MÄRKTE EUROPA/Börsen starten stabilisiert - Berichtssaison setzt Akzente

17.04.24 09:39 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Mittwoch gestartet. Marktteilnehmer hoffen nach der scharfen Korrektur auf eine Stabilisierung. Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 17.802 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,1 Prozent auf 4.920 nach oben. Die Ölpreise geben am Morgen leicht nach, Brent notiert unter 90 Dollar das Barrel. Auch Gold verliert leicht, notiert aber weiter in Rekordnähe.

"Die Unsicherheit an den Börsen ist nach wie vor groß. Und solange unklar ist, ob der Konflikt zwischen Israel und dem Iran weiter eskalieren wird, wird das auch so bleiben", so QC Partners. Auffallend sei, dass trotz dieses geopolitischen Risikos nur sehr zaghaft Absicherungspositionen eingegangen werden. "Die Anleger gehen aktuell davon aus, dass die geopolitischen Risiken nicht eintreten werden und die Börsen aus eben diesem Grund schnell in den Rally-Modus zurückkehren werden", heißt es.

Impulse dürften nun vermehrt von der Berichtssaison ausgehen. Am Abend steht dann der Konjunkturbericht der US-Notenbank im Blick, das so genannte Beige Book.

Adidas machen einen Sprung nach Zahlen

Adidas reagieren mit Aufschlägen von 5,5 Prozent sehr positiv auf einen guten Quartalsbericht. Das Betriebsergebnis hat sich im ersten Quartal mehr als verfünffacht und lag auch mehr als doppelt so hoch wie von Analysten prognostiziert. Die Prognosen für den Umsatz und das Betriebsergebnis im Gesamtjahr hat Adidas nun erhöht.

Für Conti geht es dagegen nach den schwachen Zahlen zum ersten Quartal kräftig um 4 Prozent nach unten. "Die Erwartungen waren niedrig, aber nicht so niedrig", heißt es bei Jefferies. In allen drei Geschäftsbereichen - Automotive, Tires und Contitech - wurden sowohl die Umsatz- als auch Margenerwartungen des Marktes verfehlt.

Für Volvo geht es 1,2 Prozent nach oben. Nettogewinn und Marge liegen über den Erwartungen. Während das Geschäft in Nordamerika und in Brasilien weiter gut läuft, hat Volvo die Prognose für Indien leicht heruntergenommen. Der Konzern spricht aber auch von einer Normalisierung des Geschäfts und hat deshalb die Produktionskapazitäten in Europa bereits heruntergefahren.

Im Luxussektor stehen die Geschäftszahlen von LVMH im Blick. Die Umsätze hätten die Erwartungen um 2 Prozent verfehlt, organisch allerdings die Erwartungen getroffen, heißt es bei der Citigroup. Nach der schwachen Kursentwicklung im Vorfeld schein das zunächst zu genügen. Das Papier gewinnt 2 Prozent. Burberry gewinnen 1,1 Prozent, Kering geben aber leicht nach.

ASML drückt Techsektor

Kennziffern und Ausblick von ASML (-4,9%) verfehlen die Markterwartungen teilweise deutlich. Die Bruttomarge von 51 Prozent liegt zwar über der Prognose von 48,8 Prozent. Umsatz und besonders der Auftragseingang liegen aber unter den Prognosen. Bei Morgan Stanley hieß es zwar, der Gegenwind in diesem Jahr sei bekannt, der Markt konzentriere sich bereits auf das kommende und das übernächste Jahr. Für den schwachen Auftragseingang dürfte das aber nicht gelten. Techwerte verlieren 1,9 Prozent.

Nach einem schwächeren Zwischenbericht geht es für Just Eat Takeaway gleich um 5,2 Prozent nach unten. Im Gefolge geben Hellofresh 2,2 Prozent nach.

Die erste Halbfinal-Teilnahme seit der Saison 2021/13 gibt dem Aktienkurs von Borussia Dortmund laut Marktteilnehmern kräftig Auftrieb. Allein die Prämie der Uefa liegt bei über 10 Millionen Euro. Mit dem 4 zu 2 gegen Athletico Madrid hat der Club die Hinspielniederlage ausgebügelt, im Halbfinale trifft er nun auf Paris Saint Germain. BVB gewinnen 7,8 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.917,68 +0,0% 0,69 +8,8%

Stoxx-50 4.326,96 +0,0% 0,01 +5,7%

DAX 17.786,30 +0,1% 20,07 +6,2%

MDAX 25.979,16 +0,0% 5,31 -4,3%

TecDAX 3.276,46 -0,5% -15,76 -1,8%

SDAX 13.995,20 -0,1% -14,09 +0,3%

FTSE 7.825,72 +0,1% 5,36 +1,1%

CAC 7.978,35 +0,6% 45,74 +5,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,49 -0,00 -0,09

US-Zehnjahresrendite 4,65 -0,02 +0,77

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:06 Uhr Di, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0630 +0,1% 1,0609 1,0630 -3,8%

EUR/JPY 164,32 +0,1% 164,03 164,27 +5,6%

EUR/CHF 0,9681 -0,1% 0,9687 0,9702 +4,3%

EUR/GBP 0,8534 -0,1% 0,8536 0,8545 -1,6%

USD/JPY 154,62 -0,0% 154,56 154,53 +9,8%

GBP/USD 1,2456 +0,2% 1,2430 1,2441 -2,1%

USD/CNH (Offshore) 7,2519 -0,2% 7,2603 7,2632 +1,8%

Bitcoin

BTC/USD 63.622,34 -0,6% 63.894,62 62.314,39 +46,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 84,89 85,36 -0,6% -0,47 +16,9%

Brent/ICE 89,77 90,02 -0,3% -0,25 +17,1%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 32,745 33,50 -2,3% -0,76 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.379,97 2.382,45 -0,1% -2,48 +15,4%

Silber (Spot) 28,35 28,10 +0,9% +0,25 +19,2%

Platin (Spot) 951,82 961,50 -1,0% -9,68 -4,1%

Kupfer-Future 4,32 4,30 +0,4% +0,02 +10,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2024 03:40 ET (07:40 GMT)

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