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10.05.2019 10:04
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MÄRKTE EUROPA/Erholt - Hoffnung auf Einigung USA/China stützt

FRANKFURT (Dow Jones)--Erholt zeigen sich Europas Börsen am Freitag im frühen Handel. Das Risiko weiter fallender Kurse sei damit jedoch nicht vom Tisch, denn US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen wahr gemacht und weitere Zölle auf chinesische Waren drastisch angehoben, heißt es. China hat sogleich Gegenmaßnahmen angekündigt. Die Hoffnung der Marktteilnehmer liegt weiterhin darauf, dass es bislang nur um Verhandlungstaktik geht.

So verweist UBS-Stratege Paul Donovan darauf, dass die Zölle eigentlich erst in zwei bis drei Wochen zu greifen beginnen würden. Sollte sich also am Wochenende eine gütliche Einigung ergeben, wäre noch kein Porzellan zerschlagen, hofft der Markt. Entsprechend seien daher überall Short-Eindeckungen zu beobachten, die selbst die Börsen in Asien nach oben getrieben haben. Der DAX legt um 0,9 Prozent zu auf 12.084 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,8 Prozent auf 3.378 Punkte.

Bis zu einem Scheitern oder Einigen der beiden Seiten rechnen Händler jedoch weiter mit einem extrem schlagzeilengetrieben Markt. Die bisherige Eskalation dominiert Nachrichten und Unternehmenszahlen, eine Handelsspanne im DAX von zwei- bis dreihundert Punkten sei nicht ungewöhnlich. Der Optionsmarkt preist in seinen Absicherungen mit DAX-Optionen bereits einen Fall bis auf 11.800 Punkte ein. Wichtig sei, nicht die Nerven zu verlieren: "Das Risiko durch den News Flow ist ein kolossaler Test dafür, ob der Markt seine Impulse im Griff hat", sagt Stephen Innes von SPI Asset Management: "Gerade wo es so einfach ist, seine Frustration durch den Druck auf die Verkaufstaste abzuladen".

Dazu stützen Aussagen der chinesischen Zentralbank PBOC, für Lockerungsmaßnahmen bereitzustehen. Das BIP-Wachstum in China könnte rund 0,3 Prozent verlieren durch die Strafzölle, sagt Ma Jun von geldpolitischen Komitee der chinesischen Zentralbank: "Die Auswirkung ist kontrollierbar". Die Zentralbank habe genügend Spielraum um die heimische Wirtschaft zu stützen und die Märkte vor externen Schocks zu schützen.

Thyssenkrupp mit Spekulationen um Aufspaltung und Aufzugssparte sehr fest

Thyssenkrupp legen um 8,4 Prozent zu. Hier decken die zuletzt sehr erfolgreichen Leerverkäufer ein. Grund sind Berichte, wonach der Konzern zwar die Fusion der Stahlsparte mit Tata aufgegeben wird, jedoch einen Börsengang der Aufzugssparte erwägt. Diese würde deutlich höher bewertet als das Stahlgeschäft. Dies lenkt den Blick auf die Branche und treibt auch den Konkurrenten Kone aus Finnland um 2,7 Prozent.

Gegen den festen Markt geben Deutsche Post 0,7 Prozent ab. Der Nettogewinn hat die Erwartungen leicht verfehlt, EBIT und Umsatz haben sie getroffen. "Wichtig ist, dass die Post die Prognosen für 2019 und 2020 bestätigt hat", so ein Händler. Das deute auf eine optimistische Einschätzung der Geschäftsaussichten im derzeit schwierigeren Umfeld hin. Schon am Vortag hatten Hapag-Lloyd von einem geringeren Rückgang der Warenströme berichtet als befürchtet, sie steigen um weitere 0,9 Prozent.

Gea springen um 6,7 Prozent nach oben dank besserer Zahlen. Vor allem das bereinige EBITDA liegt leicht über den Prognosen, genauso wie der Auftragseingang und der Umsatz. Nach vielen Gewinnwarnungen sind Anleger das nicht mehr gewöhnt von Gea, heißt es.

Gute Zahlen treiben auch Bechtle um 7,8 Prozent nach oben, Jungheinrich um 1,2 Prozent. Die British-Airways-Mutter IAG hat weniger unter der Konjunktureintrübung gelitten als befürchtet und steigt um 2,9 Prozent. Wegen unspektakulärer Zahlen gibt der spanische Telekomkonzern Telefonica um 0,5 Prozent nach.

Die Prosieben-Aktien treiben Aufkauffantasien um 4,6 Prozent. Während in den vergangenen Monaten die Namen Springer und Mediaset gefallen waren, wirft der "Platow Brief" ganz allgemein Private Equity in den Ring der potenziellen Interessenten.

Kering steigen um 1,1 Prozent. Der französische Luxusgüterhersteller hat einen Streit über Steuerforderungen mit der italienischen Steuerbehörde gegen die Zahlung von 1,25 Milliarden Euro beigelegt.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.377,98 0,81 27,27 12,55

Stoxx-50 3.097,23 0,72 22,04 12,22

DAX 12.084,36 0,92 110,44 14,45

MDAX 25.527,84 1,20 303,80 18,25

TecDAX 2.823,57 1,14 31,93 15,24

SDAX 11.333,46 0,87 97,24 19,18

FTSE 7.254,10 0,65 46,69 7,12

CAC 5.358,10 0,85 44,95 13,26

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,05 0,00 -0,29

US-Zehnjahresrendite 2,45 0,01 -0,23

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.19 Uhr Do, 17.03 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1228 +0,09% 1,1226 1,1231 -2,1%

EUR/JPY 123,23 +0,11% 123,18 123,03 -2,0%

EUR/CHF 1,1390 +0,04% 1,1387 1,1384 +1,2%

EUR/GBP 0,8636 +0,17% 0,8633 0,8626 -4,1%

USD/JPY 109,75 +0,02% 109,73 109,55 +0,1%

GBP/USD 1,3001 -0,08% 1,3003 1,3020 +1,9%

Bitcoin

BTC/USD 6.318,51 +3,43% 6.266,01 5.991,26 +69,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,13 61,70 +0,7% 0,43 +32,4%

Brent/ICE 70,81 70,39 +0,6% 0,42 +28,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.285,85 1.284,14 +0,1% +1,71 +0,3%

Silber (Spot) 14,80 14,77 +0,2% +0,03 -4,5%

Platin (Spot) 858,43 850,00 +1,0% +8,43 +7,8%

Kupfer-Future 2,78 2,78 -0,2% -0,00 +5,4%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

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May 10, 2019 04:05 ET (08:05 GMT)

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