31.01.2018 16:02
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MÄRKTE EUROPA/Börsen kaum verändert - H&M sehr schwach auf Mehrjahrestief

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Von Manuel Priego Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen kommen auch am Mittwochnachmittag kaum von der Stelle. Die Anleger warten auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Abend. Auch wenn keine konkreten Schritte von der letzten Sitzung unter Fed-Chefin Janet Yellen erwartet werden, so halten sich viele Akteure im Vorfeld dennoch zurück. Am 5. Februar übernimmt dann Jerome Powell das Ruder bei der US-Notenbank. Der DAX gibt um 0,1 Prozent nach auf 13.186 Punkte und der Euro-Stoxx-50 ebenfalls um 0,1 Prozent auf 3.605.

Die Markterwartung liegt derzeit bei drei bis vier Zinserhöhungen in den USA im laufenden Jahr. Die US-Notenbank selbst hat bislang drei Zinsschritte avisiert. Dass die Fed im März erstmalig 2018 die Zinsen anhebt, gilt zu 90 Prozent als ausgemacht und damit eingepreist. Der Dollar kann davon daher auch nicht mehr profitieren. Der Euro hat den jüngsten kleinen Schwächeanfall überwunden und steht am Nachmittag wieder bei 1,2450 Dollar.

Über den Erwartungen ausgefallenen ADP-Arbeitsmarktdaten setzen an den Finanzmärkten keine Akzente. Angesichts praktisch bestehender Vollbeschäftigung spielen die Zahlen für die Finanzmärkte mittlerweile eher eine untergeordnete Rolle. In dieses Bild passt auch ein besser als gedacht ausgefallener Einkaufsmanagerindex aus Chicago. Neue Preisdaten aus der Eurozone verpuffen ebenfalls. Die Verbraucherpreise sind im Januar um 1,3 Prozent gestiegen, was der Erwartung entsprach. Die EZB strebt einen Wert von 2,0 Prozent an.

H&M brechen nach schwachen Zahlen ein - Zalando profitieren

In Stockholm brechen H&M um 9,4 Prozent ein, nachdem die schwedische Textilkette einen Gewinneinbruch um 32 Prozent im vierten Quartal gemeldet hat. Das Kundenaufkommen in den H&M-Filialen ging deutlich zurück, und das Unternehmen musste hohe Rabatte gewähren, um seine Produkte loszuwerden. H&M hat zu spät auf den Trend der Kunden hin zum Online-Shopping reagiert und droht den Anschluss bei der Digitalisierung zu verlieren.

Davon profitieren Zalando. Seit geraumer Zeit kursieren Spekulationen, H&M könne an einer Kooperation, möglicherweise sogar an einem Kauf des Online-Händlers Interesse haben. Für die Zalando-Aktie geht es um 1,5 Prozent nach oben.

Auftragseingang bei Siemens stark

Siemens hat zum Start ins Geschäftsjahr nur dank des Verkaufs seiner Osram-Aktien und der Effekte aus der US-Steuerreform den Gewinn gesteigert. Im Kraftwerksgeschäft, in dem tausende Jobs gestrichen und auch Werke geschlossen werden sollen, kämpft Siemens hingegen weiterhin mit Problemen. Den Ausblick bekräftigte das Unternehmen. Positiv heben die Analysten von Independent Research den Auftragseingang hervor. Siemens gewinnen 1,3 Prozent.

Die Gewinnentwicklung von Infineon im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres hat die Erwartung der Analysten der DZ Bank übertroffen. Insbesondere das Automotive-Segment habe eine starke Entwicklung ohne saisonale Abschwächung verzeichnet. Den Ausblick auf das Gesamtjahr hat Infineon aufgrund der Schwäche des US-Dollars aber gesenkt. Das hat Verkäufe in der Aktie zur Folge - der Kurs gibt um 1,1 Prozent nach.

Der Laborausrüster Sartorius hat die zuletzt gesenkte Umsatzprognose dank eines soliden Wachstums in den Regionen Asien-Pazifik sowie EMEA erfüllt. Der operative Gewinn legte deutlich zu und übertraf die Erwartungen der Analysten leicht. Die Aktie legt im TecDAX um 7,3 Prozent zu.

Capita mit Problemen an allen Ecken und Enden

Ein Kursdebakel erlebt in London die Aktie von Capita. "Zu komplex, zu vielfältig und zu wenig Cash", so beurteilt Marktstratege Neil Wilson von ETX Capital die Lage bei dem britischen Outsourcing-Spezialisten. Capita überraschte gleich mehrfach negativ. Nach einer Gewinnwarnung wird eine Kapitalerhöhung durchgeführt, um die klamme Liquidität zu verbessern. Zudem wird die Dividende gestrichen, um Geld zu sparen. Mit der hohen gewinnverwässernden Kapitalerhöhung vor Augen wird die Aktie auf den Markt geworfen. Der Kurs bricht in London um 43 Prozent ein. Darunter leiden auch andere Aktien der Branche, allerdings fallen hier die Kurseinbußen mit bis zu 3,5 Prozent deutlich geringer aus.

