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12.02.2019 16:07
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MÄRKTE EUROPA/DAX über 11.100 Punkte - Thyssenkrupp enttäuschend

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FRANKFURT (Dow Jones)--An den Börsen in Europa geht es am Dienstagnachmittag kräftig nach oben. Damit setzt sich die am Montag begonnene Erholung weiter fort. Für Zuversicht sorgt, dass es im US-Haushaltsstreit eine Grundsatzeinigung geben soll. Allerdings fehlen Details und vor allem ist unklar, ob US-Präsident Donald Trump der Einigung auch zustimmen wird.

Daneben verweisen Marktteilnehmer auf die Aussicht besserer Konjunkturdaten aus China. Im Januar sei der Handel wieder gewachsen, sei aus dem chinesischen Handelsministerium zu hören. Im Dezember waren Exporte und Importe deutlich rückläufig gewesen. Hoffnung dominiert derweil vor dem Treffen der Chefverhandler im US-chinesischen Handelsstreit ab Donnerstag. Für die Einzelwerte liefert die Berichtssaison die Impulse. Einmal mehr enttäuscht Thyssenkrupp, die Aktie stellt mit einem Abschlag von 4,4 Prozent den Verlierer im DAX. Der DAX gewinnt 1,0 Prozent auf 11.128 Punkte, während es für den Euro-Stoxx-50 um 0,8 Prozent auf 3.191 Punkte nach oben geht.

Thyssenkrupp enttäuschend

Für Thyssenkrupp geht es nach schwachen Zahlen gegen den breiten Markt nach unten. Wie die Analysten von Jefferies anmerken, ist das bereinigte operative Ergebnis im Stahlgeschäft deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Neben der schwächeren Nachfrage aus dem Autosektor habe sich der niedrige Wasserstand des Rheins belastend bei den Stahlauslieferungen bemerkbar gemacht.

Das Nettoergebnis habe nur auf Grund geringerer Sonderbelastungen sowie einer niedrigeren Steuerquote dagegen die Prognose übertroffen. Die Zahlen von Thyssenkrupp für das erste Quartal blieben auf operativer Ebene moderat hinter den Prognosen von Independent Research.

"Mit Wirecard brauche ich den Portfolio-Managern momentan nicht zu kommen", so ein Marktteilnehmer. Auf Grund der hohen Volatilität bei gleichzeitig schwieriger Nachrichtenlage hielten sich die Entscheider momentan bei der Aktie zurück. Nach einem Tageshoch bei 107,85 Euro und einem Tief bei 95,32 Euro notiert sie aktuell bei 100,80 Euro leicht im Minus.

Kräftige Erholung bei den Autoaktien

Klarer Tagessieger bei den Branchen ist der Autosektor mit einem Plus von 2,7 Prozent. Zu verdanken ist das in erster Linie dem französischen Reifenhersteller Michelin. Dessen Geschäftszahlen kommen sehr gut an. Zwar sei der Nettogewinn etwas unter der Erwartung ausgefallen, der Umsatz jedoch darüber. Der Ausblick der Franzosen klinge zudem zuversichtlich.

Seitens der Citi-Analysten heißt es, Michelin sei weiter in der Lage Premium-Preise zu verlangen und gewinne gleichzeitig Marktanteile. Barclays hat das Kursziel für die Aktie auf 125 von 120 Euro erhöht. Michelin schießen um 13 Prozent nach oben auf 102,50 Euro. Die Kurse der Zulieferer Faurecia und Continental gewinnen 4,2 bzw 3,7 Prozent.

Als im erwarteten Rahmen liegend werden die finalen Zahlen von Metro bezeichnet. Die Analysten der DZ Bank haben das Kursziel auf 15,30 von 11,70 Euro deutlich angehoben und begründen dies mit den sich abzeichnenden Verbesserungstendenzen im wichtigen Russland-Geschäft. Metro ziehen kräftiger um 5,3 Prozent an.

Nach Bekanntgabe vorläufiger Zahlen steigen Scout24 um 1,7 Prozent. Der Umsatz habe die Erwartungen leicht verfehlt, die Gewinnmarge sei operativ gut, heißt es.

Kering der Primus inter pares

Als stark werden die Zahlen des französischen Luxuskonzerns Kering bezeichnet. Nicht nur seien die Erwartungen für 2018 übertroffen worden, auch der Ausblick sei zuversichtlich. Der Nettogewinn verdoppelte sich und die Dividende wird kräftig erhöht auf 10,50 nach 6,00 Euro. Für die Analysten der Societe Generale ist sie der Top-Wert in dem Sektor. Nachdem die Aktie zunächst etwas überraschend nachgab, liegt sie mittlerweile rund 2,6 Prozent im Plus.

Eine deutlich besser als erwartet ausgefallene Marge treibt Randstad um 4,7 Prozent an. In Zürich legt der Kurs des Wettbewerbers Adecco um 2,9 Prozent zu, in Deutschland gewinnen Amadeus Fire knapp 0,6 Prozent.

Tui verlieren nach der Vorlage der endgültigen Zahlen 4,7 Prozent. Diese seien insgesamt etwas schwächer als erwartet ausgefallen, so die Citigroup.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.196,59 0,98 30,98 6,50

Stoxx-50 2.954,04 0,58 16,97 7,03

DAX 11.134,52 1,09 119,93 5,45

MDAX 23.696,66 0,94 220,20 9,77

TecDAX 2.536,60 0,66 16,75 3,53

SDAX 10.522,17 1,15 119,65 10,65

FTSE 7.137,43 0,12 8,32 5,96

CAC 5.068,61 1,08 54,14 7,14

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,14 0,02 -0,11

US-Zehnjahresrendite 2,68 0,03 0,00

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:46 Mo, 18:38 % YTD

EUR/USD 1,1294 +0,15% 1,1280 1,1276 -1,5%

EUR/JPY 124,79 +0,24% 124,74 124,51 -0,8%

EUR/CHF 1,1394 +0,62% 1,1332 1,1323 +1,2%

EUR/GBP 0,8766 -0,04% 0,8769 0,8767 -2,6%

USD/JPY 110,50 +0,10% 110,59 110,43 +0,8%

GBP/USD 1,2885 +0,18% 1,2865 1,2861 +1,0%

Bitcoin

BTC/USD 3.582,00 -0,42% 3.577,25 3.589,75 -3,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 53,81 52,41 +2,7% 1,40 +17,7%

Brent/ICE 63,16 61,51 +2,7% 1,65 +16,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.309,23 1.308,12 +0,1% +1,11 +2,1%

Silber (Spot) 15,69 15,71 -0,1% -0,02 +1,2%

Platin (Spot) 784,86 786,50 -0,2% -1,64 -1,5%

Kupfer-Future 2,76 2,79 -1,0% -0,03 +5,0%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

February 12, 2019 10:08 ET (15:08 GMT)

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