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13.08.2019 16:16
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MÄRKTE EUROPA/DAX nach neuem Viermonats-Tief im Plus

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Neue Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit treiben die europäischen Aktienmärkte am Dienstagnachmittag ins Plus. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 1 Prozent auf 3.559 Punkte. Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 11.762 Punkte. Wie es am Markt heißt, wollen die USA geplante neue Zölle gegen China bis zum 15. Dezember aufschieben. Neue Handelsgespräche sollen innerhalb von zwei Wochen fortgeführt werden. Gegenüber dem Tagestief hat der DAX zeitweise fast 250 Punkte zugelegt.

Am Vormittag hatten schwache Konjunkturindikatoren aus Deutschland die europäischen Aktienmärkte noch weiter unter Druck gesetzt und den DAX auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gedrückt. Der ZEW-Index fiel im August auf minus 44,1, die Konsensschätzung hatte bei minus 30,0 gelegen. Nun werde auch der ifo-Geschäftsklima-Index vermutlich weiter fallen. Die schwachen ZEW-Zahlen verstärkten nun aber auch die Spekulationen auf eine Zinssenkung seitens der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche.

Auf Erholungskurs liegen mit der Entspannung im Handelsstreit vor allem die konjunkturabhängigen Aktien. So gewinnen BASF 1,7 Prozent, Daimler 1,6 Prozent, und Infineon 2,1 Prozent. Noch stärker steigen mit einem Plus von 2 Prozent Deutsche Post. An der Spitze der DAX-Gewinner liegen Bayer mit 2,4 Prozent Plus. Ins Plus gedreht sind auch Thyssen, die ihre Talfahrt zunächst gestoppt haben und um 0,8 Prozent steigen.

Der DAX notiert nun auch wieder über der 200-Tage-Linie bei 11.647 Punkten. Sie gilt als Dreh- und Angelpunkt für langfristige Investoren. Ein nachhaltiger Rutsch unter den gleitenden Durchschnitt könnte von ihnen als Verkaufssignal aufgefasst werden, wird am Markt gewarnt.

Impulse könnten am Dienstag noch aus Italien kommen. Dort werden die Beratungen über ein Misstrauensvotum gegen die Regierung Conte fortgesetzt. Dieses könnte am 20. August stattfinden.

Henkel, Ceconomy und New Work nach Zahlen schwach - Hellofresh fest

Die Nachläufer der Berichtssaison setzen derweil an den Gesamtmärkten kaum noch Akzente. Die Henkel-Aktie reagiert mit deutlichen Abschlägen von 5,5 Prozent auf schwächere Geschäftszahlen. Die Senkung des Umsatzwachstums ist nach Einschätzung aus dem Handel bereits erwartet worden, wenn auch vielleicht erst zu einem späteren Zeitpunkt des Jahres. Mit Verlusten von 2,2 Prozent geben auch Lufthansa deutlich nach.

Veröffentlicht werden vor allem Geschäftszahlen von Unternehmen aus der zweiten Reihe. Die der Aareal Bank werden im Handel als solide eingestuft. Die Aktie verliert dennoch 1,1 Prozent. Mit Blick auf Deutsche Wohnen (minus 3,3 Prozent) ist von einer Punktlandung die Rede. EBITDA, Aufwertung des Portfolios sowie Betriebsgewinn FFO hätten die Schätzungen getroffen. Trotzdem gibt die Aktie stark nach, was auch die DAX-Aufstiegsambitionen weiter dämpft.

Nach schwachen Geschäftszahlen sacken Ceconomy 9,5 Prozent ab. Baader Helvea spricht von enttäuschenden Umsätzen und einem schwachen Ergebnismomentum. New Work (Xing) brechen um 10,4 Prozent ein. Hier hätten einige Marktteilnehmer mit einem stärkerem Wachstum gerechnet, heißt es im Handel. Hellofresh steigen dagegen kräftig um 12 Prozent - im Handel ist von einer beeindruckenden Marge die Rede.

Voltabox mit Kurshalbierung

Mit Voltabox (minus 52 Prozent) hat ein weiterer Automobilzulieferer die Gewinnprognose gekappt. Der Batteriehersteller senkte die Umsatz- und Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr drastisch, was auch die Muttergesellschaft Paragon (minus 42 Prozent) zu einem entsprechenden Schritt zwingt. Nach guten Geschäftszahlen geht es für Eckert & Ziegler um 4 Prozent nach oben.

Scout24 reagieren auf ihre Geschäftszahlen mit einem Plus von 0,1 Prozent. Leicht positiv dürfte aufgenommen werden, dass Scout24 nun für Autoscout24, wie von Großaktionär Elliot gefordert, die strategischen Alternativen prüfe. Nicht überzeugen kann Sixt mit den Geschäftszahlen - die Aktie gewinnt trotzdem 0,9 Prozent.

Wienerberger steigen nach ihren Zahlen um 2,6 Prozent. Die Österreicher haben die Spanne für das bereinigte EBITDA auf 570 bis 580 Millionen Euro für das Gesamtjahr von zuvor 560 bis 580 Millionen eingeengt. Allerdings liegt die Davy-Schätzung bereits bei 581 Millionen Euro. Manz geben um 9 Prozent nach - der Maschinenbauer hat die Umsatzprognose gesenkt.

Zeal Networks verlieren 5,6 Prozent. "Das Unternehmen bekommt das Problem nicht in den Griff", so ein Marktteilnehmer. Einmal mehr hat der Millionengewinn eines Kunden bei MyLotto24 dazu geführt, dass das Unternehmen die Prognose drastisch senken musste.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.355,58 0,87 29,03 11,80

Stoxx-50 3.077,56 0,65 19,93 11,50

DAX 11.737,87 0,50 58,19 11,17

MDAX 25.260,45 0,04 10,70 17,01

TecDAX 2.773,00 0,51 14,01 13,18

SDAX 10.639,67 -0,08 -8,69 11,89

FTSE 7.242,53 0,22 15,81 7,41

CAC 5.364,66 1,02 54,36 13,40

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,60 -0,01 -0,84

US-Zehnjahresrendite 1,69 0,04 -0,99

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 08:42 Uhr Mo, 18:33 % YTD

EUR/USD 1,1189 -0,24% 1,1194 1,1212 -2,4%

EUR/JPY 119,00 +0,82% 117,87 118,14 -5,4%

EUR/CHF 1,0880 +0,10% 1,0868 1,0878 -3,4%

EUR/GBP 0,9266 -0,22% 0,9290 0,9287 +3,0%

USD/JPY 106,38 +1,11% 105,28 105,37 -3,0%

GBP/USD 1,2074 -0,07% 1,2051 1,2073 -5,4%

USD/CNY 7,0488 -0,13% 7,065 7,0582 +2,5%

Bitcoin

BTC/USD 11.006,22 -3,32% 11.348,25 11.359,50 +195,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,37 54,93 +2,6% 1,44 +17,8%

Brent/ICE 60,14 58,57 +2,7% 1,57 +8,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.497,39 1.511,41 -0,9% -14,03 +16,8%

Silber (Spot) 16,87 17,07 -1,2% -0,20 +8,8%

Platin (Spot) 847,57 858,00 -1,2% -10,43 +6,4%

Kupfer-Future 2,61 2,59 +1,1% +0,03 -1,2%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

(END) Dow Jones Newswires

August 13, 2019 10:17 ET (14:17 GMT)

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18.09.2019Lufthansa market-performBernstein Research
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09.09.2019Lufthansa market-performBernstein Research
27.08.2019Lufthansa market-performBernstein Research
19.09.2019Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
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