28.07.2021 10:02

MÄRKTE EUROPA/Börsen starten gut behauptet - Zahlen im Blick

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind am Mittwoch gut behauptet gestartet. Das Geschäft wird als zurückhaltend beschrieben. Für Unsicherheit sorgen erneut die überwiegend schwächeren Vorlagen aus Asien. Dort befürchten die Investoren, die Regulierung der Technologiekonzerne könnte das Wachstum in China weiter bremsen. Daneben verunsichern auch die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen die Anleger. "Während die Unternehmen ihre Vorsicht ablegen und die Ausblicke anheben, warnt das RKI vor der vierten Welle und will Gegenmaßnahmen", so ein Marktteilnehmer.

Nach dem Börsenschluss in Europa steht dann das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank im Blick. Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise, wann die US-Notenbank die Anleihenkäufe drosselt. Im frühen Handel am Mittwoch steht aber zunächst die Berichtssaison im Fokus mit einer Flut von Unternehmenszahlen. Der DAX gewinnt im frühen Geschäft 0,1 Prozent auf 15.534, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent auf 4.080 nach oben.

Deutsche Bank entwickelt sich gut

"Die Deutsche Bank entwickelt sich gut", sagt Heino Ruland von Ruland Research mit Blick auf den Quartalsbericht. "Die Kosten sind niedriger als erwartet und die Erträge höher", fügt er hinzu. Der unerwartet hohe Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter sei zum kleineren Teil auf die niedrige Risikovorsorge zurückzuführen. Diese zeuge aber zum einen von Optimismus und zum anderen davon, dass die Bank die Risiko-Assets stark abgebaut habe. Deutsche Bank gewinnen 3,5 Prozent.

"Nach dem starken ersten Quartal hat sich das Wachstum deutlich beruhigt", kommentiert ein Marktteilnehmer die Zahlen der DWS. Zwar sei die Kostenentwicklung weiterhin sehr günstig. Aufgrund der abnehmenden Wachstumsdynamik könnte sich der Kurs mit weiteren Vorstößen aber schwer tun, so der Marktteilnehmer. DWS steigen 0,4 Prozent.

Deutsche Börse geben dagegen deutlich um 3,2 Prozent nach. Die Quartalszahlen des Börsenbetreibers sind zwar einen Tick über den Erwartungen ausgefallen. Allerdings sind die Anleger nicht von der Qualität der Zahlen überzeugt, da diese stark von Konsolidierungs- und Sondereffekten geprägt sind. Unter Herausrechnung dieser Faktoren ist das EBITDA laut der Citigroup leicht unter den Konsensschätzungen ausgefallen.

OMV (+0,8%) hat starke Zweitquartalszahlen vorgelegt. Sowohl der Gewinn wie auch das operative Ergebnis sind besser als erwartet ausgefallen. Haupttreiber war laut Jefferies die starke Entwicklung des Chemiegeschäfts. OMV habe im vergangenen Jahr mit der Erhöhung der Beteiligung an Borealis die richtige Entscheidung getroffen.

Bei Rio Tinto enttäuscht derweil der "Underlying Profit", wie ein Marktteilnehmer feststellt. Mit 12,17 Milliarden Dollar sei die Prognose von 12,7 Milliarden verfehlt worden. Der Kurs gibt um 0,5 Prozent nach.

Für Kering geht es um 1,9 Prozent nach oben. "Die Zahlen sind noch einmal deutlich besser als erwartet", heißt es im Handel. Der Umsatz sei auf organischer Basis um 95 Prozent gewachsen, die Prognose habe bei 86 Prozent gelegen. Auch das Wachstum von Gucci liege mit 86 Prozent über der Prognose von 77 Prozent.

Trotz starker Zahlen reagieren Hypoport schwächer auf den Quartalsbericht. Der Kurs gibt um 4,1 Prozent nach. Der Markt sei offensichtlich sehr optimistisch in die Zahlen gegangen. Möglicherweise hätten Marktteilnehmer auch mit einer Prognoseerhöhung gerechnet.

Für Metro geht es dagegen um 4,1 Prozent nach oben. Die vorläufigen Zahlen des Konzerns für das dritte Geschäftsquartal sieht Baader Helvea als positive Überraschung.

Hella legt gute Zahlen vor

Von sehr guten Zahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf Hella (+0,6%). Obwohl das Unternehmen den Ausblick nach dem dritten Quartal erhöht habe, liege das Gesamtjahr nun im oberen Bereich oder sogar am oberen Rand. "Allerdings haben fast alle Autozulieferer gut berichtet", so der Marktteilnehmer. Viel sei also eingepreist.

Nemetschek gewinnen 1,1 Prozent. Der Software-Hersteller hat nach einem guten Quartal die Prognose angehoben. Der Umsatz soll nun währungsbereinigt in einer Bandbreite von 12 bis 14 Prozent zulegen und die Marge des operativen Konzernergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 30 bis 32 Prozent erreichen. Bislang hatte das im MDAX und TecDAX notierte Unternehmen ein mindestens hohes einstelliges Umsatzwachstum und eine EBITDA-Marge zwischen 27 bis 29 Prozent angepeilt.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.079,94 +0,4% 15,11 +14,8%

Stoxx-50 3.539,29 +0,3% 9,10 +13,9%

DAX 15.533,74 +0,1% 14,61 +13,2%

MDAX 35.033,36 +0,3% 102,11 +13,8%

TecDAX 3.638,33 +0,4% 14,84 +13,3%

SDAX 16.337,33 +0,3% 42,76 +10,7%

FTSE 7.002,29 +0,1% 6,21 +8,3%

CAC 6.560,67 +0,4% 28,75 +18,2%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,44 +0,00 +0,13

US-Zehnjahresrendite 1,25 +0,01 +0,34

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Di, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1806 -0,1% 1,1818 1,1831 -3,3%

EUR/JPY 129,82 +0,1% 129,73 129,85 +3,0%

EUR/CHF 1,0804 -0,0% 1,0805 1,0812 -0,1%

EUR/GBP 0,8511 -0,0% 0,8512 0,8528 -4,7%

USD/JPY 109,96 +0,2% 109,77 109,75 +6,5%

GBP/USD 1,3872 -0,1% 1,3882 1,3872 +1,5%

USD/CNH 6,5128 -0,2% 6,5273 6,5215 +0,2%

Bitcoin

BTC/USD 39.915,01 +4,3% 38.287,01 38.386,76 +37,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,91 71,65 +0,4% 0,26 +49,2%

Brent/ICE 74,62 74,48 +0,2% 0,14 +46,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.802,16 1.799,05 +0,2% +3,11 -5,0%

Silber (Spot) 24,77 24,70 +0,3% +0,07 -6,2%

Platin (Spot) 1.059,83 1.054,85 +0,5% +4,98 -1,0%

Kupfer-Future 4,54 4,54 -0,1% -0,00 +28,7%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 28, 2021 04:03 ET (08:03 GMT)

Nachrichten zu Rio Tinto plc

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16.09.2021Rio Tinto HoldDeutsche Bank AG
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16.09.2021Rio Tinto HoldDeutsche Bank AG
15.09.2021Rio Tinto NeutralGoldman Sachs Group Inc.
14.09.2021Rio Tinto Equal WeightBarclays Capital
06.09.2021Rio Tinto HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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16.07.2021Rio Tinto SellUBS AG
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