr hoch". Das Unternehmen ist zuversichtlich, im zweiten Halbjahr genügend Liquidität zu besitzen.

Gegen den Trend legen RWE 1,3 Prozent zu. Der Versorger hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr wegen außerordentlicher Zuwächse beim Energiehandel deutlich gesteigert. Das Essener Unternehmen, das vor einem grundlegenden Umbau seiner Geschäftsfelder steht, bekräftigte angesichts der guten Geschäftszahlen sowohl seinen Ausblick als auch sein Dividendenversprechen für 2019.

In Europa steigt die Aktie des Bauunternehmens Balfour gleich um 8 Prozent. Händler sprechen von guten Geschäftszahlen. Der Vorsteuergewinn ist im ersten Halbjahr um 26 Prozent gestiegen. Den Ausblick auf den freien Cashflow hat das Unternehmen nun erhöht. An der Pariser Börse geht es für Sanofi um 1,7 Prozent nach oben - hier stützt unter anderem eine Kaufempfehlung der UBS.

Unternehmenszahlen aus der zweiten Reihe

Unternehmenszahlen gibt es vor allem aus der zweiten Reihe. Trotz guter Zahlen geht es für Evotec um 2,5 Prozent nach unten - hier dürften auch Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Cancom ziehen um 6,5 Prozent an. Das IT-Unternehmen hat nach einer, wie es sagt, "äußerst positiven Geschäftsentwicklung" im zweiten Quartal nun die Prognose angehoben. Umsatz, EBIT und EBITDA dürften nun "sehr deutlich" steigen, so das Unternehmen.

"Nordex hat den Ausblick bestätigt, das ist eine gute Botschaft", so ein Marktteilnehmer. Während Wettbewerber enttäuschende Geschäftszahlen geliefert hatten, überrascht Nordex auf der positiven Seite. Allerdings bedarf es eines guten zweiten Halbjahres, um das Ziel zu erreichen. Die Titel ziehen um 8,5 Prozent an. Bilfinger verlieren nach Zahlen 5,1 Prozent. Diese sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, allerdings stören sich einige Anleger an einem schwächeren Cahsflow.

Hamburger Hafen steigen nach Zahlen um 1 Prozent. Umsatz und Gewinn sind im ersten Halbjahr wie erwartet deutlich gewachsen. Die Prognosen für das Gesamtjahr sollen nun "sicher" erreicht werden. Für Ado geht es nach dem Geschäftsausweis um 1,6 Prozent nach oben.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.311,32 -1,37 -45,84 10,33

Stoxx-50 3.052,90 -0,89 -27,42 10,61

DAX 11.580,79 -1,44 -169,34 9,68

MDAX 24.926,89 -1,33 -337,06 15,47

TecDAX 2.738,36 -1,23 -34,06 11,76

SDAX 10.518,66 -1,09 -115,84 10,62

FTSE 7.180,76 -0,97 -70,14 7,77

CAC 5.291,25 -1,34 -71,81 11,85

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,64 -0,03 -0,88

US-Zehnjahresrendite 1,62 -0,08 -1,06

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 07:42 Uhr Di, 17:28 % YTD

EUR/USD 1,1178 +0,05% 1,1168 1,1190 -2,5%

EUR/JPY 118,66 -0,50% 118,93 119,12 -5,6%

EUR/CHF 1,0872 -0,35% 1,0904 1,0893 -3,4%

EUR/GBP 0,9244 -0,20% 0,9265 0,9276 +2,7%

USD/JPY 106,14 -0,55% 106,49 106,46 -3,2%

GBP/USD 1,2092 +0,25% 1,2056 1,2063 -5,3%

USD/CNY 7,0164 -0,38% 7,0201 7,0435 +2,0%

Bitcoin

BTC/USD 10.491,00 -3,32% 10.552,00 10.899,50 +182,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,07 57,10 -1,8% -1,03 +17,2%

Brent/ICE 60,48 61,30 -1,3% -0,82 +9,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.509,65 1.501,39 +0,5% +8,26 +17,7%

Silber (Spot) 17,14 16,98 +1,0% +0,16 +10,6%

Platin (Spot) 852,36 852,50 -0,0% -0,14 +7,0%

Kupfer-Future 2,60 2,63 -1,1% -0,03 -1,6%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 14, 2019 07:03 ET (11:03 GMT)

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

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15.08.2019Deutsche Bank UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
15.08.2019Deutsche Bank HoldHSBC
29.07.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
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30.08.2018Deutsche Bank buyequinet AG
24.05.2018Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.05.2018Deutsche Bank buyequinet AG
15.08.2019Deutsche Bank HoldHSBC
25.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
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24.07.2019Deutsche Bank HaltenDZ BANK
15.08.2019Deutsche Bank UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
29.07.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
25.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
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19.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group

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