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29.01.2019 12:19
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MÄRKTE EUROPA/DAX dreht ins Plus - SAP unterschiedlich bewertet

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An Europas Börsen drehen die Kurse am Dienstagmittag leicht ins Plus. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,4 Prozent auf 3.149 Punkte, nachdem er am Vormittag noch leichter tendiert hatte. Der DAX kann sich mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 11.218 nun gut behaupten. "Der Markt setzt auf eine taubenhafte US-Notenbank", sagt ein Händler. Deshalb würden Rücksetzer bei den Aktien trotz aller Risiken derzeit gekauft, und der Goldpreis steige auf 1.309 Dollar. Das entspricht dem höchsten Stand seit sieben Monaten. SAP verlieren noch 1,5 Prozent, liegen damit aber über dem Tagestief.

"In den Himmel wachsen werden die Bäume zunächst nicht", sagt ein Händler mit Blick auf die Risiken an den Märkten. Die jüngsten Nachrichten sprechen nicht dafür, dass es im Handelsstreit zwischen den USA und China zu der erhofften Einigung in den kommenden Tagen kommen wird. Denn der Streit um den chinesischen Smartphone- und Technologieriesen Huawei und dessen Finanzdirektorin Meng Wanzhou droht zu eskalieren und immer mehr zum Politikum zu werden. Und von der weiteren Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus am Abend wird keine Weichenstellung für eine Lösung der Probleme erwartet.

Zunächst entscheiden die Abgeordneten über den von Premierministerin Theresa May vorgelegten Plan B. An der Börse wird fest davon ausgegangen, dass er wie Plan A keine Mehrheit finden wird. Spannender sind dann die Abstimmungen der verschiedensten Zusatz- und Änderungsanträge von Abgeordneten. Das Pfund kann die jüngsten Gewinne am Dienstag verteidigen, der Euro notiert knapp unter 0,87 Pfund.

SAP enttäuscht bei der Marge - Philips überzeugt die Börse

Bei SAP machen Händler Licht und Schatten aus. Bei der Marge haben die Walldorfer die Markterwartung im Schlussquartal nicht erreicht. Mit 34,3 Prozent verfehlt die operative Marge nicht nur den Konsens der Analysten von 35,3, sondern liegt sogar unter dem Vorjahreswert. Positiv wertet ein Marktteilnehmer dagegen die Softwarelizenzen, die 2018 mit 4,647 Milliarden Euro Umsatz die Erwartung übertrafen. Leicht positiv wird zudem der 2019er-Ausblick gewertet. Die Anhebung der 2020er-Ziele wurde dagegen erwartet.

Philips hat im vierten Quartal 2018 mehr umgesetzt als erwartet. Ihre eigenen Ziele für das Gesamtjahr 2018 hat der Anbieter von Gesundheitstechnologie und Haushaltsgeräten erreicht und startet nun ein neues Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro. Zudem stockt der Konzern die Dividende um 6 Prozent auf. An der Amsterdamer Börse geht es für Philips um 3,4 Prozent nach oben.

Nach schwächeren Geschäftszahlen sinken die Aktien von Siemens Healtineers dagegen kräftig um 3,6 Prozent. Höhere Anlaufkosten für die Labordiagnostikplattform Atellica sowie negative Währungseffekte belasteten den operativen Gewinn.

Sartorius zweistellig im Plus - Ertragsseite stark

Sartorius machen dagegen einen Satz von 17,1 Prozent nach oben. "Vor allem die Ertragsseite überzeugt", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die 2018er-Zahlen. Die Marge konnte leicht gesteigert werden, der Nettogewinn legte um knapp 22 Prozent zu. Nachdem die Aktie mit dem Gesamtmarkt im vierten Quartal 2018 unter Druck gestanden hat, wird ihr nun Erholungspotenzial zugebilligt.

Zalando (minus 6,7 Prozent) setzen dagegen negative Analystenkommentare zu. Nach Angaben aus dem Handel haben sowohl Societe Generale wie auch Wells Fargo das Papier abgestuft.

Norwegian Air stürzen an der Börse ab

Norwegian Air brechen um 11 Prozent ein. Die Geschäftszahlen sind nach Einschätzung von Bernstein deutlich unter den Erwartungen ausgefallen, was nach Einschätzung der Analysten auf gestiegene Kosten zurückzuführen sein dürfte. Nun erhöht die Fluglinie das Kapital. Laut Davy hatte sich eine Kapitalerhöhung abgezeichnet, nachdem IAG mitgeteilt hatte, an einer Übernahme der Norweger kein Interesse zu haben.

Royal Mail fallen um 10 Prozent. In den neun Monaten bis Weihnachten ging das Briefgeschäft um 8 Prozent zurück. Auch die Zukunft sieht nicht rosig aus, hier erwartet die britische Post einen weiteren Schwund zwischen 7 und 8 Prozent. In der Folge sieht Marktstratege Michael Hewson von CMC Markets den 2019er Gewinn am unteren Ende der Unternehmensspanne von 500 bis 530 Millionen Pfund. Eine kleine Sonderkonjunktur könnte allerdings anstehen, wenn die Parteien auf Grund möglicher Neuwahlen vermehrt Wahlsendungen verschicken sollten, oder falls es hohes Brief-Aufkommen im Fall einer zweiten Brexit-Abstimmung geben sollte.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.149,40 0,39 12,13 4,93

Stoxx-50 2.866,39 0,84 23,79 3,85

DAX 11.218,48 0,07 8,17 6,25

MDAX 23.719,55 0,57 135,12 9,87

TecDAX 2.635,58 0,43 11,18 7,57

SDAX 10.527,66 -0,24 -24,84 10,71

FTSE 6.842,08 1,41 94,98 3,60

CAC 4.917,67 0,60 29,10 3,95

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,20 0,00 -0,04

US-Zehnjahresrendite 2,74 -0,01 0,06

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:23 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1435 +0,07% 1,1442 1,1434 -0,3%

EUR/JPY 125,16 +0,20% 125,00 124,97 -0,5%

EUR/CHF 1,1360 +0,21% 1,1343 1,1338 +0,9%

EUR/GBP 0,8699 +0,10% 0,8696 0,8690 -3,4%

USD/JPY 109,43 +0,12% 109,26 109,31 -0,2%

GBP/USD 1,3149 -0,01% 1,3158 1,3160 +3,0%

Bitcoin

BTC/USD 3.381,01 -1,46% 3.374,75 3.418,13 -9,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,44 51,99 +0,9% 0,45 +14,7%

Brent/ICE 60,56 59,93 +1,1% 0,63 +11,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.307,88 1.303,50 +0,3% +4,38 +2,0%

Silber (Spot) 15,88 15,74 +0,9% +0,14 +2,5%

Platin (Spot) 817,87 813,00 +0,6% +4,87 +2,7%

Kupfer-Future 2,70 2,68 +0,8% +0,02 +2,7%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2019 06:20 ET (11:20 GMT)

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