Die Stärke der Ericsson-Aktien vom Dienstag erweist sich als Eintagsfliege. Der Kurs knickt nach der Vorlage der Geschäftszahlen um fast 4 Prozent ein. "Die Zahlen sind schwach", sagt ein Händler. Der Umsatz liege unter den Erwartungen, und auch die Marge habe sich enttäuschend entwickelt. Nicht gut kommt bei den Anlegern zudem die Ankündigung an, sich mangels attraktiver Angebote nun doch nicht von vom britischen Medienunternehmen Red Bee Media zu trennen.

Bei Volvo brummt das Geschäft dagegen, die Aktie legt um 1,3 Prozent zu. Laut den Analysten von Evercore ISI ist das bereinigte operative Ergebnis deutlich oberhalb der Markterwartung ausgefallen. Stark waren zudem die Aufträge in der Lkw-Sparte, sie legten gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent zu.

Finanzinvestoren machen bei Jost Kasse

Die Aktien des Lkw-Zulieferers Jost Werke handeln 4,1 Prozent leichter bei 40,75 Euro. Sie haben eine Aktienplatzierung zu verdauen. Der Finanzinvestor Cinven und andere Großaktionäre sollen sich von rund 3 Millionen Aktien zu 39 Euro je Stück getrennt haben. Die Platzierung hat damit ein Volumen von rund 114 Millionen Euro. Die Aktie wird als potenzieller SDAX-Kandidat an der Börse gehandelt.

Die Aktionäre von Washtec sind seit Jahren nur gute Nachrichten von ihrem Unternehmen gewohnt. Nun hat das Unternehmen nicht die hohen Erwartungen erfüllt und bleibt beim Ausblick zudem vorsichtig. Der Anbieter von Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche hat 2017 zwar den von Analysten erwarteten Umsatz erwirtschaftet, auf der Ertragsseite allerdings nicht ganz geliefert. Washtec verlieren 13 Prozent auf 71,30 Euro.

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.605,50 -0,03 -1,25 2,90

Stoxx-50 3.214,38 -0,26 -8,44 1,15

DAX 13.192,27 -0,04 -5,44 2,13

MDAX 26.875,17 0,63 168,99 2,57

TecDAX 2.653,33 0,56 14,66 4,91

SDAX 12.335,95 0,30 37,48 3,78

FTSE 7.556,46 -0,42 -31,52 -1,30

CAC 5.480,21 0,12 6,44 3,16

Bund-Future 159,13 0,30 -1,64

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:23 Di, 18:08 % YTD

EUR/USD 1,2463 +0,47% 1,2438 1,2398 +3,7%

EUR/JPY 135,69 +0,56% 135,24 134,92 +0,3%

EUR/CHF 1,1608 +0,14% 1,1604 1,1589 -0,9%

EUR/GBP 0,8793 +0,29% 0,8769 1,1399 -1,1%

USD/JPY 108,88 +0,10% 108,72 108,83 -3,3%

GBP/USD 1,4171 +0,14% 1,4184 1,4134 +4,9%

Bitcoin

BTC/USD 9.882,15 -2,48% 10.123,01 10.364,72 -31,20

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,34 64,5 -0,2% -0,16 +6,5%

Brent/ICE 68,81 69,02 -0,3% -0,21 +3,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.345,07 1.338,59 +0,5% +6,48 +3,2%

Silber (Spot) 17,30 17,14 +1,0% +0,16 +2,2%

Platin (Spot) 1.005,15 997,00 +0,8% +8,15 +8,1%

Kupfer-Future 3,22 3,19 +0,9% +0,03 -2,6%

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 31, 2018 10:02 ET (15:02 GMT)

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19.02.2018Infineon overweightJP Morgan Chase & Co.
09.02.2018Infineon buyGoldman Sachs Group Inc.
02.02.2018Infineon buyBaader Bank
01.02.2018Infineon buyDeutsche Bank AG
01.02.2018Infineon Equal weightBarclays Capital
19.02.2018Infineon overweightJP Morgan Chase & Co.
09.02.2018Infineon buyGoldman Sachs Group Inc.
02.02.2018Infineon buyBaader Bank
01.02.2018Infineon buyDeutsche Bank AG
01.02.2018Infineon buyUBS AG
01.02.2018Infineon Equal weightBarclays Capital
01.02.2018Infineon HaltenDZ BANK
31.01.2018Infineon HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.01.2018Infineon HaltenIndependent Research GmbH
31.01.2018Infineon HoldWarburg Research
22.01.2018Infineon ReduceOddo Seydler Bank AG
13.10.2017Infineon UnderperformBNP PARIBAS
06.10.2017Infineon UnderweightMorgan Stanley
21.07.2017Infineon UnderperformBNP PARIBAS
17.07.2017Infineon UnderweightMorgan Stanley

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