18.08.2022 18:21

MÄRKTE EUROPA/Erholungstag - Adyen nach Zahlen im Minus

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FRANKFURT (Dow Jones)--Von dem deutlichen Minus am Vortag konnten sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag erholen. Der DAX schloss nach einem eher ruhigen Handelsverlauf 0,5 Prozent höher bei 13.697 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,6 Prozent auf 3.777 Punkte zu. Für die Aktie von Adyen ging es nach enttäuschenden Ertragszahlen um 3,7 Prozent nach unten. Die übergeordneten Themen an der Börse waren weiterhin die hohe Inflation - auch aufgrund der Energiepreise - sowie die Zinspolitik der großen Notenbanken. Das am Vorabend vorgelegte US-Notenbankprotokoll sei "wenigstens nicht falkenhafter ausgefallen als befürchtet", hieß es an der Börse. Die US-Notenbank will die Leitzinsen so lange erhöhen, bis die Inflation deutlich nachlässt, sie hat aber auch die Risiken einer zu straffen Geldpolitik im Blick.

Auf der Gewinnerseite ganz oben standen mit den steigenden Öl-Notierungen am Terminmarkt die Öl- und Gaswerte mit einem Plus ihres Stoxx-Subindex von 1,8 Prozent. Für die Aktie von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ging es nach Zahlen um gut 12 Prozent nach oben. Nach dem ersten Halbjahr ist das Unternehmen auf einem guten Weg, die Erwartungen der Analysten von Hauck & Aufhäuser auf Jahressicht zu erfüllen. Alle Zeichen stünden auf Grün, in der Öl- und Gasindustrie werde weiter investiert und SBO sollte mit den hochwertigen Produkten weiter davon profitieren, so die Analysten jüngst. Der Index der Chemiewerte legte um 0,9 Prozent zu, im DAX stiegen BASF um 1,8 und Covestro um 2,0 Prozent. Gegen den Trend verlor der Sektor der Einzelhändler 1,5 Prozent.

Bei Adyen lasten die Neueinstellungen auf dem Gewinn

Trotz eines fulminanten Volumenwachstums von 61 Prozent hat der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen nach Meinung der Analysten von Bryan Garnier enttäuschende Netto-Umsatz- und EBITDA-Zahlen veröffentlicht. Die Verschlechterung der Marge um 2,7 Prozentpunkte sei dem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen geschuldet, was zu einem großen Teil auf die Einstellung von 395 Mitarbeitern zurückzuführen sei. Das Geschäftsmodell sei unverwüstlich, aber nicht immun. Momentan beginne die Nachfrage nach Verbrauchsgütern zu stagnieren, was sich auf die Umsatzentwicklung auswirken werde. Infolge der neuen Informationen überprüfen die Analysten erst einmal die Empfehlung und das Kursziel.

In die gleiche Kerbe schlugen die Kollegen von Stifel, die Nettoumsatz und EBITDA als unterhalb der Erwartung einstufen, die EBITDA-Marge liege mit 58,6 Prozent unter dem mittelfristigen Ziel von mehr als 65 Prozent. Die Aktie ist mit dem Blick auf die Multiples alles andere als billig, so wurde sie bisher mit dem 40-fachen des erwarteten 2023er EBITDA gehandelt, die globalen Wettbewerber dagegen mit dem 17,1-fachen deutlich darunter.

Zur Rose zweistellig im Plus - auch Shop Apotheke sehr fest

Positiv bewerteten Marktteilnehmer den Zwischenbericht der Apothekengruppe Zur Rose. Der Kurs zog um 8,4 Prozent an. Der Konzern will den Break-Even auf EBITDA-Basis nun schon im kommenden Jahr erreichen und nicht erst 2024. Im ersten Halbjahr lag der Verlust des bereinigten EBITDA bei 49,2 Millionen Franken und damit unterhalb der Erwartung der Jefferies-Analysten, die mit minus 55 Millionen gerechnet hatten. Auch der Umsatz von knapp 964 Millionen Franken ist etwas besser ausgefallen als die 957 Millionen, mit denen Jefferies gerechnet hatte.

