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19.03.2019 12:47
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MÄRKTE Europa/DAX nur noch knapp unter 200-Tagelinie

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Aufwärts geht es am Dienstagmittag an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX steigt um 0,9 Prozent auf 11.762 Punkte. Das ist der höchste Stand seit dem 18. Oktober. Damit liegt der DAX nun nur noch 17 Punkte unter der 200-Tagelinie bei 11.779 Punkten. "Ein nachhaltiges Überwinden würde auch am deutschen Aktienmarkt den Pessimisten den Wind aus den Segeln nehmen", sagt ein Marktanalyst. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,7 Prozent auf 3.412 Zähler zu.

Ein Händler sieht die Anleger zunehmend unter Anlagezwang. Der Kursanstieg von mehr als 10 Prozent im DAX seit Jahresbeginn sei an vielen Investoren vollkommen vorbeigezogen. Diese Gruppe habe auf eine Korrektur an den Börsen gesetzt, die bislang allerdings ausgeblieben sei. Damit nehme der Anlagedruck ständig zu.

Treibende Sektoren sind Autotitel, für die es um 2,6 Prozent nach oben geht, sowie Rohstoffwerte mit einem Plus von 1,4 Prozent. Im Rohstoffsektor legen vor allem Minenaktien weiter zu. Hier stützen weiter die Sorgen vor Kapazitätsengpässen mit den sich ausweitenden Problemen von Vale. Rio Tinto steigen 1,2 Prozent und Glencore um 1,4 Prozent.

Autobauer auf der Überholspur

Für Fiat Chrysler geht es an der Mailänder Börse um 5,6 Prozent nach oben. Hintergrund sind wieder auflebende Spekulationen über einen Deal mit Peugeot. Robert Peugeot, der Chef der Familienholding FFP, hat in einem Interview erklärt, er stehe möglichen Akquisitionen von Peugeot grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Peugeot-CEO Carlos Tavares hatte in der Vergangenheit Interesse an einem Deal geäußert, um die außereuropäischen Aktivitäten des Autokonzerns voranzutreiben. Evercore hat als mögliche Ziele Fiat Chrysler, GM und Jaguar genannt. Peugeot gewinnen 2,8 Prozent.

Am deutschen Markt ziehen Daimler um 3,7 Prozent an, VW um 1,9 Prozent und BMW um 1,8 Prozent. Die Analysten von Evercore erwarten, dass BMW und Daimler durch ihre Zusammenarbeit bei Elektroautos 7 Milliarden Euro sparen.

VW baut die digitale Entwicklung in China aus. Die Aktie profitiert nach Angaben aus dem Handel aber vor allem von Aktienkäufen durch VW-CEO Herbert Diess. Solche werden typischerweise von den Anlegern als Vertrauensbeweis in das eigene Unternehmen gewertet. Diess hat VW-Aktien im Volumen von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro erworben. Porsche steigen nach ihren Geschäftszahlen um 4,1 Prozent.

Gewinnmitnahmen in Deutscher und Commerzbank

Zu kleineren Gewinnmitnahmen kommt es bei den Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank. Zum Wochenauftakt waren die Aktien stark gestiegen, nachdem die Banken die Aufnahme von Fusionsgesprächen angekündigt hatten. Nun kommen Deutsche Bank um 1,8 Prozent zurück und Commerzbank um 2,7 Prozent.

Im Handel ist die Skepsis groß, ob eine mögliche Fusion beider Institute tatsächlich gelingen kann. Die damit verbundenen "Herausforderungen" seien immens und die Gefahr, dass der Deal scheitere, groß. Und dies zu einem Zeitpunkt, zu dem beide Banken noch vollauf mit ihren eigenen hausgemachten Problemen beschäftigt seien, heißt es.

