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16.08.2019 09:52
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MÄRKTE EUROPA/Erholungstag dank Entspannungssignal

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer desaströsen Woche geht es an den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss nach oben. Die Richtung gibt die Erholung an der Wall Street im späten Handel vor. Die übergeordneten Themen stellen unverändert die angespannte Lage in Hongkong, der US-chinesische Handelsstreit, der bevorstehende Brexit und weitere Konflikte, die im Hintergrund köcheln. Diese Gemengelage könne die Erholung aber schnell wieder zum Erliegen bringen, warnen Händler. In den vergangenen Tagen war immer wieder zu beobachten gewesen, dass Schlagzeilen zu den genannten Themen zum Teil für heftige Bewegungen in die ein oder andere Richtung gesorgt hatten.

Der DAX steigt 0,9 Prozent auf 11.514 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert mit 3.314 Punkten 1 Prozent über Vortagesschluss. Wenigstens von einem Konfliktherd kommen Entspannungssignale. Denn China wird nach Angaben einer Staatszeitung die Proteste für mehr Demokratie in Hongkong nicht ähnlich niederschlagen wie jene am Tiananmen-Platz in Peking 1989. Die brutale Niederschlagung der Proteste kostete China seinerzeit internationales Ansehen und stürzte das Land in eine Wirtschaftskrise. Am Mittag könnte der europäische Terminmarkt zudem für Volatilität sorgen, um 12:00 Uhr MESZ verfallen die Optionen auf den Euro-Stoxx-50 und eine Stunde später jene auf den DAX.

Rückenwind aus den USA

Unterstützung für die Aktienmärkte kommt indes auch aus den USA. Denn dort entfachen mögliche Zinssenkungen trotz noch immer robuster Konjunkturlage Fantasie. Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, sieht die US-Wirtschaft nach wie vor gut aufgestellt, auch wenn der Handelsstreit zwischen den USA und China die konjunkturellen Aussichten unsicherer werden lasse. Dessen ungeachtet preist der US-Zinsterminmarkt einen großen Zinsschritt der US-Notenbank immer deutlicher ein. Eine Zinssenkung von 50 Basispunkten wird dort für September mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent eingepreist, am Mittwoch hatte dieser Wert bei 20 Prozent gelegen. "Wir sind noch immer weit davon entfernt, in eine Rezession zu schliddern (...). Die Inflation stellt kein Problem dar, die Zinsen sind niedrig und die Gewinne klettern moderat, so dass die Rahmenbedingungen für Aktien nach wie vor günstig sind", sagt Chefaktienstratege Terry Sandven von U.S. Bank Wealth Management. Dazu passend zeigt sich die US-Zinsstrukturkurve zwischen der 2- und 10-jährigen Fälligkeit nicht mehr invers und sendet damit kein unmittelbares Rezessionszeichen mehr aus.

Für den europäischen Technologiesektor kommen ebenfalls positive Signale aus den USA: Im Handel werden die Ausblicke der US-Technologiekonzerne Applied Materials und Nvidia für die europäischen Wettbewerber als positiv gewertet. So teilte Nvidia mit, dass das Geschäft nach einem schwierigen Jahr wieder normal verlaufen werde. Der Ausrüster der Halbleiterindustrie Applied Materials sieht erste Zeichen der Besserung in der Lagerhaltung und einer Stabilisierung bei den Preisen. 2020 könnte dann ein, wenn auch langsames, Jahr der Erholung für den Speichersektor werden. In Europa stellt der Sektor der Technologiewerte den zweitgrößten Gewinner, AMS gewinnen 2,8 Prozent, für Infineon geht es um 2,2 Prozent nach oben.

Unternehmensmeldungen sind derweil rar: Das operative Geschäft des Einkaufszentrenbetreibers Deutsche Euroshop verläuft stabil. Allerdings verfehlte das Unternehmen im ersten Halbjahr die Erwartung der Analysten beim Betriebsergebnis (FFO) knapp. Die Aktie notiert 3,3 Prozent im Minus.

Ansonsten bewegen Analystenkommentare die Kurse: So sollen die Researcher der Bank of America-Merrill Lynch Bayer auf Kaufen hochgenommen haben, für den Wert geht es um 2,4 Prozent nach oben. Bei K+S gibt es zwei Kurszielsenkungen, die Aktie verliert 2,3 Prozent. Nach dem Absturz am Vortag erholen sich 1+1 Drillisch um knapp 5 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.314,01 0,95 31,23 10,41

Stoxx-50 3.051,18 0,70 21,25 10,55

DAX 11.513,93 0,89 101,26 9,04

MDAX 24.596,77 0,87 212,33 13,94

TecDAX 2.674,09 1,17 31,05 9,14

SDAX 10.262,26 0,57 58,01 7,92

FTSE 7.067,01 0,00 0,00 5,04

CAC 5.281,33 0,85 44,41 11,64

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,70 0,01 -0,94

US-Zehnjahresrendite 1,56 0,03 -1,12

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 07:53 Uhr Do, 17:23 % YTD

EUR/USD 1,1088 -0,18% 1,1104 1,1104 -3,3%

EUR/JPY 117,73 -0,11% 117,84 117,84 -6,4%

EUR/CHF 1,0857 +0,06% 1,0864 1,0840 -3,6%

EUR/GBP 0,9149 -0,48% 0,9165 0,9160 +1,7%

USD/JPY 106,16 +0,05% 106,13 106,14 -3,2%

GBP/USD 1,2121 +0,32% 1,2116 1,2117 -5,0%

USD/CNY 7,044 +0,14% 7,0374 7,0339 +2,4%

Bitcoin

BTC/USD 9.873,50 -4,37% 9.790,05 10.038,25 +165,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 55,13 54,47 +1,2% 0,66 +15,2%

Brent/ICE 58,94 58,23 +1,2% 0,71 +6,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.516,41 1.523,90 -0,5% -7,50 +18,2%

Silber (Spot) 17,29 17,29 +0,0% +0,00 +11,6%

Platin (Spot) 838,05 840,30 -0,3% -2,25 +5,2%

Kupfer-Future 2,60 2,60 +0,3% +0,01 -1,6%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

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August 16, 2019 03:53 ET (07:53 GMT)

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21.08.2019Bayer HaltenDZ BANK
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