MÄRKTE EUROPA/Erholungstag - Berichtssaison setzt Akzente

17.04.24 12:52 Uhr

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FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem deutlichen Rücksetzer am Vortag geht es an den europäischen Aktienmärkten am Mittwoch wieder nach oben. Damit dauert die Berg- und Talfahrt an den Börsen an, der übergeordnete Trend zeigt aktuell nach unten. Nachdem jüngst die Notenbankpolitik sowie die geopolitischen Spannungen die Impulse lieferten, kommt nun noch die Berichtssaison hinzu. Der DAX gewinnt 0,7 Prozent auf 17.889 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,9 Prozent auf 4.962 nach oben. Die Ölpreise geben leicht nach, Brent notiert unter 90 Dollar das Barrel. Gold legt leicht zu und notiert weiter in Rekordnähe.

"Die Unsicherheit an den Börsen ist nach wie vor groß. Und solange unklar ist, ob der Konflikt zwischen Israel und dem Iran weiter eskalieren wird, wird das auch so bleiben", so QC Partners. Auffallend sei, dass trotz dieses geopolitischen Risikos nur sehr zaghaft Absicherungspositionen eingegangen würden. "Die Anleger gehen aktuell davon aus, dass die geopolitischen Risiken nicht eintreten werden und die Börsen aus eben diesem Grund schnell in den Rally-Modus zurückkehren werden", heißt es.

Am Abend steht dann der Konjunkturbericht der US-Notenbank im Blick, das so genannte Beige Book. Aufgrund der erhöhten Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Pfad der Fed dürfte das Beige Book von hohem Interesse sein.

Adidas profitieren von Retro-Trend

Adidas reagieren mit Aufschlägen von 8,5 Prozent sehr positiv auf einen guten Quartalsbericht. Die Metzler-Analysten sehen nach Adidas' vorläufigen Eckzahlen für das erste Quartal und der angehobenen Prognose für das Gesamtjahr "Raum für weitere Gewinnsteigerungen". Denn die Zahlen zeigten, dass das Umsatzwachstum weitgehend organisch sei. Für die Analysten der DZ Bank ist klar, dass Adidas vor allem von einer hohen Nachfrage nach den Retro-Schuhmodellen Samba, Gazelle und Co. profitiert habe.

Für Continental geht es dagegen nach den schwachen Zahlen zum ersten Quartal kräftig um 5,8 Prozent nach unten. "Die Erwartungen waren niedrig, aber nicht so niedrig", heißt es bei Jefferies. In allen drei Geschäftsbereichen - Automotive, Tires und Contitech - wurden sowohl die Umsatz- als auch Margenerwartungen des Marktes verfehlt.

Für Volvo geht es 2,2 Prozent nach oben. Nettogewinn und Marge liegen über den Erwartungen. Während das Geschäft in Nordamerika und in Brasilien weiter gut läuft, hat Volvo die Prognose für Indien leicht heruntergenommen. Der Konzern spricht aber auch von einer Normalisierung des Geschäfts und hat deshalb die Produktionskapazitäten in Europa bereits heruntergefahren.

Im Luxussektor stehen die Geschäftszahlen von LVMH im Blick. Die Umsätze hätten die Erwartungen um 2 Prozent verfehlt, organisch allerdings die Erwartungen getroffen, heißt es bei der Citigroup. Nach der schwachen Kursentwicklung zuvor scheint das zunächst zu genügen. Das Papier steigt um 4,7 Prozent. Burberry gewinnen 2 Prozent, Richemont 2,2 und Moncler 2,5 Prozent.

ASML drückt Techsektor

Kennziffern und Ausblick von ASML (-3%) verfehlen die Markterwartungen teilweise deutlich. Die Bruttomarge von 51 Prozent liegt zwar über der Prognose von 48,8 Prozent. Umsatz und besonders der Auftragseingang liegen aber unter den Prognosen. Bei Morgan Stanley hieß es zwar, der Gegenwind in diesem Jahr sei bekannt, der Markt konzentriere sich bereits auf das kommende und das übernächste Jahr. Für den schwachen Auftragseingang dürfte das aber nicht gelten. Der europäische Sub-Index der Technologiewerte verliert 0,9 Prozent.

Nach einem schwächeren Zwischenbericht geht es für Just Eat Takeaway gleich um 5,3 Prozent nach unten. Zum einen lastet der harte Wettbewerb in der Branche auf dem Geschäft, zudem ist weiterhin unklar, ob ein teilweiser oder vollständiger Verkauf von Grubhub über die Bühne ginge.

Der Einzug von Borussia Dortmund (+7%) ins Halbfinale der UEFA-Champions League am Dienstagabend nützt auch den Anlegern. Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hob daraufhin die Erwartung für den Jahresüberschuss um 8 Millionen Euro auf 33 bis 43 Millionen an. Dortmund hatte im Viertelfinale Atletico Madrid im Rückspiel mit 4:2 besiegt und sich damit den ersten Halbfinaleinzug seit 2013 gesichert.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.961,64 +0,9% 44,65 +9,7%

Stoxx-50 4.352,45 +0,6% 25,50 +6,3%

DAX 17.888,88 +0,7% 122,65 +6,8%

MDAX 26.057,77 +0,3% 83,92 -4,0%

TecDAX 3.278,86 -0,4% -13,36 -1,8%

SDAX 14.069,64 +0,4% 60,35 +0,8%

FTSE 7.864,84 +0,6% 44,48 +1,1%

CAC 8.040,89 +1,4% 108,28 +6,6%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,49 -0,00 -0,09

US-Zehnjahresrendite 4,64 -0,02 +0,76

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:06 Uhr Di, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,0643 +0,2% 1,0609 1,0630 -3,6%

EUR/JPY 164,55 +0,2% 164,03 164,27 +5,7%

EUR/CHF 0,9702 +0,1% 0,9687 0,9702 +4,6%

EUR/GBP 0,8541 -0,0% 0,8536 0,8545 -1,5%

USD/JPY 154,62 -0,0% 154,56 154,53 +9,8%

GBP/USD 1,2461 +0,3% 1,2430 1,2441 -2,1%

USD/CNH (Offshore) 7,2543 -0,1% 7,2603 7,2632 +1,8%

Bitcoin

BTC/USD 62.926,65 -1,7% 63.894,62 62.314,39 +44,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 84,63 85,36 -0,9% -0,73 +16,5%

Brent/ICE 89,19 90,02 -0,9% -0,83 +16,4%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 32,39 33,50 -3,3% -1,11 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.386,00 2.382,45 +0,1% +3,56 +15,7%

Silber (Spot) 28,45 28,10 +1,2% +0,35 +19,7%

Platin (Spot) 959,75 961,50 -0,2% -1,75 -3,3%

Kupfer-Future 4,32 4,30 +0,3% +0,01 +10,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2024 06:53 ET (10:53 GMT)

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17.04.2024ASML NV Equal WeightBarclays Capital
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