Start der 5G-Auktion noch kein Thema für Telekomaktien

Der Versteigerungsbeginn für die neuen deutschen 5G-Frequenzen beeinflusst die betroffenen Aktien bisher kaum. Mit einem Plus von 0,8 Prozent steigen Deutsche Telekom etwa so stark wie der DAX. Im TecDAX ziehen 1%1 Drillisch um 1,9 Prozent an und United Internet um 2,1 Prozent, mit Telefonica Deutschland geht es um 1,1 Prozent nach oben. Vodafone steigen in London um 1,2 Prozent.

Wie die Erfahrung früherer Auktionen zeigt, kann sich diese über Wochen hinziehen. Entscheidend ist letztlich die Frage, wieviel Geld die Telekombetreiber für die Frequenzen zahlen. Legendär ist die UMTS-Auktion aus dem Jahr 2000, die 50 Milliarden Euro in die Kassen des deutschen Fiskus gespült hatte. Eine Investition, die sich für die Unternehmen nie rechnete.

Fraport liegen unverändert im Markt. Die Geschäftszahlen seien leicht über den Erwartungen ausgefallen, heißt es im Handel. Erfreulich ist auch die Dividende, die mit 2 Euro je Anteilsschein klar über der Marktschätzung von 1,77 Euro liegt. Allerdings scheinen sich einige Anleger am Ausblick zu stören.

Nach Bekanntgabe der endgültigen Geschäftszahlen ziehen Wacker Chemie um 1,3 Prozent an. Neu war lediglich die Dividendenankündigung von 2,50 Euro. Im TecDAX profitieren Bechtle mit einem Plus von 4,6 Prozent von Kurszielerhöhungen. RIB Software steigen mit einem Auftrag aus Skandinavien um 4,3 Prozent. Im SDAX schießen Washtec um gut 8 Prozent in die Höhe, Händler sprechen von einem guten Ausblick des Waschstraßenherstellers. Deutz steigen mit einer Kaufempfehlung ebenfalls um gut 8 Prozent.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.411,73 0,70 23,79 13,67

Stoxx-50 3.145,75 0,73 22,72 13,97

DAX 11.761,88 0,90 104,82 11,39

MDAX 25.395,49 0,69 175,26 17,64

TecDAX 2.689,85 1,03 27,42 9,78

SDAX 11.022,76 1,00 108,94 15,92

FTSE 7.339,23 0,55 40,04 8,49

CAC 5.438,59 0,48 25,76 14,96

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,09 0,01 -0,15

US-Zehnjahresrendite 2,60 0,00 -0,08

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:26 Uhr Mo 17.34 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1355 +0,17% 1,1348 1,1334 -1,0%

EUR/JPY 126,35 +0,06% 126,25 126,17 +0,5%

EUR/CHF 1,1356 +0,04% 1,1349 1,1342 +0,9%

EUR/GBP 0,8552 -0,08% 0,8553 0,8567 -5,0%

USD/JPY 111,28 -0,11% 111,24 111,31 +1,5%

GBP/USD 1,3276 +0,24% 1,3275 1,3230 +4,0%

Bitcoin

BTC/USD 3.961,25 -0,28% 3.962,55 3.965,90 +6,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 59,47 59,09 +0,6% 0,38 +29,1%

Brent/ICE 68,07 67,54 +0,8% 0,53 +24,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.308,38 1.303,45 +0,4% +4,93 +2,0%

Silber (Spot) 15,41 15,34 +0,4% +0,07 -0,6%

Platin (Spot) 843,10 833,50 +1,2% +9,60 +5,9%

Kupfer-Future 2,94 2,91 +1,0% +0,03 +11,4%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 19, 2019 07:48 ET (11:48 GMT)

Nachrichten zu Commerzbank

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09:31 UhrCommerzbank buyHSBC
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11.04.2019Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux
04.04.2019Commerzbank kaufenDZ BANK
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09:31 UhrCommerzbank buyHSBC
18.04.2019Commerzbank overweightJP Morgan Chase & Co.
04.04.2019Commerzbank kaufenDZ BANK
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