30.01.2023 15:56

MÄRKTE EUROPA/Börsen reduzieren Verluste - ASML mit Exportbeschränkungen schwach

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen reduzieren bis Montagnachmittag die Verluste deutlich. Der DAX fällt um 0,2 Prozent auf 15.118 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,6 Prozent auf 4.153 Punkte nach. Die Anleger halten sich bedeckt vor den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank bzw EZB im weiteren Wochenverlauf. Nicht hilfreich ist das deutsche BIP: dieses ist im vierten Quartal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für Volkswirt Jens-Oliver Niklasch von der LBBW passt die Schrumpfung ins Gesamtbild der Indikatoren, eine zumindest kurze Rezession werde damit wieder wahrscheinlicher. Die Zinserwartungen bezüglich der EZB dürften kaum von den Zahlen beeinflusst werden.

Im Wochenverlauf stehen die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank auf der Agenda, daneben tagt auch die Bank of England. Von der Fed wird eine Zinserhöhung um einen viertel Prozentpunkt, von der EZB um einen halben Prozentpunkt fest erwartet. Beide gelten somit als eingepreist. Damit dürften vor allem Abweichungen von der Erwartungshaltung die Kurse stärker bewegen. Daneben geht es allerdings auch darum, wie falkenhaft oder taubenhaft sich die Notenbanker präsentieren werden, wie weit sie die Zinsen also später noch erhöhen werden und wo sie den Zinsgipfel sehen.

Klarer Sektorverlierer sind Technologieaktien mit Abgaben von 2 Prozent. Hier belasten ASML mit einem Minus von 3,5 Prozent. Dem Unternehmen drohen Exportbeschränkungen für seine Chipherstellungstechnologie nach China. Der Index der Reise- und Freizeit-Aktien gibt um 1,4 Prozent nach. Ryanair verbilligen sich nach Quartalszahlen um 1,2 Prozent.

Rheinmetall fallen um 1,1 Prozent. Sie waren lange als erster Nachrücker für Linde gehandelt worden, nun hat aber die Commerzbank (+0,7%) mit dem Vorziehen der Zahlen und darin einem operativ positiven Ergebnis als Kriterium für einen Aufstieg in den DAX einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allerdings haben Rheinmetall nun eine Aufstiegschance für die reguläre DAX-Überprüfung im März.

PNE brechen ein - Verkauf zunächst abgeblasen

PNE brechen um 20 Prozent ein. Der Mehrheitsaktionär hat den Verkauf seines Aktienpaketes abgesagt. Die von Morgan Stanley kontrollierte Photon Management GmbH ist größte Aktionärin bei dem Windkraftprojektierer. Die nun zurückgezogenen Verkaufspläne waren im Oktober bekannt geworden. Potenzielle Interessenten wären große Infrastrukturfonds gewesen.

Stabilus fallen um 2,8 Prozent. Der Gasfederhersteller hat zwar im ersten Geschäftsquartal 2022/23 von einer starken Entwicklung in den Geschäftsbereichen Automotive Powerise und Industrie profitiert. Beim Umsatz und bereinigten Gewinn konnte die im MDAX notierte Gesellschaft zulegen, die Margen litten allerdings unter anderem unter höheren Materialkosten.

Positiv wird gewertet, dass Deutz mit der Beteiligung durch Daimler Truck nun einen staken Aktionär an Bord geholt hat. Zudem erweitere Deutz damit seinen Kundenkreis, heißt es. Für die Aktie geht es um 1,2 Prozent nach oben.

Nach Vorlage von Geschäftszahlen steigen Philips um 5,4 Prozent. Das Unternehmen weist für das vierte Quartal zwar einen Verlust aus, operativ läuft es aber besser als erwartet. Unilever gewinnen 1,1 Prozent. Der Konsumgüterkonzern ist auf der Suche nach einem neuen CEO fündig geworden. Hein Schumacher wird am 1. Juli Alan Jope ablösen.

Um 28,4 Prozent nach unten geht es für die Aktie von 888 Holding. Belastend wirkt, dass CEO Itai Pazner überraschend den Online-Glücksspielanbieter mit sofortiger Wirkung verlässt. Zum anderen wurden nach einer internen Compliance-Prüfung die Konten von VIP-Kunden im Nahen Osten für die Dauer weiterer Untersuchungen gesperrt. Von den Analysten von AJ Bell heißt es dazu, dass die Nachricht, dass Konten im Nahen Osten gesperrt wurden, weil die notwendigen Standards zur Geldwäsche nicht eingehalten wurden, "unglaublich schädlich" sei. Weil der Grund für den CEO-Rücktritt nicht genannt werde, liege die Vermutung nahe, dass dieses Debakel die Schuld daran trage.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.154,47 -0,6% -23,54 +9,5%

Stoxx-50 3.854,23 -0,2% -7,97 +5,5%

DAX 15.124,92 -0,2% -25,11 +8,6%

MDAX 28.815,51 -0,9% -260,35 +14,7%

TecDAX 3.185,88 -0,5% -17,57 +9,1%

SDAX 13.118,06 -1,4% -185,09 +10,0%

FTSE 7.776,24 +0,1% 11,09 +4,2%

CAC 7.083,88 -0,2% -13,33 +9,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,29 +0,05 -0,28

US-Zehnjahresrendite 3,55 +0,04 -0,33

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:03 Fr, 17:30 % YTD

EUR/USD 1,0898 +0,3% 1,0865 1,0859 +1,8%

EUR/JPY 141,95 +0,6% 140,74 141,05 +1,1%

EUR/CHF 1,0059 +0,5% 1,0005 1,0000 +1,6%

EUR/GBP 0,8801 +0,4% 0,8768 0,8769 -0,6%

USD/JPY 130,25 +0,3% 129,52 129,90 -0,7%

GBP/USD 1,2383 -0,1% 1,2392 1,2384 +2,4%

USD/CNH (Offshore) 6,7463 -0,1% 6,7539 6,7646 -2,6%

Bitcoin

BTC/USD 23.208,30 -2,3% 23.691,41 23.101,65 +39,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,72 79,68 -1,2% -0,96 -2,2%

Brent/ICE 85,71 86,66 -1,1% -0,95 -0,3%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 56,00 55,43 +1,0% +0,58 -23,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.927,02 1.928,12 -0,1% -1,10 +5,7%

Silber (Spot) 23,72 23,60 +0,5% +0,12 -1,0%

Platin (Spot) 1.014,10 1.014,50 -0,0% -0,40 -5,1%

Kupfer-Future 4,20 4,22 -0,6% -0,02 +10,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

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January 30, 2023 09:57 ET (14:57 GMT)

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09.03.2023ASML NV BuyMerrill Lynch & Co., Inc.
09.03.2023ASML NV BuyUBS AG
08.03.2023ASML NV OutperformCredit Suisse Group
01.03.2023ASML NV BuyUBS AG
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26.01.2023ASML NV Equal WeightBarclays Capital
17.01.2023ASML NV Equal WeightBarclays Capital
21.07.2022ASML NV HoldDeutsche Bank AG
20.07.2022ASML NV NeutralUBS AG
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22.06.2018ASML NV VerkaufenDZ BANK
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