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12.03.2019 16:10
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MÄRKTE EUROPA/Brexit-Abstimmung bremst DAX und Co

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die anfängliche Euphorie an den europäischen Aktienmärkten hat sich am Dienstagnachmittag verflüchtigt. Der Euro-Stoxx-50 steht mit 3.306 Punkten nur geringfügig über dem Schlussstand vom Montag, und der DAX kann sich mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 11.527 Punkte nur noch knapp behaupten.

Am Morgen war er noch bis auf 11.619 Punkte gestiegen, getrieben von der Hoffnung auf einen Brexit-Deal in letzter Sekunde. Zerstoben wurden die Hoffnungen vom britischen Generalstaatsanwalt, der die juristischen Risiken des neuen Deals zwischen Theresa May und Jean-Claude Juncker als unverändert bezeichnet hat. Das Pfund schwankt stark, am Nachmittag notiert es schwächer bei rund 1,3130 Dollar, nachdem es im Anschluss an das Treffen zwischen May und Juncker bis auf knapp 1,33 Dollar gestiegen war.

Theresa May und Jean-Claude Juncker hatten eine rechtsverbindliche Zusatzvereinbarung zum Brexit-Deal getroffen, die die sogenannte Backstop-Regelung der freien Grenze zwischen Irland und Nordirland zeitlich begrenzen soll auf Ende 2020. Die Abstimmung in London soll um 20.00 Uhr MEZ beginnen. Die Debatte dazu dürfte den Nachmittagshandel prägen, weil sie bereits um 13.45 Uhr begonnen hat. Bei einer Ablehnung dürfte es noch in der laufenden Woche zu weiteren Abstimmungen kommen, an deren Ende mutmaßlich eine Verschiebung des Brexit-Datums beschlossen werden dürfte.

Kurssprung bei Klöckner & Co

Unter den größeren europäischen Aktien steigen Saint-Gobain mit einer Kaufempfehlung durch Barclays um 2,1 Prozent. Renault gewinnen 0,4 Prozent, gestützt von der erneuerten Allianz mit Nissan und Mitsubishi. Die drei Autobauer verpassen nach dem Skandal um Carlos Ghosn ihrem Bündnis nun ein neues Entscheidungsgremium.

Tagessieger am deutschen Aktienmarkt ist die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. Sie schießt um über 11 Prozent nach oben. Zahlen und vor allem der Ausblick werden im Handel als positive Überraschung bezeichnet. Der Ausblick sei deutlich optimistischer als die Konjunkturlage und "das angeblich so schlechte vierte Quartal" erwarten ließen, heißt es. Der Stahlhändler erwartet 2019 ein leichtes Wachstum der realen Stahlnachfrage und auch höhere Stahlpreise.

Um 1,5 Prozent geht es für Wacker Neuson nach oben, nachdem der Baumaschinenhersteller eine Sonderdividende angekündigt hat. Die Dividendenrendite springe damit auf fast 6 Prozent, heißt es im Handel.

FMC mit Aktienrückkauf weiter aufwärts - VW im Rückwärtsgang

Größter DAX-Gewinner sind FMC mit einem Plus von 2,4 Prozent. Das Unternehmen will 6 Millionen Aktien zurückkaufen und einziehen. Die Post-Aktie zieht um 1,1 Prozent an. Rückenwind kommt von einer Kooperation im Paketgeschäft mit der Österreichischen Post. Deren Kurs steigt ebenfalls und zwar um 5,5 Prozent.

VW geben um 1,6 Prozent nach. In der Kernmarke hat VW im vergangenen Jahr die Renditeziele verfehlt. Zudem sind die am Morgen vorgelegten Spartenergebnisse schwächer ausgefallen als gedacht.

Wirecard und Bayer unter Druck

Am Ende der DAX-Liste stehen am Nachmittag Wirecard mit einem Minus von 4,6 Prozent. Am Montag hatte sich die Aktie noch um 7,7 Prozent erholt. Bayer notieren mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Händler verweisen weiter auf Risiken wegen des Unkrautvernichters Glyphosat.

Schwach notieren auch Eon, die mit einer Abstufung durch die UBS 0,8 Prozent abgeben. Für Uniper geht es dagegen nach anfänglichen Verlusten nach Vorlage der Geschäftszahlen um 0,9 Prozent nach oben. Trotz roter Zahlen schüttet Uniper eine höhere Dividende aus.

Im TecDAX ziehen Dialog im Windschatten der weiter festen Apple-Aktien um 2,2 Prozent an. Apple gelten als einer der wichtigsten Kunden des Halbleiter-Unternehmens.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.306,14 0,05 1,70 10,15

Stoxx-50 3.048,14 -0,02 -0,73 10,44

DAX 11.526,97 -0,14 -16,51 9,17

MDAX 24.642,19 0,33 80,97 14,15

TecDAX 2.658,22 -0,38 -10,11 8,49

SDAX 10.796,41 0,46 49,17 13,54

FTSE 7.142,17 0,16 11,55 5,98

CAC 5.275,85 0,19 9,90 11,52

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,06 -0,01 -0,18

US-Zehnjahresrendite 2,63 -0,01 -0,05

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:29 Mo, 17:10 % YTD

EUR/USD 1,1270 +0,06% 1,1259 1,1227 -1,7%

EUR/JPY 125,37 -0,03% 125,33 124,90 -0,3%

EUR/CHF 1,1356 -0,21% 1,1379 1,1351 +0,9%

EUR/GBP 0,8586 +0,90% 0,8522 0,8570 -4,6%

USD/JPY 111,25 -0,07% 111,33 111,25 +1,5%

GBP/USD 1,3125 -0,88% 1,3210 1,3098 +2,8%

Bitcoin

BTC/USD 3.868,93 +0,36% 3.825,25 3.842,00 +4,0%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 57,42 56,79 +1,1% 0,63 +24,6%

Brent/ICE 66,96 66,58 +0,6% 0,38 +22,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.296,71 1.292,98 +0,3% +3,74 +1,1%

Silber (Spot) 15,38 15,32 +0,4% +0,06 -0,8%

Platin (Spot) 831,59 819,00 +1,5% +12,59 +4,4%

Kupfer-Future 2,95 2,90 +1,6% +0,05 +11,8%

===

DJG/hru

(END) Dow Jones Newswires

March 12, 2019 11:11 ET (15:11 GMT)

Nachrichten zu Wirecard AG

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17.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
27.03.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
27.03.2019Wirecard buyKepler Cheuvreux
27.03.2019Wirecard buyWarburg Research
27.03.2019Wirecard buyOddo BHF
17.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
27.03.2019Wirecard buyKepler Cheuvreux
27.03.2019Wirecard buyWarburg Research
27.03.2019Wirecard buyOddo BHF
27.03.2019Wirecard buyBaader Bank
15.11.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HaltenDZ BANK
28.09.2018Wirecard NeutralCredit Suisse Group
27.09.2018Wirecard HaltenDZ BANK
27.03.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
01.02.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
07.01.2019Wirecard UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
21.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
15.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH

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