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18.02.2019 17:56
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MÄRKTE EUROPA/Börsen legen Verschnaufpause ein - Wirecard gesucht

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FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert haben sich die europäischen Börsen am Montag aus dem Handel verabschiedet. Marktteilnehmer sprachen von einer Verschnaufpause nach dem deutlichen Plus am Freitag. Der Handel verlief auch deshalb in ruhigen Bahnen bei dünnen Umsätzen, weil die US-Börsen wegen des Feiertags "George Washingtons Geburtstag" geschlossen waren. Der DAX schloss kaum verändert bei 11.299 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,1 Prozent auf 3.245 Punkte. Auffallend war die Entwicklung des Goldes, der Preis für eine Feinunze notierte 0,4 Prozent höher bei 1.326 Dollar und damit auf Jahreshoch.

Wirecard haussieren

Einen Freudensprung von 15,1 Prozent auf 115 Euro legte die Aktie von Wirecard hin. Die Finanzaufsicht Bafin hat Leerverkäufe von Aktien des Zahlungsabwicklers verboten. Die Allgemeinverfügung untersagt ab sofort, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien der Wirecard AG einzugehen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen. Die Anlegerschützer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hießen diesen Schritt gut.

"Das ist eine absolut richtige Entscheidung", kommentierte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Anlegerschutzorganisation DSW. Damit bestehe endlich die Chance, in Ruhe zu analysieren, was an den erhobenen Vorwürfen dran sei. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt nun gegen einen Journalisten der Financial Times. Es liege eine konkrete Strafanzeige eines Anlegers vor, sagte eine Sprecherin der Behörde. Für die Analysten von Hauck & Aufhäuser, die ein Kursziel von 220 Euro für die Aktie nennen, ist das aktuelle Kursniveau eine Kaufgelegenheit.

Auto-Aktien und Zulieferer mit Relativer Schwäche

Zu den schwächsten Sektoren gehörten die Automobilwerte, die im Schnitt 0,2 Prozent abgaben. Sollte US-Präsident Donald Trump tatsächlich Strafzölle auf Autoimporte beschließen, dürfte dies nach Einschätzung der Analysten von Evercore ISI zu "verheerendem Gegenwind" für die deutschen Autohersteller wie auch für Jaguar Landrover führen. Eine Zollabgabe von 25 Prozent würde alleine den Volkswagen-Konzern 2,3 Milliarden Euro kosten, bei BMW und Daimler sei mit Belastungen von jeweils 1,7 bis 2 Milliarden Euro zu rechnen, schätzen die Experten. Das entspreche einem Bremseffekt auf den Gewinn je Aktie zwischen 13 und 20 Prozent. Renault verloren 1,2 Prozent, VW 1,1 und Daimler 0,4 Prozent.

Reckitt Benckiser legten nach Vorlage von Geschäftszahlen um 4,6 Prozent zu. Das Wachstum sei erfreulich, so ein Marktteilnehmer. Die Reckitt Benckiser Group hat ihren Vorsteuergewinn 2018 um 8,9 Prozent gesteigert. Für 2019 stellt der auf Reinigungsmittel und Gesundheitsprodukte spezialisierte Konsumgüterhersteller ein schnelleres vergleichbares Umsatzwachstum in Aussicht.

Der Stahlhändler Klöckner & Co ist offenbar schwach ins Jahr gestartet. Das SDAX-Unternehmen erwartet im ersten Quartal ein operatives Ergebnis deutlich unter Vorjahr. Klöckner geht für das Auftaktquartal von einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 20 bis 30 Millionen Euro aus. Für die Aktie ging es um 6 Prozent nach unten.

===

. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.244,79 +3,54 +0,1% +8,1%

. Stoxx-50 3.007,50 +3,04 +0,1% +9,0%

. Stoxx-600 369,78 +0,84 +0,2% +9,5%

Frankfurt XETRA-DAX 11.299,20 -0,60 -0,0% +7,0%

London FTSE-100 London 7.219,47 -17,21 -0,2% +7,6%

Paris CAC-40 Paris 5.168,54 +15,36 +0,3% +9,3%

Amsterdam AEX Amsterdam 539,63 +0,02 +0,0% +10,6%

Athen ATHEX-20 Athen 1.751,18 +29,53 +1,7% +8,9%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.593,40 +25,43 +0,7% +10,8%

Budapest BUX Budapest 40.653,39 +473,55 +1,2% +3,9%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.138,08 +23,46 +0,6% +12,3%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 128.173,19 -1438,84 -1,1% +12,1%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 983,64 +2,94 +0,3% +10,3%

Lissabon PSI 20 Lissabon 5.141,96 +1,72 +0,0% +8,7%

Madrid IBEX-35 Madrid 9.155,50 +32,30 +0,4% +7,2%

Mailand FTSE-MIB Mailand 20.329,83 +117,49 +0,6% +10,3%

Moskau RTS Moskau 1.177,04 -0,46 -0,0% +10,4%

Oslo OBX Oslo 800,96 +0,57 +0,1% +8,3%

Prag PX Prag 1.063,90 +5,67 +0,5% +7,8%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.583,86 +0,04 +0,0% +12,4%

Warschau WIG-20 Warschau 2.325,67 -12,53 -0,5% +2,2%

Wien ATX Wien 3.023,92 +0,16 +0,0% +10,0%

Zürich SMI Zuerich 9.267,46 +25,34 +0,3% +9,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:07 Uhr Fr, 17.33 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1310 +0,17% 1,1311 1,1272 -1,3%

EUR/JPY 125,07 +0,24% 125,06 124,58 -0,5%

EUR/CHF 1,1358 +0,12% 1,1354 1,1344 +0,9%

EUR/GBP 0,8752 +0,01% 0,8758 0,8773 -2,8%

USD/JPY 110,58 +0,07% 110,58 110,52 +0,9%

GBP/USD 1,2924 +0,17% 1,2916 1,2849 +1,3%

Bitcoin

BTC/USD 3.871,35 +7,53% 3.701,01 3.561,51 +4,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 55,93 55,59 +0,6% 0,34 +22,3%

Brent/ICE 66,47 66,25 +0,3% 0,22 +22,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.326,06 1.321,41 +0,4% +4,65 +3,4%

Silber (Spot) 15,81 15,79 +0,1% +0,02 +2,0%

Platin (Spot) 805,64 807,50 -0,2% -1,86 +1,2%

Kupfer-Future 2,84 2,80 +1,6% +0,04 +8,0%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 18, 2019 11:57 ET (16:57 GMT)

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06.03.2019Wirecard buyUBS AG
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12.02.2019Wirecard buyHSBC
11.02.2019Wirecard kaufenDZ BANK
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15.11.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HaltenDZ BANK
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27.09.2018Wirecard HaltenDZ BANK
01.02.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
07.01.2019Wirecard UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
21.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
15.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
02.11.2018Wirecard UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.

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