Zur Rose führt den positiven Ausblick unter anderem auf die Einführung des E-Rezepts zurück. Davon profitierten laut Händlern auch Shop Apotheke, die 3,4 Prozent gewannen.

Geberit notierten 1,4 Prozent leichter. Der Gewinn des Bauzulieferers ist im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent zurückgegangen. Allerdings meint Geberit auch, die Rohstoff-Preise sollten sich nun auf dem erhöhten Niveau seitwärts entwickeln. Bei den Verkaufspreisen bestehe dagegen selektiver Spielraum.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 3.777,38 +21,32 +0,6% -12,1%

Stoxx-50 3.683,50 +16,14 +0,4% -3,5%

Stoxx-600 440,76 +1,73 +0,4% -9,6%

XETRA-DAX 13.697,41 +70,70 +0,5% -13,8%

FTSE-100 London 7.541,85 +26,10 +0,3% +1,8%

CAC-40 Paris 6.557,40 +29,08 +0,4% -8,3%

AEX Amsterdam 725,86 +2,77 +0,4% -9,0%

ATHEX-20 Athen 2.174,74 +10,07 +0,5% +1,5%

BEL-20 Bruessel 3.804,09 -16,56 -0,4% -11,7%

BUX Budapest 43.099,47 +118,83 +0,3% -15,0%

OMXH-25 Helsinki 4.861,17 +42,06 +0,9% -13,5%

ISE NAT. 30 Istanbul 3.289,24 +59,83 +1,9% +62,4%

OMXC-20 Kopenhagen 1.709,18 -23,50 -1,4% -8,3%

PSI 20 Lissabon 6.268,77 +0,92 +0,0% +12,6%

IBEX-35 Madrid 8.430,30 -4,50 -0,1% -3,3%

FTSE-MIB Mailand 22.985,70 +227,89 +1,0% -16,8%

RTS Moskau 1.162,30 +25,90 +2,3% -27,2%

OBX Oslo 1.155,62 +8,51 +0,7% +8,1%

PX Prag 1.230,33 -8,44 -0,7% -13,7%

OMXS-30 Stockholm 2.053,33 +18,57 +0,9% -15,1%

WIG-20 Warschau 1.699,68 +16,75 +1,0% -25,0%

ATX Wien 3.044,79 +1,14 +0,0% -20,5%

SMI Zuerich 11.167,59 +39,40 +0,4% -13,3%

* zu Vortagsschluss

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 1,10 +0,01 +1,28

US-Zehnjahresrendite 2,86 -0,04 +1,35

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:08 Uhr Mi, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0106 -0,7% 1,0162 1,0170 -11,1%

EUR/JPY 136,83 -0,5% 137,50 137,69 +4,6%

EUR/CHF 0,9654 -0,3% 0,9685 1,0489 -6,9%

EUR/GBP 0,8446 +0,0% 0,8453 0,8443 +0,5%

USD/JPY 135,39 +0,2% 135,33 135,40 +17,6%

GBP/USD 1,1966 -0,7% 1,2023 1,2044 -11,6%

USD/CNH (Offshore) 6,8015 +0,1% 6,8096 6,7953 +7,0%

Bitcoin

BTC/USD 23.410,40 +0,3% 23.440,22 23.431,42 -49,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 89,82 88,11 +1,9% 1,71 +25,5%

Brent/ICE 96,03 93,65 +2,5% 2,38 +28,9%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 239,00 227,00 +5,8% 13,17 +274,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.756,64 1.761,70 -0,3% -5,07 -4,0%

Silber (Spot) 19,54 19,88 -1,7% -0,34 -16,2%

Platin (Spot) 916,40 928,03 -1,3% -11,63 -5,6%

Kupfer-Future 3,64 3,58 +1,5% +0,06 -17,9%

YTD zu Vortagsschluss

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 18, 2022 12:21 ET (16:21 GMT)

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